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Von Sporen geht auch Gefahr für Mensch aus

Kranke Ahornbäume müssen in Karlsruhe gefällt werden

Die Rußrindenkrankheit macht den Bäumen in Karlsruhe schwer zu schaffen. Zuvor wurden sie durch die anhaltende Trockenheit geschwächt und damit für die Schädlinge anfällig. Jetzt sind einige Bäume mit blauer Sprühfarbe markiert.

Abgesperrte Halbinsel: Wegen der Rußrindenkrankheit der Ahornbäume setzt die Stadt an der Alb auf Vorsicht Foto: Peter Sandbiller

Von Maximilian Tichy

Dieser Sommer hat den Karlsruher Bäumen schwer zu schaffen gemacht. Wer an der Alb entlang spaziert, wird manchen Baum entdecken, den Baumpfleger der Stadt mit blauer Sprühfarbe markiert haben. Geschwächt von Trockenheit und Hitze, sind viele von ihnen Schädlingen zum Opfer gefallen.

Sie müssen gefällt werden, oder stehen unter Beobachtung. Besonders schwer getroffen hat es die Bäume auf der kleinen Halbinsel zwischen Dammerstock und Weiherfeld, wo der Reiherbach in die Alb fließt. Die Stadt hat dort vor einer Woche 16 Ahornbäume entdeckt, die von Rußrindenkrankheit befallen sind.

Die Halbinsel ist zur Zeit abgesperrt, denn von den Sporen des die Rußrindenkrankheit verursachenden Pilzes geht auch eine Gefahr für den Menschen aus. Das Einatmen der Pilzsporen kann Entzündungen in den Lungenbläschen verursachen. Auch Symptome wie Schüttelfrost, Reizhusten und Fieber können auftreten.

Bäume müssen schnellstmöglich gefällt werden

Die Bäume müssen möglichst bald gefällt werden, aber um eine weiträumige Ausbreitung der Pilzsporen zu verhindern, wird dafür schlechteres Wetter abgewartet.

Ein von Rußrindenkrankheit befallener Baum zeigt zum Anfang eines Befalls längliche Risse in der Rinde und Schleimfluss entlang des Stamms.

Es verwelken die Blätter und Äste in der Baumkrone sterben ab. Innerhalb weniger Monate stirbt der Baum, und es wird ein schwarzer Belag entlang des Stammes sichtbar. Der Baumstamm sieht aus, als wäre er verrußt. Tatsächlich handelt es sich dabei aber um die Sporenlager des Pilzes.

Das aktuelle Auftreten ist bei weitem nicht der erste Fall. Auch städtische Grünanlagen und Straßenbäume sind betroffen, allerdings sieht man im Gartenbauamt noch keine allgemeine Gefahr für die städtischen Ahornbäume. Die Situation sei „ertragbar“. Anders ist es im Stadtwald. Für ihn sei die Rußrindenkrankheit ein „signifikantes Problem“, erklärt ein Sprecher der Stadt gegenüber der BNN

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