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Partei-Insider: Freudenstadts OB ist es nicht

Spekulationen um OB-Kandidaten der Karlsruher CDU kochen hoch

Wer fordert Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup im Oberbürgermeister-Wahlkampf heraus? Darüber wird viel spekuliert - selbst im Raum Freudenstadt.

Kampf ums Rathaus: Es wird aktuell viel spekuliert, wer im Herbst gegen Oberbürgermeister Frank Mentrup antreten könnte. Doch die CDU verrät noch keinen Namen. Foto: Jörg Donecker

Es entwickelt sich zu einer Art Sommerrätsel: Wen schickt die CDU in den Oberbürgermeister-Wahlkampf? Erst Mitte September will der Kreisverbandsvorsitzende Ingo Wellenreuther den Namen verraten. Doch die Spekulationen kochen hoch – weit über die Stadtgrenzen hinaus. Der Schwarzwälder Bote hat nun den Freudenstadter Oberbürgermeister Julian Osswald als möglichen Kandidaten ins Spiel gebracht. Doch aus Karlsruher CDU-Kreisen heißt es: Dieser Name ist kein Treffer. Osswald selbst weilt indessen im Urlaub.

Chef im Rathaus Freudenstadt: Julian Osswald ist nach Angaben von Parteinsidern nicht der Kandidat der Karlsruher CDU. Foto: Stadtverwaltung Freudenstadt

Offiziell will Wellenreuther bis zur Verkündigung nach den Sommerferien weder Namen dementieren noch bestätigen. Doch es gibt Gerüchte zu den Merkmalen des Bewerbers: ein Mann, CDU-Parteimitglied, Vater mehrerer Kinder und Bürgermeister einer Kommune in Baden. Ein Oberbürgermeister sei es nicht, so berichten Insider – die erklären, nur unter Folter das so gut gehütete Geheimnis zu lüften.

Weil selbstverständlich niemand mit Gewalt den Christdemokraten zu Leibe rücken will, wird also weiter gegrübelt. Den Christdemokraten scheint die Sache durchaus Spaß zu bereiten. Wobei selbst treue Parteigänger nicht so richtig glauben, dass sie am Ende mit ihrem Mann Frank Mentrup aus dem Amt drängen können.

Nur eins ist sicher: Die CDU hat einen Kandidaten

Der SPD-Mann Mentrup wird bekanntlich von den in Karlsruhe starken Grünen unterstützt. Der Rathauschef geht sogar so weit, sich zum „SPD-Bindestrich-Grünen” zu erklären. 2012 setzte sich der gebürtige Mannheimer überraschend im ersten Wahlgang gegen CDU-Mann Wellenreuther durch. Damals gehörte auch die Karlsruher Liste (KAL) zum Unterstützerkreis.

Wellenreuther hat bereits erklärt, nicht nochmals in den Ring zu steigen. Zudem winkten der Europaparlamentarier Daniel Caspary und Rheinstettens Oberbürgermeister Sebastian Schrempp ab. Gleiches soll für die Bürgermeisterin von Walldorf und frühere Karlsruher Stadträtin Christiane Staab gelten. Nur eines ist sicher: Die CDU hat einen Kandidaten, das versichert auch Wellenreuther.

Und Mentrup hat inzwischen auch eine erste Herausfordererin. Die Partei schickt bekanntlich Vanessa Schulz ins Rennen , die internetaffinen Menschen als Administratorin diverser Karlsruhe-Facebook-Gruppen bekannt ist. Eines ihrer Wahlkampfversprechen lautet, dass die Karlsruhe ins „Karlasruhe” umbenennen will.

Weiter erklärt sie: „Ein Fußballstadion für über 140 Millionen Euro mag ja wichtig sein, aber ich werde mich die nächsten acht Jahre dafür einsetzen, ähnliche Bauwerke mindestens für den Basketball-, den Quidditch- und den Baumstammwurfsport zu errichten.”

Soweit also der Spaßfaktor im Wahlkampf. In den tritt wohl noch in dieser Woche der gemeinsame Kandidat von den Freien Wählern und der Wählervereinigung Für Karlsruhe ein. Beide Partner nennen auch noch keinen Namen. Eine Festlegung gibt es aber: Es ist ein Mitglied der gemeinsamen Gemeinderatsfraktion, die aus drei Mitgliedern besteht, nämlich Friedemann Kalmbach und Jürgen Wenzel, die bei der OB-Wahl 2012 antraten, sowie Petra Lorenz, auf die es nun hinauslaufen dürfte. Was die FDP und die Linken machen, ist bisher unklar. Auch die AfD hat sich noch nicht erklärt.

Ganz offiziell können Interessenten übrigens frühestens am 26. September ins Rennen gehen: Von diesem Tag an dürfen Bewerbungen im Rathaus abgegeben werden. Letztmals besteht dazu am 9. November die Möglichkeit. Gewählt wird am 6. Dezember – dem Nikolaustag.

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