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Neustart nach Lockdown

Karlsruher Museen öffnen wieder: Ausstellungen zu Kaffee und Räuber Hotzenplotz begeistern Besucher

Nach der wochenlangen Corona-Zwangspause dürfen in Karlsruhe die Museen wieder öffnen. Zwei große Häuser in der City locken Familien an.

Erkunden den „Kosmos Kaffee“: Monika und Christian Bockholt besuchen die Sonderausstellung im Naturkundemuseum. Foto: Jörg Donecker

Die Karlsruher Kultureinrichtungen durften am Wochenende wieder ihre Türen für Besucher öffnen. So auch das Naturkundemuseum in der Innenstadt und das Badische Landesmuseum im Karlsruher Schloss. Zahlreiche Besucher nutzten das Angebot am Pfingstwochenende.

Bereits seit Oktober vergangenen Jahres steht die Sonderausstellung „Kosmos Kaffee“, eine Wanderausstellung des Deutschen Museums, für Karlsruher Besucher im Naturkundemuseum bereit. Die Corona-Verordnung bremste die Schau zuletzt aus.

Alles rund um die braune Bohne

Nun geht es wieder los. Ein ausgeschilderter Rundgang führt durch die fünf Themenbereiche Biologie, Chemie, Technik, Ökonomie und Kultur des beliebten Getränks, von dem jeder Deutsche im Schnitt 162 Liter pro Jahr trinkt.

In gewohnt ruhiger Atmosphäre informiert die Ausstellung über chemische und technische Prozesse rund um die braune Bohne und die sozialen und ökonomischen Zusammenhänge des globalen Kaffeehandels. Auch die Kulturgeschichte des Kaffeetrinkens kommt nicht zu kurz.

Digitale, teils interaktiv gestalteten Elemente vervollständigen die Informationstafeln und Ausstellungsstücke. Hierbei muss vereinzelt mit Einschränkungen an den Medienstationen durch die Hygieneauflagen gerechnet werden. Touchscreen-Oberflächen können jedoch genutzt werden und werden in regelmäßigen Abständen gereinigt.

Auf den Museumsbesuch gefreut

Nicht nur die Kaffee-Ausstellung lockt die Besucher an. „Wir haben uns einfach gefreut, dass man mal wieder ins Museum kann“, teilt eine vierköpfige Familie mit. Neben der Sonderausstellung erwartet die Besucher wie gewohnt das „Vivarium“ im Erdgeschoss.

Dort können in verschiedenen Terrarien und Aquarien die tierischen Bewohner der jeweiligen Lebensräume und Klimazonen bestaunt werden. Nachdem der Rundgang beendet ist, sind bei den meisten Besuchern auch die 90 Minuten vorbei, auf welche die Besuchszeit begrenzt ist.

„Die Zeit hat bei uns gut gereicht. Alles liest man sowieso nicht immer“, versichert ein Pärchen am Ende seines Aufenthalts. 100 Besucher sind pro Zeitfenster erlaubt. Der Andrang hält sich am Samstagmorgen zunächst noch in Grenzen, wodurch Platz für spontane Besucher bleibt. Am Sonntagnachmittag ist das Naturkundemuseum dann komplett ausgebucht, und auch für Pfingstmontag hatten sich zügig einige Besucher angemeldet.

Zurück zum Räuber

Während Kaffee meist die Erwachsenen begeistert, hatten die Kinder am Pfingstwochenende viel Spaß an der „Räuber Hotzenplotz“-Familienausstellung im Badischen Landesmuseum. In warmes Licht getaucht und mit viel Holz gestaltet, laden verschiedene Spielstationen zum Mitmachen ein.

Mit einer Stempelkarte können acht verschiedene Aufgaben absolviert werden, wofür am Ende eine Urkunde als Belohnung winkt. „Da strahlen die Augen, die Freude bei den Kindern ist riesig“, erzählt eine Mitarbeiterin. Besonders da diese über die Geschichte des Räuber Hotzenplotz meist bestens Bescheid wüssten und so ihr Wissen spielerisch einbringen können.

Konzipiert ist die Mitmachausstellung für Grundschüler, aber auch älteren Mitbürgern ist die Geschichte von Ottfried Preußler aus ihrer Kindheit meist noch ein Begriff, was einen Besuch lohnend macht. Am Samstag sei schon viel los gewesen, Sonntag und Montag waren dann restlos ausgebucht, so eine Angestellte des Badischen Landesmuseum.

Am Eingang freut man sich über „gut vorbereitete Gäste“, welche einen reibungslosen Empfang ermöglichen. 15 Besucher werden alle 40 Minuten hereingebeten.

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