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Haushalt 2024 und 2025

Trotz Sparzwang: Zahl der Weihnachtsbäume in Karlsruhe bleibt gleich

Der Gemeinderat lehnt den Sparvorschlag der Verwaltung ab. Die Zahl der Christbäume in Karlsruhe bleibt in den nächsten Jahren also gleich.

 In der Karlsruher Innenstadt laufen bereits die Aufbauarbeiten für den Christkindlesmarkt.
Auf dem Marktplatz in der Karlsruher Innenstadt steht schon seit Wochen der große Weihnachtsbaum. Foto: Rake Hora/BNN

Beim Thema Weihnachtsbäume ist der Gemeinderat gespalten. 21 zu 21 steht nach der Abstimmung auf der Leinwand. Der Patt bedeutet: Die SPD-Fraktion scheitert mit ihrem Antrag, die im Stadtgebiet Karlsruhes aufgestellten Christbäume in vollem Umfang zu erhalten.

Das hätte geheißen, dass die Stadt in den nächsten beiden Jahren weniger Bäume im Stadtraum aufstellt. Sie hätte dadurch pro Jahr 20.000 Euro gespart. Hätte. Denn bei der Abstimmung für diese Haushaltssicherungsmaßnahme votierten ebenfalls 21 Stadträte dafür, 21 dagegen. Dieses Unentschieden heißt wiederum, dass der Gemeinderat den Sparvorschlag der Stadt ablehnt.

Christine Weber von der Grünen-Fraktion hatte zuvor gesagt, dass die Reduzierung hinnehmbar sei: „Die Vorfreude auf Weihnachten wird uns dadurch nicht genommen.“

Karlsruhes Oberbürgermeister Mentrup kontert Kritik

Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) wies darauf hin, dass es bei dem Sparvorschlag lediglich um zwei bis drei Bäume gehe – von 32, die aktuell in der Vorweihnachtszeit im Stadtgebiet aufgestellt werden. Auf jeden Baum entfallen laut Mentrup Kosten von 8.000 Euro.

Das ist ein unsäglicher Vorschlag.
Thomas Hock
FDP-Stadtrat

Während Einzelstadträtin Ellen Fenrich in ihrem Plädoyer für den Erhalt des Angebots auf „strahlende Kinderaugen“ verwies, verfiel Thomas Hock (FDP) in seinem Beitrag ins Poltern. Der Antrag gehöre nicht hierher, vielmehr sei das Aufstellen der Bäume eine Tradition für die gesamte Stadt. An die Adresse des Oberbürgermeisters gerichtet sagte Hock: „Das ist ein unsäglicher Vorschlag, verkneifen Sie sich das!“

Mentrup blieb äußerlich ruhig. Zu spüren war aber, dass ihn der Vorwurf trifft. Er rief in Erinnerung, dass die Verwaltung sich bemühe, auch kleine Beiträge zu sparen. „Sie können das gerne ablehnen“, entgegnete er Thomas Hock, „aber ich will mir nicht von Ihnen erzählen lassen, warum die Verwaltung das nicht vorschlagen soll.“

Korrektur

In einer früheren Version hatte es geheißen, dass die Zahl der Bäume verringert wird. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen.

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