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Happening

Viertägiges Kunstfestival „Art gerecht“ im Alten Schlachthof Karlsruhe geplant

Nach dem Lockdown sehnen sich viele Menschen wieder nach Kulturveranstaltungen. Ende September wird es mit „Art gerecht“ ein viertägiges Festival im Alten Schlachthof in Karlsruhe geben. Was die Besucher dort erwartet, verraten die Organisatoren aus Karlsruhe und München.
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Der 51-jährige Atilla Kirbas, der in der Karlsruher Oststadt aufgewachsen ist, betreibt seit einem Jahr im Alten Schlachthof die Galerie „Art 42“. Zuvor war der Kunstliebhaber und Sammler mit seinem Kunsthandel in Wörth. In Karlsruhe und dem neuen künstlerischen Umfeld fühlt er sich rundum wohl.

Das möchte der Karlsruher zeigen. Deshalb will er noch mehr kreative Energie in das Areal neben dem Messplatz holen: Gemeinsam mit dem Münchner Messeveranstalter und Kunstberater Raiko Schwalbe, der seit über zwölf Jahren Kunstmessen wie die „Stroke“ oder die „Art Muc“ organisiert, plant er ein mehrtägiges Kunstfestival.

Vom 30. September bis 3. Oktober präsentieren bei „Art gerecht“ lokale, aber auch überregionale Künstler Beispiele ihrer Arbeit – und das bei freiem Eintritt. „Es soll ein Happening zwischen Familie und Sammler werden“, so die beiden Organisatoren.

Haben viel vor: Der Karlsruher Atilla Kirbas und der Münchner Messeveranstalter Raiko Schwalbe (von links) veranstalten in Karlsruhe das Festival „Art gerecht“. Foto: Rake Hora

Sie binden viele Institutionen wie die Karlsruher Fächer GmbH, das K3 Kultur- und Kreativwirtschaftsbüro und den Verein Ausgeschlachtet ein. Dabei legen die Veranstalter großen Wert auf die Kommunikation und den Austausch zwischen Kunstschaffenden und Interessierten, vom „jungen Wilden bis hin zum Sammler“.

Das Miteinander steht im Vordergrund

„Die Besucher sollen keine Hemmschwelle zu einer Galerie haben“, sagt der 44-jährige Schwalbe. Das Viertel zwischen Fleischmarkthalle, Perfekt Futur und der Galerie „Art 42 solle belebt werden und das Miteinander im Vordergrund stehen.

Bei dem Festival Ende September sollen lokale Künstler wie Imthor (rechts) ihre Werke präsentieren können. Hier im Gespräch mit Galerist Atilla Kirbas und BNN-Redakteurin Tanja Rastätter. Foto: Rake Hora

Zugesagt haben bereits die Karlsruher Street-Art-Künstler Dome und Imthor sowie Berliner Street-Art-Kollegen. Weitere werden folgen – von zeitgenössischer Kunst über klassische bildende Kunst bis hin zur Malerei. Die Teilnehmer können sich bei den Organisatoren bewerben und werden von einer Jury kuratiert.

Live-Aktionen wie Modenschau oder Fotoshooting

Galerist Kirbas möchte authentische Arbeiten präsentieren und setzt dabei auf Live-Aktionen wie etwa Modenschauen und Fotoshootings sowie Bespielung der Außenbereiche.

Ziel der Veranstalter ist, das Festival jährlich zu organisieren und bei Erfolg eventuell auch den Messplatz miteinbeziehen.

Raiko Schwalbe aus München (rechts) veranstaltet seit zwölf Jahren Kunstmessen wie die „Stroke“ oder die „ArtMuc“. Foto: Rake Hora

Für die Schirmherrschaft der Veranstaltung konnten sie Karlsruhes Kulturbürgermeister Albert Käuflein gewinnen. Und dieser freut sich auf das Kulturereignis.

„Die Macher haben in Berlin, Hamburg und München bewiesen, dass sie etwas können. Ich bin zuversichtlich, dass die Pandemie-Situation im Herbst das Kulturfestival zulässt“, sagt Käuflein. „Die Menschen sehnen sich nach realen Begegnungen und nach der realen Erfahrung von Kultur.“

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