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Rückkehr in die Realität

Schlosslichtspiele Karlsruhe 2021 noch bis 3. Oktober: Was Besucher wissen müssen

Noch bis zum 3. Oktober 2021 finden die Schlosslichtspiele in Karlsruhe statt. Wer also noch einmal das in bunte Farben getauchte Karlsruher Schloss sehen möchte, hat nicht mehr lange Zeit. Wann laufen die letzten Shows? Alle Infos im Überblick.

Eine der Shows bei den Schlosslichtspielen Karlsruhe ist „Synthetic Sonnets“ von Antonin Krizanic aus dem Jahr 2021. Foto: Uli Deck/dpa

Die Schlosslichtspiele in Karlsruhe sind für das Jahr 2021 zurückgekehrt an die Fassade des Schlosses. Noch bis zum 3. Oktober wird das Schloss am Abend illuminiert.

Auch 2021 können die Schlosslichtspiele Karlsruhe wegen Corona aber noch nicht in der bekannten Version stattfinden. Manches ist anders als gewohnt. Einige Regeln müssen Besucher einhalten. Trotzdem: Es werden wieder Lichtshows mit passender Musik live auf das Schloss projiziert.

Allerdings gibt es mehrere kurze Shows und parallel dazu weitere Lichtinstallationen in der Stadt. Beim Light Festival Karlsruhe können die Menschen an mehreren Stationen in der City Lichtkunst und Illuminationen erleben.

Schlosslichtspiele Karlsruhe

Die Karlsruher Schlosslichtspiele sind am 3. Oktober 2021 zu Ende gegangen. Sobald es Informationen zu den Schlosslichtspielen 2022 gibt, werden wir sie hier auf dieser Seite veröffentlichen. Bis dahin gibt es auf dieser Seite viele Bilder und Videos, um noch einmal in Erinnerungen zu schwelgen.

Inhalte auf dieser Seite:

Seit 2015 finden die Schlosslichtspiele Karlsruhe, die ursprünglich als einzigartiges Event geplant waren, vor dem Schloss statt. Foto: Uli Deck/dpa

Schlosslichtspiele Karlsruhe 2021: Programm und Uhrzeiten

Die Schlosslichtspiele in Karlsruhe gehen nach mehr als sechs Wochen am 3. Oktober zu Ende. Start war am 18. August 2021. Gestartet wird abhängig vom Zeitpunkt des Sonnenuntergangs gegen Ende früher.

Pro Abend werden zwei oder drei Shows gezeigt, die zusammen mehrmals wiederholt werden. Dazwischen gibt es kurze Pausen. Man kann also stets vorbeikommen und hat die Möglichkeit, innerhalb der voraussichtlich nächsten halben Stunde mehrere Shows zu sehen.

18. bis 29. August21 bis 23.30 Uhr
30. August bis 12. September20.30 bis ca. 23 Uhr
13. bis 19. September20 bis ca. 23 Uhr
20. September bis 3. Oktober19.30 bis ca. 22.30 Uhr

Wann sind welche Shows zu sehen?

An einem Abend der Schlosslichtspiele Karlsruhe sind zwei bis drei verschiedene Shows zu sehen, die nacheinander abgespielt und dann wiederholt werden.

Nach der Premierenwoche, in der ein Mix sämtlicher Shows gezeigt wird, folgen Show-Wochen. Das bedeutet, dass eine Woche stets einer Show gewidmet ist, die an jedem Abend dieser Woche als erste Show gezeigt wird. Die zweite und gegebenenfalls dritte Show variiert täglich.

Überblick über die Wochen der Schlosslichtspiele Karlsruhe:

18. bis 22. AugustPremierenwoche
23. bis 29. AugustKarlskompensator-Woche
30. August bis 5. SeptemberAttitude Indicator-Woche
6. bis 12. SeptemberGanesis-Woche
13. bis 19. SeptemberChanges3-Woche
20. bis 26. SeptemberSynthetic Sonnets-Woche
27. September bis 3. OktoberMatter Matters-Woche

Show-Ablauf in der aktuellen Woche:

27. SeptemberMatter Matters, Karlskompensator und Nucleus
28. SeptemberMatter Matters, Ganesis und Synthetic Sonnets
29. SeptemberMatter Matters, Legacy und 300 Fragments
30. SeptemberMatter Matters, Changes3 und Hands On
1. OktoberMatter Matters, Attitude Indicator und Nucleus
2. OktoberMatter Matters, Synthetic Sonnets und Karlskompensator
3. OktoberMatter Matters, Hands on und Ganesis

Kostet der Besuch der Schlosslichtspiele etwas?

Nein, die Veranstalter der Schlosslichtspiele Karlsruhe werden auch 2021 für die Show keinen Eintritt verlangen.

Wie lange gehen die Shows?

Die Länge der verschiedenen Shows bei den Schlosslichtspielen Karlsruhe sind unterschiedlich. Ein Block von zwei bis drei Shows dauert im Corona-Jahr rund 45 Minuten.

Wo finden die Schlosslichtspiele statt?

Man kann das Event vor dem Karlsruher Schloss anschauen. Zusätzlich findet das Light Festival Karlsruhe an mehreren Standorten in der Stadt statt.

Daneben wird es auch 2021 erneut eine Online-Version geben, um Beiträge anzusehen – ähnlich wie im Corona-Sommer 2020. Dies geschieht allerdings in kleinerem Umfang. Ab 18. August sind wieder die für 2020 produzierten Shows und zudem der „Karlskompensator“ online zu sehen. Den Link gibt es auf der Webseite des Lichtshow-Events. Abrufbar sind die Filme dann rund um die Uhr und nicht wie im vergangenen Jahr nur abends.

2020 mussten die Schlosslichtspiele Karlsruhe aufgrund der Corona-Pandemie virtuell stattfinden. 2021 kehren sie zurück an die Fassade. Foto: Uli Deck/dpa

Schlosslichtspiele Karlsruhe während Corona: Was ist 2021 anders?

Menschenmassen vor dem Schloss soll es nicht geben. Es ist auch nicht vorgesehen, dass die Zuschauer der Schlosslichtspiele Karlsruhe während der Corona-Pandemie wie früher oft üblich den ganzen Abend picknicken. Geplant ist keine Veranstaltung, die zum Verweilen einlädt. Im Vordergrund soll die Projektion stehen.

Essen- und Getränkestände soll es in Corona-Zeiten vor dem Karlsruher Schloss nicht geben. Zudem werden weder Sitzgelegenheiten noch Toiletten aufgebaut.

Die Organisatoren sind vor Ort und verfolgen das Geschehen. Grundsätzlich appellieren sie unter anderem per Durchsage an die Menschen, die Corona-Regeln einzuhalten. Passiert das nicht, erfolgt ein neuerlicher Aufruf, in Stufe zwei wird das Programm angehalten. Hilft das nicht, wird das Programm in letzter Konsequenz gestoppt.

Der Zugang zu den Karlsruher Schlosslichtspielen soll nicht begrenzt werden – weder durch Tickets noch durch einen Absperrzaun. Es gibt auch keine Registrierungspflicht. Der Eintritt ist weiter frei.

Allerdings sollen die Menschen durch Veränderungen im Ablauf dazu gebracht werden, dass Gelände der Schlosslichtspiele Karlsruhe wieder zu verlassen. Pro Abend werden jeweils nur zwei Shows gezeigt, die mehrfach wiederholt werden. Nach jedem Durchlauf geht wie im Kino am Ende des Films das Licht an. Ein Block dauert rund 45 Minuten. Eine Maske muss nur getragen werden, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Das Wasser rauscht über die Fassade: Bei den Schlosslichtspielen ist mit „Matter Matters“ wieder ein Beitrag der ungarischen Publikumslieblinge von Maxin10sity zu sehen. Foto: Screenshot: Maxin10sity

Shows der Schlosslichtspiele Karlsruhe 2021

In Corona-Zeiten ist bei den Schlosslichtspielen Karlsruhe 2021 kein Event geplant, welches Besucher zum Bleiben animiert. Auch durch das neue Light Festival, bei dem mehrere Punkte in der Innenstadt zusätzlich beleuchtet werden, sollen sich die Zuschauer in der Stadt verteilen und Karlsruhe in „neuem Licht“ sehen, wie die Veranstalter mitteilen.

Pro Abend werden immer nur zwei oder drei Shows gezeigt und dann wiederholt. Doch es lohnt sich, mehrere Abende vorbeizuschauen: Insgesamt sind nämlich vier komplett neue Werke im Programm. Außerdem werden drei Beiträge, die 2020 für die Digitalversion erarbeitet wurden, erstmals in echt auf die Fassade projiziert. Ein Wiedersehen mit besonders beliebten Stücken der Vorjahre gibt es auch.

Shows 2021 im Überblick

2020 wurden bei den Schlosslichtspielen Karlsruhe zwar Shows gezeigt, allerdings nur digital. Drei Shows, die dabei neu präsentiert wurden, finden 2021 ihren Weg an die Fassade des Schlosses.

Daneben gibt es vier komplett neue Shows bei den Schlosslichtspielen 2021:

  • „Synthetic Sonnets“ von Antonin Krizanic
  • „Nucleus“ von der Hochschule für Musik Karlsruhe
  • „Ganesis“ des Berliner Künstlers Spiegelball
  • „Karlskompensator“, die Siegerproduktion des BBBank-Newcomer-Preisträgers Crushed Eyes Media

Das verformte Schloss: Die ungarische Gruppe Maxin10sity spielt in ihrem Werk „Matter Matters”unter anderem mit Metall. Foto: Maxin10sity

Spiegelball: „Ganesis“

Völlig neue Wege geht der Berliner Künstler, der unter dem Namen Spiegelball auftritt, mit der Show „Ganesis“: Was die Zuschauer der Schlosslichtspiele Karlsruhe auf der Fassade sehen, wurde nämlich größtenteils von einer Künstlichen Intelligenz (KI) berechnet. Auch der Soundtrack wurde von einer KI komponiert.

Der Mensch tritt in den Hintergrund, die KI wird zur Künstlerin, das ist der Ansatz. Spiegelball fragt: Was kommt nach dem Menschen? „Ganesis“ erkundet die Evolution des Lebens und der modernen Technologie.

Crushed Eyes Media: „Karlskompensator“

Crushed Eyes Media heißt die Künstlergruppe, die den Besucher der Schlosslichtspiele Karlsruhe einlädt zu einer Reise in die Geschichte und Zukunft der Stadt Karlsruhe. Eine alte Rechenmaschine wird zum Zeitrad in der Show „Karlskompensator“. Da muss selbst der Markgraf auf der Fassade zwinkern.

Crushed Eyes Media mit Sitz in München und Hamburg gewann mit dem Beitrag den Newcomer-Preis der BBBank, die diese Auszeichnung im Jahr ihres 100-jährigen Bestehens erstmals vergibt. Die Künstler fordern die Zuschauer auf: „Folgen Sie uns auf dieser unendlichen Reise – denn die Geschichte für unsere Zukunft schreiben wir gemeinsam.“

Auf Zeitreise: Die Show „Karlskompensator“ ist erstmals bei den Schlosslichtspielen zu sehen. Produziert wurde sie von der Künstlergruppe Crushed Eyes Media. Foto: Screenshot: Crushed Eyes Media

Antonin Krizanic: „Synthetic Sonnets“

Für Fans der Schlosslichtspiele Karlsruhe ist Antonin Krizanic kein Unbekannter. 2019 präsentierte er die Show „Evolution of Love“ und war zudem an der „Woodstock Vision“ beteiligt. Nun ist er wieder dabei mit seinen synthetischen Sonetten.

In denen verdichtet er Zukunft und Gegenwart auf dem barocken Körper des Karlsruher Schlosses. Im Miteinander futuristischer und klassischer Elemente entwickelt sich ein Lied vom Beieinandersein in Verschiedenheit, so die Ankündigung. Der Remix zu Antonín Dvořáks 9. Symphonie „Aus der Neuen Welt“ von Dure Holiday begleitet diese Bilderfolge.

Hochschule für Musik: „Nucleus“

Im Jahr ihres 50. Geburtstags ist auch die Hochschule für Musik mit der Show „Nucleus“ Teil der Schlosslichtspiele Karlsruhe: Nervöse Töne zerren, stauchen, dehnen und formen „das Geschehen als Skulptur in der Zeit“. Eine audiovisuelle Gestalt erwächst auf der Schlossfassade, versprechen die Organisatoren. Grundlage ist Wolfgang Rihms gleichnamige Komposition.

Mit mehr als 400 Werken Neuer Musik schreibt der Karlsruher Komponist seit 40 Jahren Musikgeschichte. Die Aufnahmen des Konzerts, das auf das Schloss projiziert wird, sind umrahmt von organischen Gebilden – und die wiederum geschaffen vom Institut für Musikinformatik und Musikwissenschaft sowie dem Computer-Studio der Hochschule für Musik Karlsruhe.

The Nightlab TNL: „Attitude Indicator“

Wie wollen wir leben, wie soll unsere Zukunft aussehen? Diese Frage steht im Mittelpunkt der Show „Attitude Indicator“ der Bielefelder Künstlergruppe The Nightlab TNL. Zu sehen war sie 2020 schon bei der Digitalversion der Schlosslichtspiele Karlsruhe.

In acht Szenen erblicken die Zuschauer zwei mögliche Planeten Erde: zur Linken einen toten und zur Rechten einen lebendigen, gleich einer Weggabelung, an der die Richtung entschieden wird. Feuer und Wasser, Industrie und Natur, Verfall und Wachstum stehen sich gegenüber. Es liegt an uns zu entscheiden, in welcher Welt wir leben wollen, lautet die Botschaft der Künstler.

Ruestungsschmiede: „Changes³“

Auch „Changes3“ feierte 2020 online Premiere und ist jetzt in echt und groß auf dem Schloss zu erleben. Produziert wurde diese Show von der Künstlergruppe Ruestungsschmiede, die 2015 in Karlsruhe „Noise3“ zeigten. Der neue Beitrag kommt mit viel Dynamik daher, als Kontrast zum Stillstand der Corona-Zeit.

Der Sound soll das Publikum in einen Wahrnehmungstunnel und -taumel ziehen. Die Botschaft dahinter: Der Wandel liegt in den Händen der Menschen, wenn sie die Gestaltung ihrer Zukunft selbst in die Hand nehmen.

Maxin10sity: „Matter Matters“

Seit der Uraufführung der Schlosslichtspiele Karlsruhe im Jahr 2015 sind Maxin10sity aus Ungarn mit dabei – und am Ende so etwas wie der Publikumsliebling der Karlsruher. Auch 2020 präsentierten sie eine neue Show mit dem Titel „Matter Matters“.

Natürlich gibt es optische Effekte satt, und die Ungarn spielen mit der Architektur des Schlosses. Sie verwandeln die Gemäuer, die Fassade, die Fenster und die Portale in frei flottierende Muster und Zeichen. Die Steine des Schlosses werden schwerelos, und man hat den Eindruck, sie beginnen zu singen.

Motto 2021

Das Motto der Schlosslichtspiele Karlsruhe 2021 lautet „Das Leben in die Hand nehmen“. Die Veranstalter beziehen sich damit auf die Zeit nach Corona. Die Pandemie-Zeit sei von Einschränkungen, Angst und Abstand bestimmt gewesen. Dadurch sei das Leben immer mehr in den virtuellen Raum gerückt. Die Schlosslichtspiele Karlsruhe wollen die virtuellen Räume und den „realen“ Schlossgarten nun 2021 verbinden.

Light Festival Karlsruhe: Diese 11 Orte werden beleuchtet

Neben dem Karlsruher Schloss werden beim Light Festival Karlsruhe zehn weitere Stationen in der Stadt beleuchtet. Den Besuchern wird eine Art Rundgang durch die Stadt mit besonderer Lichtkunst geboten. Diese Orte sind ab Einbruch der Dämmerung Teil der Illuminationen:

  1. Schlossplatz
  2. Marktplatz (18. August bis 12. September)
  3. Naturkundemuseum (18. August bis 17. September)
  4. BNN-Gebäude Lammstraße (18. August bis 3. Oktober)
  5. Volkswohnung (18. August bis 17. September)
  6. KIT-Bibliothek (18. August bis 17. September)
  7. Nymphengarten (10. September bis 3. Oktober)
  8. Stephanienbrunnen (18. August bis 17. September)
  9. Alter Schlachthof (18. September bis 3. Oktober)
  10. Hebelstraße 21 (18. August bis 17. September)
  11. Festplatz (18. August bis 3. Oktober)

Am Marktplatz wird mit Lichtkunst ein Tagesablauf im Zeitraffer simuliert, zu sehen ist die Illumination alle fünf Minuten. Am Naturkundemuseum Karlsruhe können Besucher animierte Quallen bestaunen. Die Volkswohnung lässt sich anlässlich des 100-jährigen Jubiläums im kommenden Jahr mit farbigen Lichtern in Szene setzen, diese sind auf der nördlichen Fassade des Turms am Ettlinger-Tor-Platz zu sehen.

Astronaut Alexander Gerst wird alle 20 Minuten an die Fassade der KIT-Bibliothek projiziert, von wo aus er eine Grußbotschaft an seine noch nicht geborenen Enkel schickt. Er hatte am KIT Geophysik studiert. Die Videobotschaft wurde 2018 an Bord der Internationalen Raumstation ISS aufgenommen. Erst Mitte September startet die Installation von Nicola Falley im Nymphengarten. Sie verweist auf das Amalienschlösschen, von dem nur noch Teile vorhanden sind.

Zuletzt für eine Pop-Up-Galerie genutzt, wird das leerstehende Geschäft in der Hebelstraße 21 bei den Schlosslichtspielen Karlsruhe 2021 Teil des Light Festivals. Bei „Cartoon-Schrägstrich-Motion“ werden aktuelle Themen wie Klima und Corona behandelt. Auch drei Gebäude des Kongresszentrums werden illuminiert: der Kamin des ehemaligen Heizkraftwerks, der Glasgang der Gartenhalle und das Konzerthaus.

Schlosslichtspiele Karlsruhe 2021 Foto: Tanja Starck

Was sind die Schlosslichtspiele Karlsruhe überhaupt?

Die Lichtershow am Karlsruher Schloss ist ein Festival, welches als Projection Mapping bezeichnet wird. Projection Mapping ist eine Form der Medienkunst, bei der individuell angepasste Videoprojektionen auf ein Objekt projiziert werden – mit beliebig strukturierten Oberflächen.

Für das Lichtkunst-Festival entwickeln internationale Künstler ein 3D-Video-Mapping, das auf die Fassade des Karlsruher Schloss projiziert wird, und das jeden Abend über mehrere Wochen. Die Schlosslichtspiele Karlsruhe sind damit eines der größten audiovisuellen digitalen Kunstwerke Europas, wie die Veranstalter mitteilen.

Eine fantastische Reise vom Urknall durch schwarze Löcher zu unserem Sonnensystem bis auf die Erde: Mit diesem Programm war das Karlsruher Institut für Technologie 2019 zum ersten Mal mit einem eigenen Filmbeitrag bei den Schlosslichtspielen dabei. Foto: Jürgen Rösner / Maxin10sity_Our only blue One

Die Stadt Karlsruhe ist Teil des UNESCO Creative Cities Netzwerks. Damit wird Karlsruhe und den anderen Mitgliedern die Möglichkeit gegeben, neue Kontakte zu knüpfen, Impulse zu geben und Verbindungen zu Organisationen und Künstlern in den UNESCO Creative Cities aufzubauen.

Durch die Mitgliedschaft in diesem Netzwerk sollen internationale Vernetzung, Zusammenarbeit und Austausch zwischen Kulturinstitutionen, Künstlern und Experten der digitalen Kultur und Kreativwirtschaft auf internationaler Ebene gestärkt werden. Ziel ist es, kreative Innovationen zu fördern.

Veranstalter: Wer hinter den Schlosslichtspielen steckt

KME – Karlsruher Marketing und Event GMBH

Das Lichtkunst-Festival wird von der Karlsruher Marketing und Event GmbH unter der künstlerischen Leitung des ZKM veranstaltet. Die KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH ist für mehrere Großevents in Karlsruhe wie Das Fest oder das Indoor Meeting zuständig.

ZKM – Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe

Das ZKM – Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe ist eine weltweit bekannte Kulturinstitution. Es ist ein Haus aller Medien und bündelt Forschung und Produktion, Ausstellungen und Veranstaltungen, Archiv und Sammlungen. Vorstand des ZKM ist Peter Weibel.

Als einmaliges Event gestartet: Die Geschichte der Schlosslichtspiele

2015 wurde die Stadt Karlsruhe 300 Jahre alt. Der künstlerisch-wissenschaftliche Vorstand des Zentrums für Kunst und Medien, Peter Weibel, rief zu diesem Geburtstag die Schlosslichtspiele Karlsruhe ins Leben. Die Stadt organisierte in diesem Jahr einen Festivalsommer unter dem Titel KA300.

Karlsruhe ist als Fächerstadt bekannt und Weibel plante, das Schloss – den Mittelpunkt der Fächerstadt – als zentralen Ausgangspunkt für die Reflexionen zu wählen. In der Lichtshow wird Bezug auf die Fassade des Schlosses sowie auf die Stadtgeschichte genommen.

Zum 300. Geburtstag der Stadt Karlsruhe wurde das Schloss als Mittelpunkt der Fächerstadt erstmals mit Lichtershows in Szene gesetzt. Foto: Annette Borchardt-Wenzel

Das eigentlich als einmaliges Event geplante Projekt bekam 2015 eine derart gute Resonanz, dass der Karlsruher Gemeinderat eine dauerhafte Fortsetzung der Karlsruher Schlosslichtspiele beschloss. Die Lichtershow lockte seit 2015 rund 1,7 Millionen Besucher an das Schloss in Karlsruhe. Die Bilder, die bei den Shows entstehen, gehen um die ganze Welt.

Im Corona-Jahr 2020 mussten die Schlosslichtspiele aufgrund der Einschränkungen abgesagt werden. Stattdessen entwickelten die Veranstalter ein digitales Format, um das Event zu den Menschen zu bringen. Die virtuelle Eröffnung wurde durch zwei neue Shows begleitet. An den anderen Abenden konnte man jeweils ab 20.15 Uhr eine Auswahl der besten Stücke der vergangenen Jahre mithilfe eines Livestreams von zu Hause aus anschauen.

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