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Hilfspaket für November

Mühsamer Weg zur schnellen Hilfe: Karlsruher Gastronomen zwischen Bangen und Hoffen

Schnelle Hilfen hat die Politik vom November-Lockdown betroffenen Betrieben versprochen. Die Realität sieht etwas anders aus. Erst seit Ende November lassen sich überhaupt Anträge stellen. Für viele Betriebe hat nun das Warten begonnen, mit einem Vorschuss kann längst nicht jeder etwas anfangen.

Offen für Geschäftsreisende: Mareike Peschel steht im Hotel „Der Blaue Reiter“ in Durlach an der Rezeption. Das Hotel wartet derzeit weniger auf Gäste, sondern vielmehr auf dringend benötigte Hilfsgelder in sechsstelliger Höhe. Foto: Jörg Donecker

Auf Andrea Jägers Firmenkonto herrscht gähnende Leere. Wer bei der Besitzerin zweier Cafés in Karlsruhe etwas abbuchen möchte, blitzt derzeit ab. Selbst die Miete ist noch nicht bezahlt. Die November-Hilfe für vom Lockdown betroffene Betriebe hat Jäger bisher nicht erhalten. Weil ihr Steuerberater mit der ganzen Arbeit kaum hinterherkommt, ist noch nicht einmal der Antrag gestellt, sagt sie – obwohl das seit rund einer Woche möglich ist und danach relativ schnell eine erste Abschlagszahlung geleistet werden soll. In Anspruch nimmt den Vorschuss aber längst nicht jeder, vor allem größere Betriebe kommen damit nicht weit.

Höchstens 10.000 Euro können Unternehmen schon vor der Prüfung ihrer Unterlagen bekommen. „Das wäre ein Tropfen auf den heißen Stein, würde kaum den Verwaltungsaufwand decken“, sagt Marcus Fränkle, Leiter des Hotels „Der Blaue Reiter“ in Durlach. Im Hilfsantrag macht er für November rund 250.000 Euro geltend. Eingereicht hat ihn der Steuerberater des Hotels direkt am 25. November, dem Tag der Freischaltung des Portals. „Vor Januar oder gar Februar sehen wir bestimmt kein Geld“, zeigt sich der Hotelleiter skeptisch.

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