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In Ischgl mit Coronavirus angesteckt

Karlsruher Hausmeister kämpfte zwei Wochen im Corona-Koma ums Überleben

Wie viele Touristen hatte sich der Karlsruher Hausmeister Christoph Soja im Ischgl-Urlaub mit dem Coronavirus angesteckt. Zwei Wochen lag der 60-Jährige im künstlichen Koma. Sein Überlebenskampf war alles andere als leicht.

Zurück bei der Arbeit: Christoph Soja fiel nach seiner Covid-19-Erkrankung fast drei Monate aus. Seit vier Wochen ist er zurück an der Sophie-Scholl-Realschule in Karlsruhe. Foto: jodo

Die Abdrücke auf den Wangen zeugen noch immer von dem, was Christoph Soja durchgemacht hat. Sie stammen von der Maske des Beatmungsgeräts, das ihn im März zwei Wochen lang mit Luft versorgte. Zwei Wochen, in denen nicht klar war, ob er wieder aufwacht. In denen Ärzte seine Frau auf das Schlimmste vorbereiteten. Und in denen Deutschland im Eilverfahren das öffentliche Leben weitgehend einfror, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, das Soja in sich trug.

Fast vier Monate später sitzt Soja in seinem Hausmeister-Büro in der Karlsruher Sophie-Scholl-Realschule. Die Krankheit hat er hinter sich gelassen. Vor wenigen Tagen untersuchte ihn ein Lungenspezialist. Alles war unauffällig. Das Coronavirus hat offenbar keine Spuren hinterlassen.

Christoph Soja hat seinen Kampf gewonnen. Die Ärzte gehen davon aus, dass er nun für Monate, wenn nicht Jahre immun ist. Doch im Alltag ist er jeden Tag mit dem gesellschaftlichen Kampf gegen eine erneute Ausbreitung konfrontiert. Durch die Scheibe seines Büros blickt er auf die verwaiste Aula des 70er-Jahre Baus. Selbst in den Pausen schleichen nur wenige Schüler durch das Gebäude. „Es ist schon traurig, das Leben fehlt einfach”, sagt Soja.

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