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Bisher 68.400 Anträge auf Briefwahl

OB-Wahl: Viele Karlsruher haben ihr Kreuz schon gemacht

Die Karlsruher OB-Wahl ist schon voll im Gange. Zahlreiche Bürger haben vor dem Urnengang am Nikolaustag ihr Kreuz schon gemacht.

Die Stimmabgabe läuft: Im Briefwahlbüro in der Kriegsstraße 100 können die Wähler schon jetzt ihr Kreuz machen. Foto: Jörg Donecker

Schon vor dem eigentlichen Urnengang am kommenden Sonntag ist die Karlsruher OB-Wahl voll im Gange: Stand Montagmorgen gingen bei der Stadt 68.400 Anträge auf Briefwahl ein. „Das übertrifft unsere Erwartungen“, sagt der Leiter des Briefwahlbüros, Andreas Pallo. Bei 233.000 Stimmberechtigten könnte der Briefwahlanteil am Ende bei etwa 70 Prozent liegen, schätzt das Wahlamt.

Zum Vergleich: Bei der Stuttgarter OB-Wahl lag der Anteil bei etwas über 50 Prozent. In Konstanz, wo anders als in Karlsruhe und Stuttgart vor der OB-Wahl an jeden Stimmberechtigten Briefwahlunterlagen verschickt wurden, kam man auf über 90 Prozent. In der Bodensee-Stadt bewarb man insgesamt massiv die Kampagne #konstanzwähltdaheim. Bei der Bundestagswahl 2017 hatten in Karlsruhe 55.000 und bei der Kommunalwahl 2019 rund 48.000 Bürger Anträge auf Briefwahl gestellt.

Bisher wurden in Karlsruhe 51.300 Briefwahlanträge online gestellt. Diese Möglichkeit besteht jedoch nur noch bis Dienstag, 1. Dezember, um 12 Uhr. So soll sichergestellt werden, dass die Unterlagen noch rechtzeitig ankommen und zurückgeschickt werden können.

Bis spätestens Mittwoch zur Post

„Wer seinen Stimmzettel per Post zurücksendet, sollte ihn spätestens am Mittwoch, 2. Dezember, in einen Briefkasten der Post werfen“, rät Wahlleiter Albert Käuflein. Das Briefwahlbüro in der Kriegsstraße 100 wiederum ist bis einschließlich Freitag, 4. Dezember, täglich von 10 bis 17 Uhr und am Freitag selbst sogar bis 18 Uhr geöffnet. „Traditionell wird die letzte Woche vor dem Urnengang nochmals stark“, weiß Pallo. Allerdings sei schwer vorhersehbar, wie es in Zeiten der Pandemie läuft. „Vielleicht wurde fast alles schon online erledigt.“

Zuletzt kamen Tag für Tag etwa 100 Wähler ins Briefwahlbüro, um Unterlagen abzuholen oder gleich vor Ort das Kreuz zu machen. „Am Freitag waren 135 Bürger hier, am Donnerstag 75“, bilanziert Pallo. 17 Mitarbeiter sind nun zum Endspurt im Einsatz, um Briefwähler zu bedienen.

Unterlagen gehen auch ins Ausland

Auch die 77 von der Post als unzustellbar zurückgekommenen Unterlagen wurden von dem Team bearbeitet: „Alle betroffenen Bürger wurden informiert. Entweder wir schicken die Unterlagen nochmals raus oder die Leute kommen zu uns ins Büro“, so Pallo.

Der Versand per Post verlaufe insgesamt sehr gut, sagt der Leiter des Briefwahlbüros. Rund 70 Mal schickte er Unterlagen ins Ausland, etwa nach Frankreich, Österreich und in die Schweiz sowie einmal nach Australien.

Rund 540 Kräfte werden am Sonntag ab 18 Uhr in der Garten- und Schwarzwaldhalle die Briefwahl auszählen, 650 Wahlhelfer sind in den Urnenbezirken im Einsatz. Das große Zählen beginnt dann um 18 Uhr, das vorläufige Endergebnis wird gegen 20.30/21 Uhr erwartet.

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