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Zahlreiche Biergartenbesucher klagen über Beschwerden

Mindestens 58 Personen nach Pfeffersprayeinsatz am Werderplatz verletzt

Eine 23-Jährige hat am Donnerstagabend ein Pfefferspray gegen ihren Ex-Partner eingesetzt und dabei mindestens 58 Menschen verletzt.

Nach dem Einsatz eines Pfeffersprays am Werderplatz mussten zwei Personen ins Krankenhaus gebracht werden. Foto: Rake Hora

Donnerstagabend, 19.30 Uhr am Werderplatz an der Südstadt: Die beiden Biergärten von Wirtshaus Wolfsbräu und Juno sind gut besucht, als eine Streiterei zwischen zwei Mitgliedern der Trinkerszene am Indianerbrunnen eskaliert.

Kurz nachdem eine 23 Jahre alte Frau ihrem Ex-Freund mit einem Tierabwehrspray ins Gesicht sprüht, zieht die Gaswolke in Richtung Biergärten und Juno-Bar und sorgt nach Angaben der Polizei dort für eine Ausnahmesituation.

Die Leute haben die Lokale fluchtartig verlassen und sich in Sicherheit gebracht.
Raphael Fiedler, Pressesprecher der Polizei Karlsruhe

„Die Leute haben die Lokale fluchtartig verlassen und sich in Sicherheit gebracht“, berichtet Pressesprecher Raphael Fiedler vom Polizeipräsidium Karlsruhe auf Nachfrage der BNN. Der 26 Jahre alte Ex-Freund und ein 22-jähriger Biergartenbesucher mussten anschließend ins Krankenhaus gebracht werden.

56 weitere Gäste der beiden Lokale meldeten sich wegen Beschwerden wie Reizhusten, Lidschmerzen oder Schluckbeschwerden bei den Mitarbeitern des Rettungsdiensts. Einige davon ließen sich noch am Werderplatz behandeln und die Augen auswaschen.

Die 23-Jährige wurde wenigen Minuten nach der Tat von der Polizei in ihrer Wohnung in der Marienstraße vernommen. Nun muss geklärt werden, warum die Frau das Spray benutzte und ob sie am Werderplatz-Kiosk noch ein zweites Mal sprühte.

Szene-Streit eskaliert

Mit der medizinischen Behandlung von mehreren Dutzend unbeteiligter Personen hat die angespannte Situation am Werderplatz für Fiedler einen neuen Tiefpunkt erreicht. „Dass es in der Szene fast täglich Streit gibt, ist leider bekannt. Aber normalerweise bleiben die Leute unter sich und es kommen keine unbeteiligten Personen zu schaden“, betont der Pressesprecher.

Die meisten Leute in der Südstadt hätten sich mit dem aggressiven Auftreten der Szene bereits arrangiert und würden um den Indianerbrunnen einen großen Bogen machen. „Leider haben wir derzeit kein Mittel, um die Szene komplett zu verlagern“, sagt Fiedler. Als problematisch schätzt er aber die offenen Toilettenanlagen am Brunnen ein. Diese seien eine beliebte Anlaufstelle für Drogensüchtige.

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