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Zweieinhalb Jahre Haft

Gefängnisstrafe für den Mann mit der Machete in der Karlsruher Südstadt

Der Mann, der im November vor einem Jahr einen Kontrahenten in der Karlsruher Südstadt mit einer Machete malträtiert hat, muss ins Gefängnis.

Landgericht verurteilt 33-Jährigen wegen gefährlicher Körperverletzung zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft. Foto: Uli Deck/dpa

Zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten hat das Landgericht Karlsruhe einen 33 Jahre alten Mann verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der gebürtige Heidelberger im November vergangenen Jahres einen damals 48-Jährigen in einem Mehrfamilienhaus in der Karlsruher Wilhelmstraße mit einer Machete schwer verletzt hat.

Mit ihrem Urteil blieb die Kammer unter Vorsitz von Landgerichts-Vizepräsident Ulrich Bunk unter dem Antrag von Staatsanwältin Caroline Blatt. Die Anklage-Vertreterin hatte drei Jahre und neun Monate Gefängnis gefordert, außerdem die Unterbringung des Täters in der Psychiatrie. Der Verteidiger des Mannes plädierte auf Freispruch seines Mandanten.

In seinem Urteil stützte sich das Gericht auch auf die Expertise des Psychiatrischen Sachverständigen Peter Winckler (Tübingen). Der Gerichtsgutachter hatte die fehlende Kooperationsbereitschaft des 33-Jährigen beklagt. Ausgeschlossen werden könne aber eine Schuldunfähigkeit wegen seelischer Störungen.

Opfer hat seither Taubheitsgefühle an der Hand

Bei der Begegnung des Täters mit seinem Opfer in dem Haus in der Wilhelmstraße hatte der 33-Jährige nach einem verbalen Streit zunächst Tritte verteilt, danach kam es zur Attacke mit der Machete.

Das Opfer trug dabei eine stark blutende Wunde an der linken Hand davon. Seither hat der Mann dort ein Taubheitsgefühl und Einschränkungen in der Beweglichkeit. Unzweifelhaft hätte die Waffe mit der 50 Zentimeter langen Klinge noch weitaus gefährlichere Folgen bewirken können.

Die Aufklärung des Sachverhalts und der Begleitumstände hatte die Strafkammer an den beiden vorangegangenen Verhandlungstagen vor Probleme gestellt. So gab das Opfer an, mit dem Täter keine gemeinsame Vorgeschichte gehabt zu haben. Außerdem hatte der Ältere die Tat erst später überhaupt gemeldet. Die Verletzung verarztete er zunächst selbst.

SEK stürmte Wohnung

Die Festnahme des 33-Jährigen sorgte in der ganzen Südstadt für erhebliches Aufsehen. Das SEK stürmte das Zimmer des Mannes und nahm ihn fest.

In der Untersuchungshaft und bei einem Haftprüfungstermin randalierte der zeitweise als Küchenhelfer tätig gewesene Südstädter. Seit der Tat vor gut einem Jahr hat es in Karlsruhe weitere Übergriffe gegeben, bei denen eine Machete eine Rolle spielte.

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