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Auch Kollegen werden beschenkt

Karlsruher Florist arbeitet Herzpralinen in den Strauß zum Valentinstag ein

Aber längst sind es nicht mehr nur Blumen, die an diesem Tag verschenkt werden. Vom Schmuckstück bis zum Dessous-Foto reichen die Ideen der Kunden.

Bei Goldschmied Serhat Cifci sollten die Kunden drei bis vier Wochen vor dem Termin ihre Wünsche formulieren, damit das Geschenk rechtzeitig fertig ist.
Bei Goldschmied Serhat Cifci sollten die Kunden drei bis vier Wochen vor dem Termin ihre Wünsche formulieren, damit das Geschenk rechtzeitig fertig ist. Foto: Jörg Donecker

Wer an den Valentinstag denkt, denkt vermutlich gleich an rote Rosen, an ein romantisches Candlelight-Dinner oder an herzige Pralinen. „Wir haben natürlich Pralinen in Herzform, aber auch Schokolade mit Herzmuster im Angebot“, sagt Panagiotis Pashalidis, Inhaber der Pralina Schokoladen-Boutique in der Karlsruher Herrenstraße.

„Bis jetzt war der Andrang noch nicht so groß, doch erfahrungsgemäß wird Schokolade eher ein bis zwei Tage vor dem Valentinstag gekauft. Vor allem junge Leute kommen eher im letzten Augenblick“, sagt er und ergänzt, dass das auch beim Muttertag so sei.

Er geht davon aus, dass Rosenmontag und Faschingsdienstag ein Grund dafür sind, dass „die meisten Leute wohl wirklich erst am Valentinstag daran denken, ein kleines Geschenk zu besorgen“.

Bunte Frühlingsblüten laufen roten Rosen den Rang ab

Rote Rosen seien inzwischen nicht mehr die beliebtesten Blumen, wenn es um den Valentinstag gehe, erzählt Mirko Oetjen, Florist bei Thomas Seith Flowers.

„Hoch im Kurs stehen zu dieser Jahreszeit eher die bunten Frühlingsblumen“, meint er. Zu diesem besonderen Anlass würden gerne Herzpralinen in den Strauß eingearbeitet. „Es kommen übrigens nicht nur Männer, die für ihre Frauen Blumen kaufen“, sagt er. Frauen kaufen für ihre Männer, aber auch für die beste Freundin. Und auch so mancher Mann besorge schon mal einen Blumengruß, für den besten Kumpel oder für die Mitarbeiter im Büro.

Wer etwas von bleibendem Wert verschenken möchte, greift gerne zu Schmuck: „Am Valentinstag kommen fast ausschließlich Männer, die etwas für ihre Partnerinnen suchen“, sagt Goldschmied Serhat Cifci, der in seinem kleinen Laden in der Waldstraße immer eine kleine Auswahl an Schmuckstücken ausstellt.

„Ich arbeite aber inzwischen zu 90 Prozent auf Bestellung.“ Die Kunden wüssten, dass sie etwa drei, vier Wochen vor dem besonderen Ereignis bestellen müssen.

„Es ist schon ein sehr emotionales Geschenk, wenn etwas ganz individuell gefertigt wird“, meint er. „Die Frau weiß, dass sich ihr Mann schon Wochen vorher Gedanken über das passende Geschenk gemacht hat.“ Gerne würden Anhänger für Halsketten genommen, in die der Lieblingsstein, ein Name, Initialen oder ein Datum eingearbeitet werden.

Ein sehr persönliches Geschenk zum Valentinstag kann auch ein Foto sein. „Wir haben viele Kundinnen, die ein Akt- oder ein Dessous-Foto für den Partner machen lassen“, sagt Fotografin Stephanie Eidens-Holl. Sie schaffe im Fotostudio in der Karl-Wilhelm-Straße eine „sichere Atmosphäre“, in der stilvolle Bilder entstehen könnten.

Federboa als Requisit beim Fotografen

Sie stellt Requisiten wie Federboas und Seidentücher zur Verfügung, die Kundinnen brächten ihre Dessous, aber auch Schmuck oder Hüte mit zum Fotoshooting. „Immer wieder kommen positive Rückmeldungen“, freut sich die Fotografin. „Nicht selten kommen die Frauen später mit ihren Männern, um ein Paarfoto machen zu lassen.“

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