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Mit Pfarrerin Anne Helene Kratzert

ZDF-Fernseh-Ostergottesdienst aus Palmbach trägt Titel „Aufstehen“

Die Palmbacher Waldenserkirche war an Ostersonntag Schauplatz des vom ZDF live übertragenen Gottesdienstes mit dem Titel „Aufstehen“. Die 44 Minuten und 30 Sekunden waren genauestens vorbereitet.

Fernsehgottesdienst ZDF aus der Waldenserkirche Palmbach mit Pfr. Anne Helene Kratzert.
Pfarrerin Anne Helene Kratzert predigte zusammen mit drei Gemeindemitgliedern über die Auferstehungsgeschichte. Foto: Jörg Donecker

„Das war sehr, sehr schön“, freute sich Pfarrerin Anne Helene Kratzert. Sie hat am Sonntag in der Palmbacher Waldenserkirche einen im ZDF direkt übertragenen Ostergottesdienst gefeiert. Genauso euphorisch klang Simone Hahn von der evangelischen Fernseharbeit, die mit Kratzert zusammen den Gottesdienst konzipiert hatte.

Bevor die Feier losging, hat Hahn die Gemeinde sehr intensiv darauf vorbereitet, wie der Ablauf sein sollte. Und hinterher bescheinigte sie den Gläubigen in den Kirchenbänken: „Ihr wart super“. Und strahlte über alles, was sie zu bieten hatte.

Der Gottesdienst war auf die Minute geplant. Das Drehbuch für die insgesamt genau 44 Minuten und 30 Sekunden umfasste immerhin 32 Seiten. Dort waren alle Lieder und Texte genauestens verzeichnet. Auch die Predigt von Pfarrerin Kratzert, die sie zusammen mit den drei Gemeindemitgliedern Annette Trautwein, Ulf Könekamp und Elisabeth Kratzert zur Auferstehungsgeschichte aus dem Markusevangelium hielt. Annette, Ulf und Elisabeth erzählten die Erlebnisse aus ihrem jeweiligen Leben, die sie zur Erfahrung der Auferstehung geführt haben.

Zuvor hatte Ulf den der Predigt zugrunde liegenden Bibeltext gelesen, in dem davon berichtet wird, dass Maria, Maria Magdalena und Salome am Tag nach dem Sabbat den Leichnam salben wollten, ihn aber nicht mehr vorfanden. Stattdessen war der schwere Stein vor der Grabkammer weggeräumt und ein Engel berichtete den Frauen von der Auferstehung Christi.

Für Pfarrerin Kratzert war das Erlebnis der Frauen eine Katastrophe. Sie hatten Jesus begleitet, als er Gutes getan hatte, aber auch als man ihn anklagte, er gekreuzigt wurde und starb. Nun wollten sie den Leichnam salben – und fanden ihn nicht mehr vor. Aber der Engel tröstete sie, indem er ihnen von der Auferstehung erzählte und ihnen Hoffnung gab.

„Aufstehen“ war auch der gesamte Gottesdienst überschrieben.

Nach den Lebenserfahrungen der drei Gemeindemitglieder setzte die Pfarrerin ihre Predigt fort mit der Gewissheit, dass Gott die Leere des Grabes und an allen Orten zum Ort seiner Kraft mache. Kratzert: „Seit 2000 Jahren erzählen wir davon, seit 2000 Jahren leben wir aus der Hoffnung, die aus dieser Leere aufstand.“

Gott habe zwischen Karfreitag und Ostersonntag alles auf Null gestellt. Die Pfarrerin stellte hier auch den Zusammenhang zu aktuellen Katastrophen und Ungerechtigkeiten her. Und sie forderte die Menschen auf: „Gib nicht auf! Das bisschen Segen, das dir Gott immer wieder in deine Handfläche legt, wird reichen.“

Zusammen mit der Gemeinde und den Konfirmanden Charlotte Taibi, Marlin Kilgus, Antonia Donecker und Anton Klenert betete sie das von den Konfis geschriebene Glaubensbekenntnis. Die Konfis verbreiteten das Licht der Osterkerze in der Gemeinde. Musikalisch begleitet hat den Gottesdienst das Christoph-Georgii-Trio, das bei Gottesdiensten in Karlsruhe sehr oft zu hören ist.

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