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Steigende Inzidenz

Stadt Karlsruhe will Mobile Impfteams zu Schülern schicken

In Karlsruhe steigt die 7-Tage-Inzidenz seit einigen Tagen wieder an. Für OB Mentrup ist das kein Grund zur Panik. Einmal mehr wirbt er jedoch für Impfaktionen an Schulen.

Spritzen an Schulen: Die Stadt Karlsruhe will Mobile Impfteams in Lehranstalten schicken. Foto: Sven Hoppe /dpa

Die angekündigten Luftfilter für Karlsruher Schulen lassen weiter auf sich warten. Die Geräte zum Schutz gegen Corona-Infektionen in Klassenzimmern werden nach Angaben des Schul- und Sportamts frühestens ab Mitte Dezember verteilt.

Mit diesem Zeitplan befinde man sich aber „keinesfalls in schlechter Gesellschaft“, betont Schulamtsleiter Joachim Frisch, schließlich hätten auch andere Kommunen noch keine Luftfilter an Schulen aufgestellt.

Kurz nach dem Beginn des Schuljahrs hatte Frisch im Gespräch mit dieser Zeitung allerdings noch angekündigt, dass die Luftfilter wie vom Gemeinderat gefordert „zum Beginn der Heizperiode“ an die Schulen verteilt werden sollten.

Schüler-Impfaktion im Gartensaal und Mobile Impfteams in Karlsruher Schulen

In Stadt- und Landkreis Karlsruhe sind nach den Erkenntnissen der Stadtverwaltung derzeit Corona-Infektionen an 35 Kitas und 82 Schulen bekannt. Nur in Einzelfällen würden jedoch Infektionen in den Einrichtungen weitergegeben. Um die Infektionsgefahr für Jugendliche zu reduzieren, will das Schulamt niederschwellige Impfangebote für die Schülerschaft initiieren.

Eine zentrale Impfaktion im Gartensaal des Schlosses wird laut Frisch ebenso vorbereitet wie der Einsatz von Mobilen Impfteams in Schulen auf dem Beiertheimer Feld. Dabei sollen auch Lehrkräfte die Möglichkeit für eine sogenannten Booster-Impfung erhalten.

Doch auch ohne Impfaktionen an Schulen nehme die Zahl der Erstimpfungen in Karlsruhe derzeit wieder zu, betonte Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) bei seiner aktuellen Einschätzung der Corona-Lage. Das Ende der kostenfreien Bürger-Schnelltests hat nach Mentrups Einschätzung ebenso einen Beitrag zu dieser Entwicklung geleistet wie die 2G-Regelung für zahlreiche Veranstaltungen.

Sieben-Tage-Inzidenz in Karlsruhe steigt wieder an

In Karlsruhe ist die 7-Tage-Inzidenz in den vergangenen Tagen sukzessive auf 114,8 am Donnerstagvormittag gestiegen. Wegen der hohen Zahl von Neuinfektionen könne das Gesundheitsamt nicht mehr alle Kontakte nachverfolgen. „Die Lage dort ist dramatisch“, so Mentrup.

Grund zur Panik sieht er deswegen allerdings nicht. Zum einen weise das Abwasserorakel für die kommenden Tage auf eine Seit- oder sogar Abwärtsbewegung der Infektionszahlen hin. Zum anderen könne sich nach wie vor jeder Bürger durch eine Impfung vor einer Corona-Infektion schützen.

Wegen der Delta-Variante gibt es bei Ungeimpften ein höheres Sterberisiko als bei den bisherigen Wellen.
Frank Mentrup, Karlsruhes Oberbürgermeister

Auf der Intensivstation des Städtischen Klinikums Karlsruhe werden derzeit sechs nicht oder nicht vollständig geimpfte Covid-Patienten behandelt, dazu kommen noch 13 Patienten auf den anderen Covid-Stationen. „Wegen der Delta-Variante gibt es bei Ungeimpften ein höheres Sterberisiko als bei den bisherigen Wellen“, mahnte Mentrup.

Erst vor wenigen Tagen sei ein nicht vorerkrankter ungeimpfter 30-Jähriger an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben.

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