Skip to main content

Verschlossene Wege öffnen sich

Karlsruhe öffent im Advent mehr Abwege für den Autoverkehr

Der Weihnachtseinkauf kann besonders stressen, wenn man aus dem Parkhaus in den Stau fährt. In Karlsruhe gibt es Auswege für die Autofahrer im Advent. An zwei Stellen wird geöffnet, was sonst verschlossen ist.

Freie Bahn: In der Weihnachtszeit dürfen die Autofahrer vom Rondellplatz über die Markgrafenstraße am sonst gesperrten Lidellplatz (hinten) vorbei nach dem Einkauf die City verlassen. Foto: Jörg Donecker

Alle Jahre wieder öffnen die Karlsruher Verkehrslenker in der Vorweihnachtszeit einige Stöpsel. Man will damit unnötige Staus verhindern. Ist die automobilisierte Kundschaft der regionalen Einkaufsstadt doch noch ein letztes Mal von der Großbaustelle Kombilösung betroffen. Besonders die Hauptader Kriegsstraße ist wegen des Einbaus des Autotunnels im Advent 2020 ein zeitraubendes Nadelöhr mit Verengungen und Verschwenkungen.

Wo also sonst in der City für die Autofahrer kein Durchkommen ist, wird jetzt die Straße für den Verkehrsabfluss geöffnet. Dies gilt für die freie Passage des Lidellplatzes, wo sonst die Markgrafenstraße gesperrt ist, und der Zähringer Straße zwecks erleichterter Ausfahrt von den Parkhäusern an den Cityrand. Diese Überdruckventile sollen den ohnehin besonders neuralgischen Stau-Knoten Ettlinger Tor in der Kriegsstraße entlasten.

Bei Überdruck helfen die Ventile

Tiefbauamt und das Ordnungsamt der Stadt bauen damit auf ihr erprobtes Konzept für die Ausweichrouten in der östlichen Innenstadt. Das Überdruckventil Lidellplatz kann vom Rondellplatz über die Markgrafenstraße angefahren werden, wenn sich die Schlange auf der Karl-Friedrich-Straße vom Ettlinger Tor bis zum Obelisken zurück staut. Aus der Erbprinzenstraße kommend kann man also durch das Rondell, die Markgrafenstraße und den Lidellplatz direkt zur Fritz-Erler-Straße und weiter zum Mendelssohnplatz oder Berliner Platz rollen.

Eine Alternativroute aus der City zwischen Marktplatz und Kriegsstraße nach Osten gibt es nach Angaben der Stadt auch in diesem Advent über die Hebelstraße, die Kreuzstraße sowie die sonst gesperrte Zähringerstraße zur Adlerstraße. Von dort geht es nach Norden zum Zirkel sowie nach Süden über die Markgrafenstraße zur Fritz-Erler-Straße und dort weiter gen Mendelssohnplatz oder Berliner Platz.

Provisorium als Vorgeschmack

Außerdem wird erstmals, wenn auch noch provisorisch, der Umbau der Kriegsstraße genutzt: Die Autofahrer können aus dem Parkhaus des Einkaufscenters „Ettlinger Tor“ kommend an der Einmündung der Lammstraße in die Kriegsstraße in beide Richtungen abbiegen. Es geht dort also nicht nur wie gehabt rechts ab Richtung Karlstor, sondern nun auch links ab zum Ettlinger Tor.

Die Einfahrt in die Lammstraße und damit die momentan einzige Zufahrt zum Parkhaus der Shoppingmall ist im Weihnachtstrubel 2020 und damit letztmals nur vom Ettlinger Tor aus möglich. Sind nächstes Jahr um diese Zeit der City-Boulevard Kriegsstraße und der Autotunnel fertig, können dies auch Linksabbieger, die vom Karlstor unter- oder oberirdisch anrollen.

Umsteiger werden beschenkt

Wer nicht mit dem Auto bis in die Innenstadt fahren will, kann sein Vehikel auf Park-and-Ride-Plätzen am Cityrand abstellen. Die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) machen den Umsteigern allerdings nur an den Adventssamstagen ein Weihnachtsgeschenk: die kostenlose Fahrt mit der Straßenbahn in die City. Sie ist von den Parkplätzen beim Fächerbad, beim Bahnhof Mühlburg, bei der Europahalle und auf dem Messplatz möglich. Dort verteilen VBK-Leute an den Samstagen zwischen 10 und 18 Uhr die Fahrkarten.

nach oben Zurück zum Seitenanfang