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Freiwillige Nachhilfe

Lernbrücken werden in Karlsruhe gut angenommen

Mit dem seit dieser Woche gestarteten freiwilligen Lern- und Förderprogramm „Lernbrücken” will das Kultusministerium Baden-Württemberg die Schüler auffangen, die in den Zeiten der Schulschließungen Lernprobleme hatten. Im Stadt- und Landkreis Karlsruhe nutzen 1.800 Schüler das Angebot.

Seit dieser Woche gestartet: Die Lernbrücken sind ein freiwilliges Nachhilfeprogramm in den Sommerferien, das vom Kultusministerium Baden-Württemberg initiiert wurde. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Nicht alle Schüler kamen mit dem Homeschooling zurecht, als die Schulen zu hatten. Bei manchen fehlte das technische Equipement, bei anderen die Unterstützung der Lehrer oder der Eltern, die selbst von zu Hause aus arbeiten mussten. Durch das Förderprogramm „Lernbrücken” will das Kultusministerium Baden-Württemberg die Schüler unterstützen, die während des Shutdowns ein Stück weit abgehängt wurden. Diesen Montag haben die zweiwöchigen Intensivkurse begonnen. Drei Stunden täglich werden die Schüler unter anderem in den Fächern Mathe und Deutsch intensiv von Lehrkräften betreut. In Karlsruhe wird das Angebot bislang gut angenommen.

In Karlsruhe haben sich vor den Schulferien etwa 1.800 Schüler an 87 staatlichen Schulen im Stadt- und Landkreis für das Lernprogramm angemeldet, wie das staatliche Schulamt mitteilte. Das Städtische Schul- und Sportamt konkretisierte die Zahlen für das Stadtgebiet: 1.179 Schüler haben sich laut Marius Blume von der Pressestelle der Stadt Karlsruhe für die Lernbrücken gemeldet – verteilt auf 43 Schulen, darunter elf Gymnasien, fünf Realschulen und 13 Grundschulen. Größtenteils können die Schüler an ihren jeweiligen Schulen unterrichtet werden. Nur bei den Schulen, die in den Sommerferien saniert werden, müssen die Kinder und Jugendlichen auf eine andere Bildungseinrichtung umsteigen.

Probleme bei der Organisation von Lehrkräften

Das Staatliche Schulamt hatte gegen Ende des Schuljahres bei den Schulen abgefragt, welche Schüler für die Lernbrücken infrage kommen würden. Die Lehrer traten daraufhin mit den Eltern in Kontakt und meldeten die Zahl der entsprechenden Schüler an das Schulamt. Die Schulleiter waren für die Organisation der Lehrkräfte zuständig, was sich als schwierig herausstellte.

„Zu Beginn war es nicht einfach, Lehrkräfte zu finden”, berichtet Blume. Auch die benötigten Materialien seien erst kurz vor Beginn der Lernbrücke bei den Schulen angekommen. „Es war alles etwas kurzfristig. Das Programm musste mit heißer Nadel gestrickt werden”, sagt auch Elke Rosenberg, stellvertretende Leiterin beim Staatlichen Schulamt Karlsruhe. Zwischenzeitlich gab es die Überlegung, Studenten einzusetzen. Das Schulamt entschied sich letztlich jedoch für eine andere Variante.

So setzen die Schulen neben Lehrern und pensionierten Lehrkräften auch Lehramtsanwärter ein, die im Februar diesen Jahres mit ihrem Referendariat angefangen haben. Außerdem erhielten 17 angehende Lehrer aus Karlsruhe zwei Wochen früher als geplant den Status „Beamter auf Probe” und konnten ebenfalls bei den Lernbrücken mitwirken. Rund 13 Millionen Euro gab das Kultusministerium Baden-Württemberg dafür als alleiniger Träger des Lern- und Förderprogramms aus.

Trotz einiger Probleme bei der Organisation erhielt das Staatliche Schulamt laut Rosenberg bisher positive Rückmeldungen aus den Schulen. Bis zum Beginn des Schuljahres am 14. September dauern die Intensivkurse noch an.

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