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Gemeinsame Touren und mehr

Karlsruher ADFC bringt Kinder- und Jugendprogramm rund ums Fahrrad heraus

Für junge Radfahrer bereitet der ADFC Karlsruhe neue Angebote vor. Spiele, Bastelmaterial und ein Programm für eine Kindergruppe liegen schon parat. Eine Aktionskiste für Grundschulen soll folgen und im Lauf des Jahres 2021 ausrollen.

Startbereit: Eine Kindergruppe, in der sich nicht alles nur ums Fahrrad dreht, gründen Ulrike Glauner (links) und Renate Finkbeiner-Weigel in der Geschäftsstelle des ADFC Karlsruhe in der Welfenstraße. Foto: Jörg Donecker

Fragt man Ulrike Glauner, was Radfahren für sie bedeutet, sagt sie: „Das ist das Leben.“ Die sportliche Frau ist im Kreisverband Karlsruhe des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) aktiv. In den Räumen des Fahrradclubs in der Welfenstraße sichtet sie mit Renate Finkbeiner-Weigel Spiele und Bastelmaterial. Die beiden Frauen bereiten dort alles für das erste Treffen einer Kindergruppe vor.

Ein fünfköpfiges Team steckt hinter dem startklaren Angebot für Sechs- bis Zehnjährige. Wer mitmachen will, muss nichts mitbringen – außer Freude an Unternehmungen mit Gleichaltrigen. Das Programm wird sich nicht nur auf Aktivitäten auf dem Fahrradsattel beschränken, aber jedenfalls ohne Eltern ablaufen, verrät die Initiatorin.

Eine gemeinsame Kurztour pro Monat

Jeweils zwei Stunden an einem Samstagvormittag pro Monat soll es aufs Rad gehen zu einer gemeinsamen Tour, sobald sich alle gut genug kennen. „So lange haben die Eltern dann auch freie Zeit für sich“, hat sich Glauner überlegt. In die Startformation laden die Gruppengründerinnen Kinder von ADFC-Mitgliedsfamilien ein. Bewährt sich das Angebot, kann es wachsen.

Schon als Jugendliche begleitete Glauner Kinderfreizeiten des Stadtjugendausschusses Karlsruhe. Als Erwachsene trainierte sie als Übungsleiterin mit Jüngeren Judo, Ballett und Capoeira. Auch Mountainbike (MTB) fuhr sie und brachte dem Nachwuchs MTB-Kniffe und -Tricks bei. Radfahren, ob allein oder in der Gruppe, empfindet sie als „natürliche Fortbewegung“. Nun will sie ein weiteres Mal junge Leute auf den Geschmack bringen.

Angebot schließt eine Lücke

Ein Kinder- und Jugendprogramm rund ums Fahrrad: Das ist in Karlsruhe und der Region bisher eine echte Lücke. Das Karlsruher Regionalteam hat zuerst Ideen fürs Grundschulalter entwickelt. Dabei bedauert Ulrike Glauner: „Durch Corona sind wir praktisch ausgebremst.“

Das Team hat aber noch ein zweites Projekt im Köcher. Eine Aktionskiste für Grundschulen soll im Lauf des Jahres 2021 an den Start rollen. Es trifft sich gut, dass eine beteiligte ADFC-Aktive in einem Ettlinger Rektorat sitzt. Das geplante Set enthält Pylone, Seile, eine Wippe, Bälle und Verkehrszeichen, mit denen sich ein Parcours aufbauen lässt. Schulen können zwei bis vier Wochen lang über die Aktionskiste verfügen.

Parcourskiste für Grundschulen

Sogar kleine Fahrräder und Roller wollen die ADFC-Aktiven per Lastenrad oder Fahrradanhänger anliefern. „Das ist nötig, damit auch Kinder ihre Geschicklichkeit auf zwei Rädern trainieren können, die ohne Fahrrad da sind“, erklärt Glauner.

Trotz der Corona-Einschränkungen können sich fahrradverrückte Familien übrigens derzeit beim ADFC bedienen. Der baden-württembergische Landesverband der größten deutschen Lobby-organisation fürs Radfahren hat Ideen, Spiele und Tipps rund ums Rad zusammengetragen, die man auch Zuhause machen kann. Es gibt Bilder zum Ausmalen, spezielle Bastelvorlagen, das Rezept für eine Fahrradpizza, Ideen zum Upcycling und natürlich zur Fahrradpflege. Ein „Fahrrad-Kritzel- und Malbuch“ gehört auch zum Material.

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