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Fitness-Trend in Karlsruhe

Neuer Karlsruher Sportpark hat einen Parcours nach Vorbild der TV-Show „Ninja Warrior“

Die TV-Show „Ninja Warrior Germany“ läuft seit einigen Jahren in Deutschland. Mit Geschicklichkeit, Kraftausdauer, Athletik und Willenskraft bewältigen die Teilnehmer verschiedene Hindernisse. In Karlsruhe öffnet bald eine Ninja-Trainingshalle. Der Betreiber hat einen ganz besonderen Bezug zur RTL-Show.

Einfach mal Abhängen: Vier Mitglieder der Zirkusfamilie Sperlich (von links) – Siegfried, Joachim, Rene und Roy – üben an den Hindernissen für einen Videodreh. Bis auf Joachim haben alle schon an der RTL-Show „Ninja Warrior Germany“ teilgenommen. Foto: Jörg Donecker

Die große Stahlkonstruktion fällt beim Betreten der ehemaligen Industriehalle in der Ottostraße sofort ins Auge. Mehr als drei Meter ragen mehrere silberne Stützen in die Höhe. An Querträgern sind kleine Räder, Stangen, Seile oder Netze befestigt, mit deren Hilfe sich Sportler in luftiger Höhe vorankämpfen sollen.

16 verschieden schwere Hindernisse umfasst der Parcours, angelehnt an die RTL-Show „Ninja Warrior Germany“. Deutschlandweit gibt es etwa fünf ähnliche Trainingsanlagen, in der Region noch keine.

TV-Show wurde mehrmals in Karlsruhe aufgezeichnet

Geöffnet war die Karlsruher „Ninja World“ aufgrund der Corona-Pandemie noch keinen einzigen Tag. Trotzdem schlägt das Konzept bereits Wellen. Gut 1.700 Menschen folgen dem Instagram-Account, es gibt zahlreiche Sponsorenanfragen, die Nachfrage nach Gutscheinen und T-Shirts ist groß – nicht zuletzt, weil Betreiber Erik Balter einen ganz speziellen Bezug zur deutschen „Ninja-Community“ hat.

Vor gut einem Jahr begann der gelernte Physiotherapeut, der in Karlsruhe vier Praxen betreibt, mit der Planung. „Ich wollte schon immer einen Freizeitsportpark aufmachen“, erzählt er. „Was liegt da näher als ein Ninja-Parcours? Schließlich ist Karlsruhe Geburtsort des deutschen Trends.“

Der Unternehmer bezieht sich damit auf die RTL-Show, die bis zum Corona-Jahr 2020 in der Karlsruher Messe aufgezeichnet wurde. Von Beginn an dabei: Physiotherapeut Balter. Für den Sender übernahm er die Betreuung und Beratung der Kandidaten. „Diese Kontakte sind natürlich unbezahlbar“, sagt er heute.

Platz auch für andere Trendsportarten

In der Ottostraße begann im vergangenen Sommer der Umbau. Zunächst entfernte der werdende Fitness-Unternehmer mit viel Farbe und Putzmittel die Spuren, die zuvor Elektro-Karts in der 2.000 Quadratmeter großen Halle hinterlassen hatten. Unterstützt von vielen Freunden und Manager Jens Hauth baute er im Anschluss innerhalb weniger Wochen neben dem Ninja-Parcours auch Umkleiden und einen Empfangsbereich.

Den geplanten Öffnungstermin am 4. November verhinderte der zweite Lockdown. Balter und sein Team zogen deshalb einen erst später vorgesehenen Ausbau vor, auch Krafttraining sowie die Sport-Trends Parkour und Calisthenics will man anbieten.

Viele Show-Teilnehmer haben sich angekündigt

Herzstück bleibt aber der wuchtige Ninja-Aufbau. Viele Teilnehmer der RTL-Show haben sich bereits angekündigt. In dieser Woche waren vier Mitglieder der Zirkusfamilie Sperlich für einen Videodreh zu Gast, drei davon hatten in den vergangenen Jahren den TV-Parcours schon in Angriff genommen. „Bekannte Namen helfen uns sicher, um selbst bekannt zu werden“, sagt Balter.

Es gehe aber längst nicht nur um Fitness-Profis. „Wir möchten die Menschen auch vom Sofa locken und sie ausprobieren lassen.“ Die ersten beiden Hindernis-Strecken seien für jeden machbar, der „ein bisschen sportlich ist“. Im zweiten Teil des Stahlkonstrukts steigt das Schwierigkeitslevel, der erfordere „schon spezielle Fähigkeiten“.

Schnelle Erfolge will man nicht versprechen, aber mit genügend Begeisterung und Einsatz könne man „aus einem normalen Menschen einen Ninja machen, der an der Show teilnehmen kann“, sagt Balter. Trotz der Nähe zur TV-Produktion denkt der Unternehmer aber auch über andere Konzepte nach.

Gemeinsam mit anderen Ninja-Hallen will er eine deutsche „Ninja Liga“ etablieren, in deren Rangliste sich Sportler nach ihren Zeiten und Fähigkeiten einsortieren können. Vom eigenen Konzept ist Balter so überzeugt, dass die Pläne längst über die Ottostraße hinausgehen: Im Westen der Stadt soll bald der Aufbau einer zweiten Trainingshalle beginnen.

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