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Aufnahme in Tarifverbund

Neue Turmbergbahn: Pro Bahn betont Vorteile beim Umsteigen

Der Fahrgastverband Pro Bahn stellt sich ausdrücklich hinter die beschlossene Verlängerung und Kompletterneuerung der Durlacher Turmbergbahn. Er meldet sich mit Blick auf die Protestaktion der Gegner am Samstag zu Wort.

Halblang oder nicht: Die Karlsruher Pro-Bahn-Gruppe wirbt weiter energisch für eine Verlängerung der Turmbergbahn bis zur Endhaltestelle der Straßenbahn in Durlach. Foto: Jörg Donecker

Der Fahrgastverband Pro Bahn hält es auch für eine Frage des Taktes, ob die Turmbergbahn in Durlach bis zur Endhaltestelle der Straßenbahn in der Ebene verlängert wird. Nur mit der Verlängerung seien ein abgestimmter Fahrplantakt und ein einheitliches Ticketsystem zu haben.

Kurz vor der Menschenkette, die am Samstag, 3. Juli, ab 12 Uhr Gegner des Projekts ab der bisherigen Talstation bilden wollen, streichen Pro Bahn und die Ortsgruppe Karlsruhe des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) die Vorteile beim Umsteigen heraus. Damit werde das Angebot nicht nur attraktiver für Menschen, die schon bisher Bahn und Bus benutzen. deutlich steigern. Es werde auch Autofahrer zum Umsteigen bewegen.

Pro Bahn: Verknüpfung reduziert Autofahrten

Die Turmbergbahn werde nach der Verlängerung in den Tarifverbund des Karlsruher Verkehrsverbunds (KVV) aufgenommen. Das werde die Attraktivität der ältesten noch betriebenen Standseilbahn Deutschlands deutlich steigern. So werde ein weiteres wichtiges Ziel erreicht: „Durch die Verknüpfung der Turmbergbahn mit dem Straßenbahnnetz werden Autofahrten auf den Turmberg reduziert“, argumentieren die Karlsruher Umwelt- und Verkehrsinitiativen.

Es sei außerdem „erfreulich, dass die Verkehrsbetriebe so schnell reagiert haben und die Planungen nun vorantreiben, natürlich auch vor dem Hintergrund der barrierefreien Neugestaltung der Zugangsstationen und der Fahrzeuge“, so Pro Bahn.

Andere Vorschläge ohne Zugkraft

Alle Vorschläge, die in den vergangenen Jahrzehnten zum Lückenschluss und zur besseren Verknüpfung der Bergbahn mit der Straßenbahn diskutiert wurden, seien nach genauer Überprüfung im Vergleich zur jetzt vorgesehenen Planung durchgefallen, argumentiert der Fahrgastverband. Sie hätten für die Fahrgäste Nachteile und wären unattraktiver. Ein Pendelbus, so Pro Bahn, würde zusätzlich noch höhere Betriebskosten verursachen.

Der Fahrgastverband äußert aber Verständnis dafür, dass es vor der Realisierung noch Diskussionsbedarf gebe. Das gelte für die Ausgestaltung der Trasse und der neuen, barrierefreien Stationen und auch für die Gestaltung der Fahrzeuge.

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