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Mehr als ein Pressesprecher

Kevin Leppien ist beim Karlsruher Weihnachtscircus der Macher hinter den Kulissen

In der Manege sieht man Kevin Leppien nicht. Dennoch ist er ein wichtiger Mann beim Karlsruher Weihnachtscircus. Er kümmert sich um Genehmigungen, Werbeplakate – oder auch um ein Zirkuszelt in den badischen Farben.

Seit 2012 dabei: Kevin Leppien ist beim Weihnachtscircus für das Organisatorische zuständig. Er führt auch Besucher durch das Zelt. Foto: Jörg Donecker

„Kein Tag ist wie der andere“, sagt Kevin Leppien, Pressesprecher des Karlsruher Weihnachtscircus, auf die Frage, was ihn an seinem Job am meisten fasziniert.

Der 29-Jährige ist seit 2012 Teil des weihnachtlichen Spektakels auf dem Messplatz. Rund 80 Akteure arbeiten vor und hinter den Kulissen daran, Magisches entstehen zu lassen – von der Akrobatin, der Kassiererin, dem Clown bis zum Aufbauhelfer.

Kevin Leppien hat schon in so ziemlich allen Funktionen ausgeholfen – wenn Not am Mann war. „Außer in der Manege natürlich“, sagt der Westfale trocken. Denn Leppien ist für das Organisatorische des Zirkusbetriebs zuständig.

Unkonventionelle Wünsche: Zelt des Karlsruher Weihnachtscircus in badischen Farben

Der Veranstaltungskaufmann kümmert sich um behördliche Genehmigungen, sorgt dafür, dass Zugang zu Wasser und Strom vorhanden ist oder lässt Werbeplakate für das Event kleben. Der Zirkusmann aus Dülmen lässt auch mal eher unkonventionelle Wünsche umsetzen. So als das Karlsruher Marktamt bei der Premiere damals ein Zirkuszelt in den badischen Farben wünschte.

Wir müssen uns ständig an den neuen Regeln orientieren.
Kevin Leppien, Pressesprecher

Ergriffen vom Schausteller-Virus wurde Leppien schon früh. „Das erste Mal im Zirkus war ich mit sechs. Mich hat das total fasziniert. Ich war immer da, wenn der Zirkus im Ort war“, erinnert er sich. Keine Frage, in Corona-Zeiten ist die Aufgaben-Fülle des „Zirkus-Managers“ noch einmal deutlich gewachsen. „Wir müssen uns ständig an den neuen Regeln orientieren. Aktuell ist bei uns 2G-plus. 500 Gäste dürfen ins Zelt, kürzlich waren es noch 700. Man muss immer auf dem Laufenden sein.“

Herausforderung für den Karlsruher Weihnachtscircus sind die Einreiseregeln

Allein die Einreisebestimmungen für die internationale Künstlerschar im Auge zu behalten, sei nicht ohne. Im Ensemble habe man Protagonisten unter anderem aus Russland, Ungarn, Griechenland oder der Ukraine. „Das ist schon eine Herausforderung“, sagt der Macher hinter den Kulissen, der regelmäßig die Führungen für BNN-Leser übernimmt.

Wir sorgen dafür, dass die Menschen dem Alltag entfliehen können.
Kevin Leppien, Pressesprecher

Eines stellt er ebenfalls fest: Die Gäste dürsten in Zeiten der Pandemie nach Unterhaltung. „Als wir hier die erste Vorstellung hatten, bekam ich eine Gänsehaut. Wir sorgen dafür, dass die Menschen dem Alltag entfliehen können. Dafür lohnt sich der ganze Aufwand.“

Wenn der Star-Clown aus Ungarn Kinder zum Lachen bringt oder Rollschuh-Artistik, Jonglage und Papageien-Show die Menschen verzaubern, dann sei dies Bestätigung genug. Auch wenn es nicht immer ganz einfach sei im rollenden Tross das ganze Jahr über unterwegs zu sein – „wir sind wie eine Familie. Das ist schon besonders“, so Leppien.

Hoffen auf schwarze Null in der Corona-Zeit

Der Drang der Künstler im Zelt die Menschen zu verzaubern, überstrahle auch die aktuellen Restriktionen. Verdienen werde man in dieser Saison aufgrund der Corona-Regeln wenig bis nichts. „2019 hatten wir 42.000 Besucher. 2020 fiel der Circus aus. Dieses Mal sind wir froh, wenn wir mit einer schwarzen Null rausgehen. Egal, Hauptsache, die Artisten können auftreten und haben eine Perspektive“, sagt der Pressemann mit Nachdruck.

Service

Bis zum 9. Januar gastiert der Circus auf dem Messplatz.

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