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Passant verwehrt Hilfsmaßnahmen

Nachbarschafts-Schlägerei in Karlsruhe

Zwei Unbekannte haben einen 39-jährigen Mann geschlagen und getreten. Dabei verletzte er sich leicht. Passanten ignorierten die Auseinandersetzung. Die Polizei ermittelt.

Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und des Verdachts der unterlassenen Hilfeleistung. Foto: Jens Büttner/zb/dpa

Zwei Unbekannte haben am Mittwochabend in der Karlsruher Südweststadt einen 39-Jährigen attackiert. Grund dafür war ein Nachbarschaftsstreit zwischen den Beteiligten.

Gegen 19.30 Uhr hat sich der 39-jährige Bewohner eines Hauses in der Mathystraße über Lärm aus einer Nachbarwohnung bei den Verursacher beschwert. Die Personen gerieten daraufhin in einen Streit, der sich vor das Haus auf die Mathystraße verlagerte.

Dort ist die zunächst verbale Auseinandersetzung gewaltvoll eskaliert. Die zwei Unbekannten verletzten den 39-Jährigen mit Faustschlägen und Fußtritten.

Passanten ignorieren Auseinandersetzung

Eine unbeteiligte Zeugin erkannte die Situation. Daraufhin wollte sie die Polizei alarmieren. Weil sie jedoch kein Mobiltelefon bei sich hatte, bat sie einen weiteren Passanten um Hilfe. Dieser unternahm jedoch nichts und setzte seinen Weg fort.

Zu der Tatzeit hat sich auch einen Personengruppe in unmittelbarer Nähe des Geschehen aufgehalten. Sie ignorierten die Geschehnisse und setzen ebenfalls keinen Notruf ab. Schließlich verständigte der 39-Jährige selbst die Polizei, nachdem die Angreifer von ihm abgelassen und sich in eine unbekannte Richtung entfernt hatten.

Der 39-jährige Mann wurde bei der Auseinandersetzung leicht verletzt. Ein Rettungswagen war vor Ort.

Die Polizei hat die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und des Verdachts der unterlassenen Hilfeleistung aufgenommen. Zeugen und Hinweisgeber können sich bei dem Polizeirevier Südweststadt unter der Telefonnummer (07 21) 6 66 34 11 melden.

Zivilcourage

Zeugen haben aus Gründen der gebotenen Zivilcourage die Verpflichtung, Hilfe zu leisten, wenn Menschen in akute Notsituationen sind. Dabei muss sich niemand selbst in Gefahr bringen. Personen müssen nur soweit einschreiten, wie es nach den eigenen Möglichkeiten zumutbar ist. Ein Beispiel ist das Absetzen eines telefonischen Notrufs.

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