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Starker Standort der Naturkunde

Karlsruher Naturkundemuseum hat Stuttgarter Konkurrenz in einigen Bereichen schon abgehängt

Von lebenden Korallen bis zur ewig wachsenden Käfersammlung: Das Staatliche Naturkundemuseum Karlsruhe ist zugleich ein wichtiger Standort der Forschung und eine höchst populäre Adresse für Wissbegierige jeden Alters.

Anlaufstelle: Das Staatliche Naturkundemuseum Karlsruhe am Friedrichsplatz ist eine wichtige Adresse für Wissbegierige jeden Alters, aber auch unter Fachleuten. Foto: Jörg Donecker

Auf der Freitreppe vor dem mächtigen Portal des Naturkundemuseums in Karlsruhe improvisiert ein Elternpaar mit zwei Kindern ein Picknick nach dem Gang durch die Ausstellungen. Mit Blick auf den frostigen Friedrichsplatz macht die Familie das Beste aus den Corona-Einschränkungen an diesem Januartag. Bei eisigen Temperaturen ist das Vesper aus dem Rucksack frisch. Passanten kennen das Bild. Der historische Flügelbau zieht Menschen jeden Alters auf die Südseite des innerstädtischen Platzes. In normalen Jahren zählt das Haus rund 150.000 Besucher.

Von lebenden Korallen bis zur ewig wachsenden Käfersammlung: Das Staatliche Naturkundemuseum Karlsruhe ist ein Publikumsmagnet und auch in Pandemiezeiten so gefragt, dass zeitweise Menschen davor Schlange stehen. Aber das ist nur eine Seite dieser geschichtsträchtigen Adresse.

Wettstreit unter Wissenschaftlern um finanzielle Ausstattung

Hinter den Kulissen laufen ehrgeizige Wettstreits. In der Welt der Wissenschaft und im Ringen um finanzielle Ausstattung ist der Namensvetter in der Landeshauptstadt ein ewiger Konkurrent.

Umso mehr bedeutet den Karlsruher Experten, dass sie das Naturkundemuseum Stuttgart bei der Sammlung von Pilzen inzwischen klar überholt haben. Karlsruhes Botaniker, Insektenkundler, Geowissenschaftler und Zoologen mischen mit in der internationalen Forschung und beim Arten- und Naturschutz. Ihre Aufgabe ist auch, politische Entscheidungen in ökologischen und ökonomischen Fragen sachlich zu unterstützen.

Experten des Karlsruher Vivariums sind weltweit vernetzt

In der Meerwasseraquaristik spielen zudem die Fachleute des Vivariums in einer Top-Liga. Das Team, das unter anderem die Schwarzspitzen-Riffhaie Karli und Karla an Deutschlands größtem lebenden Korallenriff versorgt, kooperiert weltweit. Es tauscht Tipps, lebende Korallen, Tiere und sogar Personal aus mit Hai-Experten im Ozeaneum in Stralsund sowie Spitzen-Aquarianern in Tschechien, Spanien und den Niederlanden.

So sehen Besucher des Karlsruher Museums Riesenmolche aus nächster Nähe, den selten gezeigten Flughahn oder eigene Nachzuchten wie zuletzt bei den Blauen Waranen. Von der jährlichen Fangexpedition der Karlsruher Aquarienspezialisten vor der Insel Giglio im Mittelmeer profitieren sie zusammen mit einem exklusiver Kreis von Fachleuten. Von der jüngsten Fracht mit Kraken und Schwarmfischen etwa ging ein Teil in den Basler Zoo.

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