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Informationen des Ordungsamtes

Kaum Anstieg von häuslicher Gewalt in Karlsruhe während Corona-Krise

Während der strengen Kontaktbeschränkungen rechneten Experten mit einer Zunahme von Gewalt gegenüber Frauen und Kindern. In Karlsruhe haben sich solche Befürchtungen laut den Erhebungen des Ordnungsamts nicht bestätigt. Allerdings werden nicht alle Fälle gemeldet.

Familien im Krisenmodus: Während der strengen Kontaktbeschränkungen wurden in Karlsruhe nicht signifikant mehr Fälle von häuslicher Gewalt gemeldet. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie ist die Zahl der Fälle von häuslicher Gewalt in Karlsruhe nicht signifikant angestiegen. Dennoch sei davon auszugehen, dass es für Betroffene während des Lockdowns schwieriger war, sich Hilfe zu holen, teilt das Ordnungsamt in einer Stellungnahme auf einer Anfrage der Grünen-Fraktion im Durlacher Ortschaftsrat mit. Deshalb müsse man bei der Gewalt gegenüber Frauen und Kindern – wie auch schon vor Corona – immer von einer gewissen Dunkelziffer ausgehen.

In Durlach wurden während der vergangenen 20 Wochen zwölf Fälle von häuslicher Gewalt gemeldet. Engpässe in den Frauenhäusern hat es in Karlsruhe seither nicht gegeben. Am Mittwoch wird die Stellungnahme der Stadtverwaltung im öffentlichen Teil der Sitzung des Ortschaftsrats Durlach diskutiert.

Drei Prozent aller Frauen wurden laut einer Studie Opfer von körperlicher Gewalt

Die Grünen hatten ihren Vorstoß durch den prognostizierten Anstieg von häuslichen Gewaltfällen währen der Corona-Krise begründet. Die gesetzlich verordnete räumliche Enge sowie der Verlust des Arbeitsplatzes oder finanzielle Engpässe stellten für viele Familien eine echte Ausnahmesituation dar, argumentierten die Grünen. Außerdem vermeldeten mehrere Studien einen Anstieg der Fallzahlen in der Bundesrepublik.

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