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Alle paar Meter ein Falschparker

Abschleppen und angefeindet werden: Was Überwachungskräfte des Karlsruher Ordnungsamts auf ihren Touren erleben

In der Karlsruher Südweststadt können Kontrollkräfte täglich Dutzende Falschparker verwarnen, von denen sie dann gerne einmal angepöbelt werden. Doch kontrollieren sie nicht genug, beschweren sich wiederum andere.
6 Minuten

Es ist nicht ihre Person, die beleidigt und beschimpft wird. Es ist ihre Uniform. Das sagt sich Christine Wagner* vom Karlsruher Ordnungsamt seit 20 Jahren. So lange arbeitet sie schon als Kontrollkraft und verteilt Knöllchen an Falschparker – und so lange wird sie schon dafür angefeindet.

„Es nimmt dich keiner für voll“, sagt sie, während wenige Meter vor ihrer Nase eine Autofahrerin im absoluten Halteverbot hält. Die Frau steigt aus und beginnt, Waren aus dem Kofferraum in ihr Geschäft zu tragen. Gewerbetreibende in der Karlsruher Südweststadt haben es nicht leicht: Viele Anwohner, wenige Parkplätze, keine Sonderrechte für Gastronomen oder Dienstleister. Doch an die Regeln müssen sie sich alle halten.

Damit sie das auch tun, gibt es Menschen wie Wagner. Bei Wind und Wetter sind insgesamt 24 Überwachungskräfte auf den Karlsruher Straßen unterwegs, im Sommer zwischen 6.30 Uhr und 23 Uhr, im Winter bis 21 Uhr. „Wir haben verhältnismäßig wenig Personal“, sagt Gruppenleiter Martin Rupp*, der deswegen neue Stellen ausschreiben will. Über eine solche Ausschreibung ist auch Wagner vor 20 Jahren zu ihrem Job gekommen, mehr oder weniger zufällig. Heute sagt sie: „Das ist genau mein Job.“

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