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9. November 1938 war Beginn der Vertreibung

Novemberpogrome in Karlsruhe: Ein Spießrutenlauf durch die prügelnde Menge

Die Reichspogromnacht ist eine der dunkelsten Stunden der deutschen Geschichte. In Karlsruhe wurden in dieser Nacht zwei Synagogen in Brand gesetzt und 400 jüdische Männer verhaftet.

Erinnerungskultur: Drei Gedenktafeln an der Kronenstraße erinnern an die Zerstörung der Synagoge in der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938. Foto: Jörg Donecker

Die Erinnerung an die Geschichte wird mitunter auch an ungewöhnlichen Orten gepflegt. Wer durch die Karlsruher Innenstadt spaziert und seinen Blick über die Bürgersteige schweifen lässt, dem fallen vor vielen Hauseingängen unweigerlich die Stolpersteine mit den Namen von zahlreichen vertriebenen und ermordeten Karlsruher Juden ins Auge. Und wer im Internet nach den Suchbegriffen „Karlsruhe“ und „Juden“ stöbert, landet auf der Seite gedenkbuch.infomedia.de.

Im virtuellen „Gedenkbuch der Karlsruher Juden“ sind mittlerweile die Namen von 1.072 jüdischen Mitbürgern aufgelistet, die von den Nationalsozialisten verfolgt, verschleppt und ermordet wurden. Für über 600 dieser Menschen wurden in den vergangenen Jahren bereits Biografien erstellt. „So können wir die Erinnerung an diese Menschen bewahren“, sagt Projektleiter Jürgen Schuhladen-Krämer vom Stadtarchiv Karlsruhe.

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