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Sorge wegen Personalausfall

Omikron-Welle kommt bei Ü60-Jährigen in Karlsruhe erst jetzt richtig an

In Karlsruhe infizieren sich immer mehr ältere Menschen mit Corona. Laut Kliniken sei die Zahl der Patienten aber weiterhin leicht zu managen. Der Personalausfall aufgrund von Infektionen bereitet den Einrichtungen weiter Sorgen.

Hand eines älteren Menschen an einem Gehstock
Vor allem ältere Menschen infizieren sich aktuell mit der Omikron-Variante. Foto: Oliver Berg/dpa

Die bundes- und landesweiten Infektionszahlen gehen zurück und auch an den Karlsruher Kliniken scheint sich die Corona-Lage langsam zu entschärfen. „Wir hoffen, dass sich die Lage in den kommenden Wochen weiter entspannt“, gibt sich Karl-Jürgen Lehmann aus dem Vorstand der ViDia-Kliniken leicht optimistisch.

Für Sorglosigkeit gebe es aber weiterhin keinen Anlass. Denn während die Inzidenzen bei den jüngeren Jahrgängen spürbar zurückgehen, scheint die Omikron-Welle bei den Ü60-Jahrgängen erst jetzt richtig anzukommen. Hier steigen nicht nur die Infektionszahlen, auch auf den Intensivstationen steigen die Belegungszahlen noch immer leicht an.

Allerdings weiterhin in einem Bereich, der von den Kliniken leicht zu managen ist. Von den Zahlen der Vorweihnachtszeit, als bis zu 40 Prozent der Intensivbetten mit Corona-Fällen belegt waren, ist man weit entfernt.

Martin Bentz, Direktor der Medizinischen Klinik III am Städtischen Klinikum, wird trotzdem nicht müde, insbesondere bei älteren und vorerkrankten Menschen für einen umfassenden und stets aktuellen Impfschutz zu werben. „Es ist die Altersgruppe, die uns am meisten Sorgen macht.“

Hoher Krankenstand beim Personal bereitet Karlsruher Kliniken Sorgen

Weiterhin große Sorgen bereitet allen Karlsruher Kliniken auch der hohe Krankenstand beim eigenen Personal. „Am zurückliegenden Wochenende hatten wir echte Probleme, die vorgesehenen Dienste komplett anbieten zu können.“ In dieser Woche sehe es zwar etwas stabiler aus, aber das können sich in einzelnen Bereichen täglich wieder ändern.

Auch Sandra Lehnert, Stellvertretende Pflegedirektorin am Städtischen Klinikum, spricht davon, dass die Mitarbeitenden weiterhin „maximal flexibel“ sein müssen, sprich an wechselnden Arbeitsplätzen eingesetzt werden. Dies bringe auch zusätzliche Belastungen mit sich, weil man sich am anderen Einsatzort auch immer mit geänderten Abläufen vertraut machen müsse.

Wegen der weiterhin sehr angespannten Personalsituation und um Patienten weiterhin optimal zu schützen, bleiben die Karlsruher Kliniken zumindest bis Ostern bei der bisherigen Besuchsregelung. Pro Patient ist täglich nur ein Besucher für maximal eine Stunde erlaubt und auch Masken- und Testpflicht bleiben unverändert.

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