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Am Rande der Querdenken-Demo

Antifa kritisiert Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken bei Polizeikessel in Karlsruhe

Kamen wirklich Pfefferspray und Schlagstöcke zum Einsatz – und wurden Demonstranten verletzt? War der Polizeieinsatz gerechtfertigt? Darüber diskutiert Karlsruhe nach dem Demogeschehen an Fronleichnam.

Polizisten mit Schlagstöcken und Pfefferspray hatten an Fronleichnam rund 50 Aktivisten der Antifa neben einer Querdenken-Kundgebung eingekesselt. Foto: Rake Hora

Nach einem Polizeieinsatz am Rande einer Querdenken-Versammlung an Fronleichnam in Karlsruhe gibt es weiterhin Kritik – und offene Fragen zu manchen der offiziellen Angaben. Einsatzkräfte hatten am Donnerstag in der Günther-Klotz-Anlage rund 50 Demonstranten eingekesselt, die dem Ruf des Antifaschistischen Aktionsbündnisses gefolgt waren, sich der Querdenken-Kundgebung entgegenzustellen.

Mit Mannschaftswagen, Pferden und Polizeireihen hatten die Einsatzkräfte die Antifa-Demonstranten zurückgedrängt, als diese sich der Versammlungsfläche der Querdenker näherten. Laut Polizeibericht setzten sich fünf Personen zur Wehr. Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) räumte später ein, man hätte die beiden Lager von vornherein besser trennen müssen. Zwischen den jeweils angemeldeten Versammlungsflächen in der „Klotze“ lagen nur wenige Meter und keine festen Absperrungen.

Unstimmigkeit herrscht nach den Demos darüber, ob Personen bei dem Einsatz verletzt wurden. Dem Polizeisprecher vor Ort waren keine Fälle von Verletzten bekannt, er sprach lediglich von einem Schwächeanfall. In der abschließenden Polizeimeldung fehlen Angaben zu möglichen Personenschäden komplett, hier werden nur Sachbeschädigungen an Fahrzeugen in der Umgebung erwähnt. Doch es gibt auch andere Sichtweisen.

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