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Rundgang durch die Stadt

Schlosslichtspiele Karlsruhe gibt es wieder live zu erleben – Projektionen an zwölf Orten

Die Schlosslichtspiele gibt es ab 18. August wieder live im Herzen von Karlsruhe zu sehen. Doch einiges wird anders sein, als es die Zuschauer gewohnt sind.

Barockbau als XL-Fassade: Am 18. August starten die Schlosslichtspiele. Pro Abend gibt es jeweils zwei Beiträge zu sehen, die mehrfach wiederholt werden. Hier ein Einblick in den Beitrag „Nucleus“ der Hochschule für Musik. Foto: Hochschule für Musik

Die Schlosslichtspiele Karlsruhe kehren am 18. August zurück ins Herz der Stadtund fallen doch anders aus als gewohnt. „Es wird nicht alles sein wie 2019“, betonte Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) bei einer Pressekonferenz am Mittwoch.

Dass Menschen stundenlang eng gedrängt vor dem Schloss sitzen „und die ganze Hausbar auf der Schubkarre mitbringen“, sei in der Pandemie keine Option.

Stattdessen lade man die Menschen ein, die Shows im „Vorübergehen oder Vorüberstehen“ zu genießen, um dann weiter zu gehen in die City. Denn erstmals gibt es nicht nur Lichtkunst am Schloss, sondern ebenso an elf weiteren Orten zu erleben.

Lichtkunst an mehreren Orten in Karlsruhe: Auch BNN-Gebäude wird illuminiert

Station eins ist nahe beim Schloss die Lammstraße, wo der Sitz der BNN-Redaktion und die daneben liegenden Geschäftsstelle kunstvoll illuminiert werden. Am KIT-Campus wird Astronaut Alexander Gerst eine Grußbotschaft an seine noch nicht geborenen Enkel sprechen, was er 2019 noch auf der Schlossfassade tat.

Ansonsten reicht die Liste der Orte vom Substage auf dem Gelände des Alten Schlachthofs über den Marktplatz, den Festplatz und den Nymphengarten bis hin zum Stephanienbrunnen hinter der Postgalerie. „Wir laden die Menschen ein zu einem Rundgang und zu einem Erlebnisabend in der Innenstadt“, so Mentrup.

Cheforganisator Martin Wacker von der Karlsruhe Marketing und Event GmbH (KME) ist sicher: Auch das veränderte Format werde die Besucher begeistern. „Die Menschen sind froh, dass sie wieder zusammenkommen und etwas erleben können.“ Zwar gibt es auch diesen Sommer die 2020 pandemiebedingt gestartete Online-Version. „Aber ein Live-Erlebnis ist eben durch nichts zu ersetzen“, meint Wacker.

Menschen sollen bei den Schlosslichtspielen Karlsruhe nicht lange verweilen

Die Verantwortlichen hoffen auf Rücksicht und Verständnis der Zuschauer. „Die Menschen haben es am Ende selbst in der Hand“, erläutert Thomas Sauer, der für das Hygienekonzept verantwortlich ist. Ein Bestandteil dessen ist, dass die Menschen eben nicht lange verweilen, sondern wieder gehen. Deshalb werden pro Abend nur zwei Shows gezeigt, die dann je nach Tag drei, vier oder fünf Mal wiederholt werden. Nach jedem Durchlauf geht das Licht an.

„Das wird sein wie im Kino“, so Sauer. Die Organisatoren werden unter anderem per Durchsage regelmäßig an die Zuschauer appellieren, Abstände einzuhalten. „Wir beobachten die Lage und haben Ordner vor Ort“, kündigt Sauer an. Wenn Ansprache nicht helfe, gebe es als letzte Konsequenz den roten Knopf, um das Programm zu stoppen. „Dann würden wir den Platz runterfahren.“

Keine Getränkestände und keine WC bei den Schlosslichtspielen

Am Schlossplatz wird es weder Getränke- noch Essensstände und auch keine Toiletten geben. Die Schlosslichtspiele sind nicht als Veranstaltung, sondern als reine Fassadenbespielung konzipiert. Sie stehen unter der Überschrift „Das Leben in die Hand nehmen“.

Präsentiert werden bis zum 3. Oktober die drei Shows, die 2020 für die Digitalversion erarbeitet wurden, sowie vier neue Beiträge, erklärt Dominika Szope vom ZKM, das die künstlerische Verantwortung trägt. Außerdem werden beliebte Werke der Vorjahre gezeigt. Erstmals vergibt die BBBank zu ihrem 100-jährigen Bestehen einen Newcomer-Preis: Gewonnen hat den die Gruppe Crushed Eyes Media, die den Beitrag „Karlskompensator“ zeigt – eine Reise in die Geschichte und Zukunft Karlsruhes.

Infos zu den Schlosslichtspielen Karlsruhe

Mit der Show „Karlskompensator“ beginnen die Schlosslichtspiele am Mittwoch, 18. August, um 21 Uhr. Zudem ist dann noch das Werk „Matter Matters“ von der ungarischen Gruppe „Maxin10sity“ zu sehen, das letztmals um 22.45 Uhr gestartet wird. Die Spielzeiten werden dann immer wieder dem Sonnenuntergang angepasst. Die Lichtinstallationen sind ebenfalls ab Einbruch der Dunkelheit zu erleben. Der Eintritt ist überall frei.

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