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PH, HKA und KIT erzählen

Studium an Karlsruher Hochschulen klappt im Großen und Ganzen trotz Corona

Im vergangenen Wintersemester sind viele Studierende ins Uni-Leben gestartet, ohne jemals die Uni von innen zu sehen. Wie läuft das Studium in der Corona-Pandemie?

Ein leerer Hörsaal an einer Universität. Wegen Corona findet das Studium zu Großteilen als Homeschooling statt. Foto: Imago Images/Olaf Döring

Wie sind die „Corona-Erstsemester“, die im vergangenen Jahr ihr Studium begonnen haben, an den Unis angekommen? Den Umständen entsprechend ganz gut, könnte man sagen. Das jedenfalls ist der Tenor einer Umfrage der BNN bei den großen Karlsruher Hochschulen.

„Insgesamt ist es besser gelaufen als erwartet“, bilanziert etwa Christian Gleser, Prorektor für Studium und Lehre an der Pädagogischen Hochschule (PH). Die Mitarbeit der Studierenden in Online-Vorlesungen und digitalen Seminaren sei gut, genau so wie die Klausurergebnisse. „Andererseits gibt es Studierende, die noch nie an der Hochschule waren“, so Gleser.

Es fehlten Anlaufpunkte und Aufenthaltsorte, wie sie vor der Pandemie vor allem das Studierendenwerk geboten habe. „Mittlerweile sind fast gar keine Studierenden mehr auf dem Campus“, sagt Gleser.

Christian Gleser, Prorektor für Studium und Lehre an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, ist im Großen und Ganzen zufrieden mit dem Studium unter Pandemie-Bedingungen. Foto: David Manherz/Pädagogische Hochschule Karlsruhe

Dafür verzeichne die psychotherapeutische Beratungsstelle des Studierendenwerkes mehr Zulauf. Trotz der fehlenden Sozialkontakte haben sich aber während Corona 20 PH-Studierende zusammengetan und in der Politikwissenschaft eine neue Fachschaft gebildet.

Karlsruher Studierende laut einer Befragung zufrieden mit Corona-Bedingungen

Dass ein Studium auch am WG-Küchentisch gut klappen kann, haben die Informatikstudierenden der Hochschule Karlsruhe (HKA) in einer Befragung des CHE-Hochschulrankings angegeben. Fast 80 Prozent der Befragten bewerten den Umgang der HKA mit der Corona-Pandemie als sehr gut oder gut. „Digitale Lehre hat ja auch Vorteile“, sagt HKA-Sprecherin Cordula Boll. „Man kann beispielsweise mal eine Video-Vorlesung anhalten und wiederholen.“

Auch die Studienberatung laufe hauptsächlich online. So bietet die HKA in den kommenden Wochen mehrere digitale Beratungs- und Infoabende an. Am 12. Juni findet außerdem an PH und HKA jeweils ein virtueller Campustag für Studieninteressierte statt.

Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist der jährliche Infotag bereits im Herbst digital über die Bühne gegangen – mit großer Resonanz, wie Vizepräsident Alexander Wanner betont. Für das anstehende Wintersemester hofft Wanner auf mehr Präsenzbetrieb. „Wir sind zuversichtlich, dass wir ein normaleres Semester haben werden als letzten Winter“, sagt er. „Das geht aber nur, wenn die Impfkampagne vorankommt und Studierende bis September alle geimpft werden können.“

KIT-Studierende lassen sich mit der Uni wegen Corona mehr Zeit

Auch 2020 hatte das KIT zunächst auf eine Mischung aus Online- und Präsenzlehre gehofft, dann aber angesichts steigender Infektionszahlen schnell umgeschwenkt. Trotzdem laufe das Studium gut, so Wanner: „Wir beobachten durchaus, dass es einen Studienfortschritt gibt.“ Zwar würden sich viele Studierende mehr Zeit lassen als früher, weil Veranstaltungen verschoben und Fristen verlängert wurden. Die üblichen Prüfungen hätten aber alle unter hoher Beteiligung stattgefunden.

Die Anzahl der Studienanfänger war im Wintersemester 2020/21 in Baden-Württemberg stark rückläufig, wie das Statistische Landesamt mitteilt. So immatrikulierten sich etwa 4. 100 Erstsemester oder 6,8 Prozent weniger als im Wintersemester 2019/20, was vor allem auf das Ausbleiben ausländischer Studierender zurückgeführt werden kann.

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