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Diskussion um Bude am Europaplatz

Verkaufs-Pavillons in Karlsruhe: „Der Kiosk ist ein Stück Heimat“

Während die Zukunft der Verkaufsbude auf dem Europaplatz noch unklar ist, brechen viele Karlsruher Kiosk-Kunden eine Lanze für die noch vorhandenen Exemplare im Stadtgebiet. Hat diese nostalgische Form des Klein-Geschäfts eine Zukunft?

Fixpunkt im Quartier: Kioske wie der nahe dem Karl-Wilhelm-Platz in der Oststadt dienen der Versorgung und der Kommunikation. Foto: Jörg Donecker

Eine Packung Zigaretten, der Lottoschein, ein kurzer Plausch – die Kombination ist so etwas wie der Klassiker am Tresen von Ioannis Mavridis. Der Karlsruher sitzt hinter der Scheibe seines Kiosks nahe dem Karl-Wilhelm-Platz in der Oststadt, und er sieht dabei ein bisschen aus wie ein Geistlicher im Beichtstuhl. Kiosk ist immer auch Kommunikation, und Ioannis Mavridis ist da erkennbar Profi.

Sein Kollege Torsten Kroll vom Kiosk am Entenfang auch. Er gibt zu bedenken, dass das Geschäft nicht einfacher wird. Online-Handel, die großen Discounter, der wachsende Stress – das bleibe nicht ohne Wirkung. Die Architektur seines Geschäfts jedenfalls ist weithin einmalig. „Toll, dass es so was noch gibt“, sagen die Leute.

Ein Kiosk ist ins Gerede gekommen in Karlsruhe. Der am Europaplatz. Er musste anlässlich des Kombi-Stadtumbaus das Feld räumen und fristet seither als Provisorium ein randständiges Dasein. Betreiber und Kundschaft fieberten dem Tag entgegen, da er wieder mitten auf dem Euro zum Stehen kommen würde – bis ein beim Oberbürgermeister angedockter Planerkreis den Fortbestand des Kiosks an dieser Stelle entgegen bisherigen Beteuerungen infrage stellte.

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