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Weihnachten in Karlsruhe

Konzept für Weihnachtsmarkt in Karlsruhe steht

Mehrere Wochen hat die Stadt Karlsruhe an einem Konzept für den Christkindlesmarkt gefeilt. Nun wurden die Eckpunkte veröffentlicht. Zäune und Masken sind ebenso Bestandteil des Konzepts wie Buden auf Marktplatz und Friedrichsplatz.

Stimmungsvoll im Advent: Kerzen und Dekorations-Artikel sind Klassiker auf dem Christkindlesmarkt. Foto: Peter Sandbiller

Maskenpflicht für Verkäufer und Besucher, Buden auf dem Marktplatz und dem Friedrichsplatz, Zäune zur Steuerung des Andrangs und eine Erhebung der persönlichen Besucherdaten beim Einlass: Die Stadtverwaltung hat ein Konzept für einen Christkindlesmarkt während der Corona-Pandemie vorgelegt.

Wenn es die Corona-Verordnung der Landesregierung erlaubt, soll die weihnachtliche Budenstadt am 26. November eröffnet werden und bis zum 6. Januar laufen. Die Entscheidung darüber trifft am Dienstag, 20. Oktober, der Gemeinderat.

„Eine Durchführung des Christkindlesmarkts in der bisher bekannten Form ist aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen nicht möglich“, schreibt die Stadt in der Beschlussvorlage. Weil der Christkindlesmarkt als wesentlicher Teil der Weihnachtsstadt Karlsruhe nicht nur wichtig für die Beschicker sei, sondern auch für Einzelhandel, Tourismus oder Gastronomie, wurden in den vergangenen Wochen die Rahmenbedingungen für die Durchführung eines solchen Events in Krisenzeiten festgezurrt.

Ausschank von Alkohol ist noch nicht sicher

Außer Maskenpflicht und Einlasskontrollen sieht das Konzept den Verzicht auf das übliche Rahmenprogramm mit Eröffnung, Standprämierung und Bühnenprogramm vor. Unter Umständen soll auch eine Trennung von Gastronomiebereich und den reinen Verkaufsständen von Händlern und Kunsthandwerkern erfolgen.

Ob ein Alkoholverbot verhängt wird, will die Stadt von der Entwicklung des regionalen Infektionsgeschehens und den Vorgaben der Landesregierung abhängig machen. Bislang sind Veranstaltungen mit bis zu 500 Teilnehmern ebenso erlaubt wie der Ausschank von alkoholischen Getränken.

Damit die Besucher auf dem Christkindlesmarkt problemlos Abstand halten können, sollen Stände auf dem gesamten Friedrichsplatz und dem Marktplatz aufgestellt werden. Dadurch können die für einen coronakonformen Weihnachtsmarkt erforderliche Vergrößerung und Entzerrung erreicht werden. Trotzdem dürfen wegen des vorgeschriebenen Abstands zwischen den einzelnen Buden wahrscheinlich weniger Stände aufgestellt werden als in den vergangenen Jahren.

Dezentrales Marktkonzept ist in Karlsruhe nicht möglich

Eine Verteilung der Stände auf mehreren dezentrale Standorten ist in Karlsruhe nach Einschätzung der Marktplaner nur bedingt möglich. Der Grund: Viele potenzielle Standorte wie Werder- oder Stephanplatz stehen während der Adventszeit für eine dauerhafte Nutzung nicht zur Verfügung, und auf der Kaiserstraße gibt wegen der Straßenbahnen zu wenig Platz.

Ob der Kirchplatz St. Stephan für den Christkindlesmarkt genutzt werden kann, hängt von Schausteller Willy Krusig ab. Bleibt dieser bei seiner Haltung, in diesem Jahr kein Kinderland auf dem Kirchplatz zu veranstalten, können zwischen der katholischen Stadtkirche und der Herrenstraße weitere Buden platziert werden.

Allerdings ist nach Einschätzung der Stadtverwaltung noch fraglich, wie viele Imbissbetreiber und Kunsthandwerker unter diesen Voraussetzungen tatsächlich auf dem Christkindlesmarkt arbeiten wollen. Um die Schausteller in der Krise zu unterstützen, will die Stadtverwaltung die Standgebühren halbieren. Dadurch verzichtet die Stadt nach eigenen Angaben auf Einnahmen in Höhe von 120.000 Euro. Außerdem schlagen für die Umzäunung und die Sicherheitskonzepte Mehrkosten von 377.000 Euro zu Buche.

Keine Flugshow mit dem Weihnachtsmann

Auf den Fliegenden Weihnachtsmann will das Marktamt in diesem Jahr verzichten. Die Flugshow des Hochseilartisten Falko Traber ist laut Stadtverwaltung in Süddeutschland zwar einzigartig und ein Markenzeichen des Marktes. Allerdings komme es bei den zweimal täglichen Flugshows immer zu größeren Menschenansammlungen.

Um dieses Gedränge zu entzerren, müsse der Platz unter dem fliegenden Rentierschlitten komplett freigehalten werden. Das sei aber nicht möglich, weil die Fläche für die Stände der Budenbetreiber benötigt wird.

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