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Corona-Teststrategie

Karlsruher Hausärzte klagen über dramatische Lage

Die Karlsruher Corona-Schwerpunktpraxen kommen mit dem Testen kaum noch hinterher. Den Unmut über Wartezeiten und Absagen lassen immer mehr Patienten am Personal aus. Die Lage sei zunehmend außer Kontrolle, berichtet ein Karlsruher Hausarzt.

Tägliche Routine: Seit August macht Berthold Borst täglich drei Stunden Abstriche aus dem Rachen und der Nase von Patienten mit einer möglichen Corona-Infektion. Foto: Jörg Donecker

In den vergangenen Tagen hat sich die Situation in den Karlsruher Corona-Schwerpunktpraxen deutlich verschärft. Ärzte müssen häufiger entscheiden, wer zuerst getestet wird und wer warten muss. Die Praxis-Mitarbeiter sehen sich am Telefon vermehrt Beleidigungen oder Diskussionen ausgesetzt. Auch in den Laboren dauert die Auswertung der Proben deutlich länger als noch vor vier Wochen.

„Die Lage ist zunehmend außer Kontrolle. Das berichten auch viele Kollegen“, sagt Berthold Borst. Der Allgemeinmediziner betreibt in der Eckenerstraße eine der 36 Karlsruher Schwerpunktpraxen. Seit August nimmt er jeden Wochentag drei Stunden in voller Schutzmontur Proben aus Rachen und Nase, gut 700 sind seitdem zusammengekommen. In den vergangenen sieben Tagen habe sich die Situation deutlich zugespitzt. Längst nicht jeder bekommt, wie noch im Spätsommer, schnell einen Termin.

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