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Transgender Day of Remembrance

Karlsruher Jugendzentrum organisiert Gedenkmarsch für Opfer transphober Gewalt

In jedem Jahr gedenkt die Welt am 20. November den Opfern von transphober Gewalt. Das queere Jugendzentrum „LA ViE“ organisiert am Freitag einen stillen Gedenkspaziergang durch die Karlsruher Innenstadt.

Weltweit Opfer: Anfang Oktober gingen Menschen in New York auf die Straße, um gegen die Schüsse auf Roxanne Moore, einer Transfrau, zu demonstrieren. Sie wurde von der Polizei mit 16 Schuss erschossen, nachdem sie in der Öffentlichkeit mit einer Waffe hantierte. Foto: John Lamparski/SOPA Images via Z

Der weltweit verstorbenen Opfern von transphober Gewalt wird am 20. November mit einem „Transgender Day of Remembrance“ gedacht. Auch das Karlsruher Jugendzentrum „La Vie“ des Stadtjugendausschusses beteiligt sich mit einem stillen Gedenkspaziergang durch die Karlsruher Innenstadt.

„Das Problem gibt es weltweit, das muss sichtbar gemacht werden“, sagt Juli Avemark, die das queere Jugendzentrum leitet und mit ihren Kollegen Elisabeth Steiner und Denis Welzenbach den Gedenkmarsch organisiert hat. Seit Oktober 2019 seien weltweit mindestens 430 Transmenschen gestorben, die zum Teil Opfer von schweren Gewaltverbrechen wurden.

„Gerade während Corona haben unlängst neue Studien gezeigt, dass von Diskriminierung betroffene Gruppen wie beispielsweise LSBTTIQ-Personen besonders unter Isolation und Einsamkeit leiden“, erklärt sie. In der Öffentlichkeit würden sie dadurch noch unsichtbarer. Das wolle man nicht, sondern im Gegenteil die Themen von queeren Menschen öffentlich machen und für Akzeptanz werben.

Das Problem gibt es weltweit, das muss sichtbar gemacht werden.
Juli Avemark, Leiterin

Unter Einhaltung der Abstands- und Maskenpflicht rufen die Organisatoren des Jugendzentrums am Freitag zu dem Gedenkmarsch auf, um ein Zeichen zusetzen. Treffpunkt ist um 17 Uhr am Stephanplatz. Über Erbprinzenstraße und Rondellplatz geht es dann für ein Abschlussfoto zum Platz der Grundrechte.

Schwimmnudeln garantieren Abstand

„Wir hoffen auf 40 Menschen“, sagt Juli Avemark. Die Teilnehmer sollen mit Schwimmnudeln in den Transgender-Farben Blau, Rosa oder Weiß eine Kette bilden, um so den Abstand von 1,50 Meter einzuhalten. Zudem bereitet das Jugendzentrum Plakate vor, die mit Fotos an die Opfer erinnern sollen.

Das Jugendzentrum „La Vie“ in der Südstadt gibt es seit 2016 und war das erste Jugendhaus mit hauptamtlichen Mitarbeitern in Baden-Württemberg, das speziell für LSBTI (Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Trans, Inter)-Jugendliche ins Leben gerufen wurde. „Es wird sehr gut angenommen“, sagt Juli Avemark. Die jungen Menschen hätten ein großes Bedürfnis nach Beratung und Unterstützung.

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