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Besucherliebling: Großherzoglichen Grabkapelle

Tag des offenen Denkmals wird in Karlsruhe verhalten angenommen

Allein in Karlsruhe wurden am Tag des offenen Denkmals 65 Denkmale vorgestellt. Dieser hat am Sonntag unter dem Motto „Erinnern. Erhalten. Neu denken“ stattgefunden.

Ausgebucht: Die Großherzoglichen Grabkapelle war am Tag des offenen Denkmals ein beliebtes Ziel der Besucher. Sie ist noch bis Oktober geöffnet. Foto: Peter Sandbiller

Allein in Karlsruhe wurden am Tag des offenen Denkmals 65 Denkmale vorgestellt. Dieser hat am Sonntag unter dem Motto „Erinnern. Erhalten. Neu denken“ stattgefunden.

Erste Station ist am späten Vormittag das Prinz-Max-Palais. Stille im Treppenhaus. An der Information sagen die Mitarbeiterinnen, das Museum könne – unabhängig vom Denkmaltag – wie üblich zu den Öffnungszeiten besucht werden. An der Kunsthalle gelten ebenso die üblichen Öffnungszeiten. Das Besucheraufkommen ist auch hier spärlich.

Vielleicht liegt es an den knapp 30 Grad Celsius.

Corona hat den Tag des offenen Denkmals verändert

Viele Führungen sind wegen Corona nur in begrenzter Teilnehmerzahl möglich. Besucherin Silvia Schreibusch aus dem Raum Ludwigsburg hat eine Museumskarte und ist daher öfters in der Kunsthalle. Nun wolle sie noch zum Badischen Kunstverein. Laut Liste sollte dieser seit 11 Uhr geöffnet haben. Doch die schwere Metalltür ist verschlossen.

Gegen 12.30 Uhr vor dem Schloss am Eingang des Badischen Landesmuseums nehmen die Besucher keine Notiz vom QR-Code, der auf dem Boden vor der Freitreppe klebt. Stefan Rottmann von der Museumsaufsicht konstatiert „nicht unbedingt ein erhöhtes Besucheraufkommen“. Sein Eindruck: Die, die kommen seien nicht wegen der Aktion „Offenes Denkmal“ hier. „Wir wollten auf den Turm, aber der ist geschlossen“, sagt das junge Paar Daniel Friedsam und Franziska Link.

Vom Tag des offenen Denkmals hätten sie noch nie gehört.

Wir waren mit 20 Besuchern schon im Vorfeld ausgebucht.
Thomas Mohr, Staatliche Schlösser und Gärten in Baden-Württemberg

Gegen 13 Uhr stehen viele Besucherfahrräder in der Wiese an der Großherzoglichen Grabkapelle. „Wir waren mit 20 Besuchern schon im Vorfeld ausgebucht“, sagt Thomas Mohr von den Staatlichen Schlössern und Gärten in Baden-Württemberg. Die Kapelle sei bis Oktober geöffnet.

Beim Botanischen Garten des KIT – „die Bevölkerung wünscht sich diese grüne Oase der Ruhe“ – am Durlacher Tor um 13.30 Uhr seien die sechs Führungen, davon zwei auf Englisch, für je zehn Personen ausgebucht sagt Angela Vogel. Das Ordnungsamt habe ebenfalls kontrolliert. Besucherin Barbara Hornbacher kommt oft her: „Das ist reine Erholung!“

Im Straßenbahndepot von 1913 stehen Johannes Wolff und Tobias Gartner vom Verein Treffpunkt Schienennahverkehr für Fragen rund um die alten Straßenbahnen zur Verfügung. Vorsitzender Alexander Geistler freut sich über 160 Besucher. Für Rainer und Christel Edenborn werden „Jugenderinnerungen wach“.

Am Tag des offenen Denkmals sieht man Dinge, die man sonst nicht sieht.
Werner Schneider, Besucher Tag des offenen Denkmals

Am späten Nachmittag in Neureut: Zum Milchhäusle von 1938 – jetzt KunstRaum – haben viele ältere Einwohner, wie die 87-jährige Irene Zimmermann, alte Milchkannen bei der Vorsitzenden Claudia Neuwald-Burg vorbeigebracht. Ortschaftsratsmitglied Barbara Rohrhuber glaubt, dass das Milchhäusle zu einem „gewissen integrativen Anziehungspunkt im Ortsteil“ werden kann. Fazit von Werner Schneider aus Durlach: „Am Tag des offenen Denkmals sieht man Dinge, die man sonst nicht sieht.“

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