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Alessandro Pola und Mickela Löffel

Welcher Karlsruher Kandidat kommt ins „The Voice“-Finale?

Singt sich Alessandro Pola oder Mickela Löffel ins „The Voice“-Finale? Beide Karlsruher sind im Team von Coach Michael Schulte und nun am Sonntag im Halbfinale der Musikshows dabei, doch nur einer von beiden zieht ins Finale ein.

Alessandro Pola oder Mickela Löffel - einer von beiden wird ins Finale von „The Voice of Germany“ kommen“. Foto: Richard Hübner/ProSiebenSAT.1

Die vergangene Woche verbrachten die beiden Karlsruher „The Voice“-Kandidaten Alessandro Pola und Mickela Löffel bereits in Berlin mit intensiven Proben. Am Sonntag treten sie beim Halbfinale der Musik-Castingshow gegeneinander an – nur einer kommt weiter. Immerhin ist schon jetzt sicher, dass das Finale mit Karlsruher Beteiligung stattfindet.

„Ich freue mich so auf alles, was ich jetzt erleben darf“, schreibt Löffel am Montag bei Instagram, als sie sagen durfte, dass sie es ins Halbfinale geschafft hat. Die Sängerin freut sich sehr darauf, die anderen Talente besser kennenzulernen und dankt in dem Beitrag allen, die sie unterstützt haben. Eine gefühlvolle Performance des Songs „Zu Dir“ von Lea bei der Comeback-Stage brachte die 25-Jährige ins Finale. Michael Schulte meinte danach: „Ich muss nicht mehr viel sagen, oder?“.

Schulte sagte oft zu der Künstlerin, dass sie sehr ehrgeizig sei und alles umsetze, was er ihr sage. „Er mag außerdem, wie ich deutsch singe“, so die Karlsruherin über ihren Coach.

Es ist interessant, das alles mitzuerleben und macht mir unfassbar viel Spaß.
Mickela Löffel, Kandidatin bei „The Voice of Germany“

Die Vorbereitungen laufen laut Löffel gut. „Es ist interessant, das alles mitzuerleben und macht mir unfassbar viel Spaß“, sagt sie im Interview mit den Badischen Neuesten Nachrichten. „Das ist aufregender und größer als alles, was ich bisher erlebt habe.“

Die 25-Jährige freut sich sehr auf die Sendung am Sonntag, die erstmals live und nicht vorproduziert ist. Zuschauer wird es keine geben, aber die Kandidaten konnten Bilder ihrer Eltern und Freunde einsenden, die dann zu sehen sein werden.

Mickela Löffel auf der „The Voice“-Bühne bei der „Blind Audition“. Foto: Richard Hübner/ProSiebenSAT.1

Löffel wird „Eiserner Steg“ von Philipp Poisel singen und ist sehr froh über den Song, der davon handelt, welche Gedanken man hat, wenn man einen Menschen verliert. „Philipp Poisel ist ein mega-toller Künstler. Das kann ich gut verkörpern“, schwärmt die Sängerin, die bereits als Vocalcoach in Karlsruhe arbeitet und dort inzwischen oft angesprochen wird. „Es ist schön, von Fremden Zuspruch zu erhalten“, sagt sie.

Im November verbrachte Löffel viel Zeit zu Hause, sagte ihren Gesangsunterricht ab, um sich wegen Corona zu schützen und ganz auf die Musiksendung zu konzentrieren. Diese Zeit sei auch wichtig gewesen, um alles zu verdauen und überhaupt zu realisieren, sagt sie.

Alessandro Pola sieht die junge Frau nicht als Konkurrenz. „Derjenige mit mehr Anrufen kommt weiter“, erklärt sie. In der Comebackstage musste sie bereits vier Mal gegen andere antreten, somit ist ihr die Situation bekannt. Als Glücksbringer trägt sie übrigens einen silbernen Ring, den sie nach ihrer Krebstherapie in der Reha selbst gemacht hat.

Nicht so oft wie Löffel hat Alessandro Pola die kleinere Bühne miterlebt. Im Gegensatz zu der großen Bühne sei das für ihn ein intimer, kleiner Rahmen gewesen mit einer familiären Stimmung. „Ich hatte immer im Hinterkopf zu beweisen, was ich kann. Denn ich wollte unbedingt zurück auf die große Bühne“, sagt der 30-jährige Lehrer.

Ich will nicht, dass es so klingt wie im Radio.
Alessandro Pola, Kandidat bei „The Voice of Germany“

Er möchte als Sänger von den Standard-Cover-Songs weg und sich stets selbst als Musiker einbringen. „Ich will nicht, dass es so klingt wie im Radio“, erklärt er. Damit ihm das auch dieses Mal wieder gelingt, reiste er mit seiner kompletten Musikausrüstung und seinem Auto von Karlsruhe nach Berlin.

„Drops of Jupiter“ von Train heißt der Song, den er am Sonntag präsentieren wird. „Ich liebe das Lied. Es ist so emotional, ich kann mich gut damit identifizieren“, schwärmt der in der Karlsruher Weststadt wohnende Mann.

Pola ist sowohl ein Fan der zeitgenössischen Popmusik als auch von Künstlern, die schon länger im Geschäft sind. Letztere berührten ihn, weil er sie etwa früher bei den Eltern auf der Rückbank im Auto mitgehört habe.

Alessandro Pola bei Proben zu „The Voice of Germany2. Foto: Richard Hübner/ProSiebenSAT.1

Ob er Lampenfieber vor Sonntag hat? „Dass das Ganze live und vor einem Millionenpublikum ist, wird einem erst kurz vorher bewusst“, so der Musiklehrer. Für seinen Auftritt nimmt er sich vor, dass er die Emotionen rüberbringen und er selbst sein kann. An das Zuschauervoting denke er zunächst nicht.

Seine Schüler sind wahrscheinlich aufgeregter als er, sagt er im Gespräch. Für das Halbfinale nahm der Karlsruher zwei Wochen unbezahlten Urlaub. Die Schüler erhalten Vertretungsunterricht. Die vorherigen Aufzeichnungen waren meist in den Ferien.

„Die zwei Wochen waren gut, weil ich dann nicht mit dem Kopf in der Schule sein muss“, sagt Pola, der selbst nicht genau weiß, wie lange er noch Lehrer sein wird.

Bei seinem Coach Michael Schulte, der über Pola sagte, dass er die Show gewinnen kann, habe es sofort „gefunkt“. „Wir liegen einfach auf einer Wellenlänge, haben uns von Anfang an gut verstanden“, so der 30-Jährige. „Ich hoffe, er sagt dasselbe.“ Pola habe die Ratschläge von Schulte verstanden und sofort umgesetzt.

Im Alltag wird der Karlsruher mittlerweile angesprochen, wenn er keine Maske und keine Mütze trägt. Viele Nachrichten erreichten ihn inzwischen auch aus dem Ausland. „Das ist ein wundervolles Gefühl“, so der Sänger.

Am Tag vor dem großen Auftritt wird er nicht mehr viel tun, nur noch etwas in Berlin spazieren gehen. Seine Glücksbringer für Sonntag sind ein Talisman einer Schülerin sowie ein Ring seiner Oma, den er so bei sich trägt, dass nur er ihn sieht.

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