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Verkehr in Karlsruhe

Landschaftsschutz statt Autos: Das langsame Sterben der Karlsruher Nordtangente

Es ist der endgültige Todesstoß für den größten kommunalpolitischen Aufreger der vergangenen 100 Jahre. Mit der Ausweisung eines Landschaftsschutzgebiets werden Pläne einer durchgängigen Karlsruher Nordumfahrung beerdigt. Trotzdem wird an einigen Abschnitten der Trasse noch gebaut.

„So-da-Brücke“: Kommt das geplante Landschaftsschutzgebiet „Neureuter Feldflur“, dann wäre die Straßenbahnbrücke endgültig eine „So-da-Brücke“, also eine Brücke, die ohne erkennbaren Grund einfach „so da“ steht. Foto: Joerg Donecker

Wer mit der Stadtbahn der Linie S 11 von der Innenstadt Richtung Norden fährt, wird kurz nach der Haltestelle Haus Bethlehem vor der Linkskurve in Richtung Neureut sanft angehoben. Grund dafür ist eine Straßenbahnbrücke südlich der Welschneureuter Straße. Die gut 50 Meter lange Brücke ist seit der Fertigstellung der Hardtbahnlinie im Jahr 1979 ein sichtbares Zeichen für die damalige Nordtangentenplanung.

Unter der Brücke, wo in den 1970er Jahren eine mehrspurige Nordumfahrung für die Fächerstadt geplant war, tummeln sich heute jedoch lediglich Kaninchen. Und die Chancen, dass die Vierbeiner auch weiterhin genügend Platz zum Toben haben, stehen sehr gut. Noch bis zum 28. August läuft die Offenlage des geplanten Landschaftsschutzgebiets „Neureuter Feldflur“.

Anschließend werden die Einwände geprüft und bereits im Herbst könnte zwischen Neureut und der Nordweststadt ein Schutzgebiet sämtliche Bauprojekte verhindern. Dann wäre die Straßenbahnbrücke endgültig eine „So-Da-Brücke“, also eine Brücke, die ohne erkennbaren Grund einfach „so da“ steht.

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