Skip to main content

Nach Vorstoß im Gemeinderat

Karlsruhes OB Mentrup will kommende Woche erste Maßnahmen zum Energiesparen bekannt geben

Karlsruhe will im Winter Energie sparen. Doch wie, das steht noch nicht fest. Hat OB Mentrup die Verwaltung mit seinem Vorstoß überrumpelt?

Menschen sind auf der Eislaufbahn der Stadtwerke Eiszeit Karlsruhe vor dem Schloss am Schlittschuhfahren.
Ob die Stadtwerke Eiszeit auch während eines Winters mit möglicherweise eingeschränkter Energieversorgung stattfinden kann, bleibt aktuell unbeantwortet. Foto: Rake Hora

Überraschend kam die Ankündigung eines kommunalen Energiesparprogramms für den kommenden Winter von Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) nicht nur für die Besucher und Teilnehmer der Gemeinderatssitzung am 28. Juni. Auch die Verwaltung war auf den Vorstoß ihres Chefs offenbar nicht vorbereitet.

„Aktuell sehen wir noch nicht den richtigen Zeitpunkt, um über einzelne Maßnahmen zu sprechen“, teilte das städtische Presseamt auf eine Anfrage der BNN zu möglichen Einsparpotenzialen mit.

Ob die Stadtwerke Eiszeit auch während eines Winters mit möglicherweise eingeschränkter Energieversorgung stattfinden kann, bleibt deshalb ebenso unbeantwortet wie die Frage, ob Kinder und Jugendliche in schlecht gedämmten Schulen wie während der vergangenen beiden Corona-Winter wieder frieren müssen?

Arbeitsgruppen erarbeiten Sparprogramm für Karlsruhe

Die Stadtverwaltung setze sich in verschiedenen Arbeitsgruppen bereits mit möglichen Einsparpotenzialen auseinander und erarbeite entsprechende Vorschläge, schreibt das Presseamt weiter.

Ende kommender Woche wolle sich Oberbürgermeister Mentrup dann mit ersten Ergebnissen an die Öffentlichkeit wenden.

Straßenbeleuchtung kann in Karlsruhe gedimmt werden

Überrascht vom Mentrups Grundsatzrede waren auch die Stadtwerke Karlsruhe. Viele Fachbereiche würden durch Mentrups Ankündigung erst jetzt genauer als bisher betrachtet, sagt Pressesprecher Markus Schneider.

Eine kostengünstige und nachhaltige Möglichkeit zur Einsparung von Energie stellt nach Schneiders Einschätzung aber auf jeden Fall die Dimmung oder die Leistungsreduzierung bei der Straßenbeleuchtung dar.

In Karlsruhe gibt es 41.500 Leuchten mit 56.000 Lampen. Gesteuert wird die Beleuchtung von Sensoren. Dadurch werden die Lampen erst beim Einsetzen der Dämmerung eingeschaltet. Die tägliche Brenndauer sei deshalb abhängig von Jahreszeit und Witterung, so Schneider weiter.

90.000 Wohnungen werden in Karlsruhe mit Gas beheizt

Einsparmöglichkeiten gibt es nach Einschätzung der Stadtwerke auch beim Heizen. In Karlsruhe werden derzeit rund 90.000 Wohnungen mit Erdgas und 40.000 mit Fernwärme beheizt.

Nach Mentrups Ankündigung im Gemeinderat wollen Stadt und Stadtwerke einen Maßnahmenkatalog mit praktischen Energiespar-Tipps für die Bürger zusammenstellen.

Außerdem sollen Einsparpotenziale bei der Bewirtschaftung öffentlicher Gebäude und Einrichtungen ausgelotet und zeitnah umgesetzt werden. Neben den Verwaltungsgebäuden hatte Mentrup ausdrücklich auch noch die Hallenbäder erwähnt.

nach oben Zurück zum Seitenanfang