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Kommissar live im ZDF

Tatort Karlsruhe: „Aktenzeichen XY... ungelöst“ befasst sich mit rätselhafter Betrugsserie

Um eine rätselhafte Betrugsserie geht es am Mittwoch in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“. Der Täter hob unter anderem in einer Bank in der Karlsruher Innenstadt 80.000 Euro von einem fremden Konto ab.

Betrug: Per Fernsehfahndung sucht die Polizei nach diesem Mann. Er hatte im vergangenen Sommer mit falschen Papieren 80.000 Euro in bar von einem fremden Bankkonto abgehoben. Foto: Polizeipräsidium Karlsruhe

In einem bislang ungeklärten spektakulären Karlsruher Betrugsfall wendet sich die Polizei am Mittwochabend über die TV-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ an die Bevölkerung.

Es geht um eine äußerst ungewöhnliche Masche, mit der ein unbekannter Täter Anfang Juli des vergangenen Jahres in Karlsruhe bei einer Bank in der Innenstadt 80.000 Euro erbeutet hat.

Auch in anderen Städten trat der Täter in Erscheinung. Bislang hat er laut Polizei einen Schaden von mehreren hunderttausend Euro angerichtet.

Rudi Cerne unterstützt Karlsruher Ermittler

Der Film, mit dem XY-Moderator Rudi Cerne die Karlsruher Ermittler um Kriminalhauptkommissar Toni Neumann unterstützt, stellt die Tat des bislang Unbekannten nach.

Am frühen Nachmittag des damaligen Sommertags betrat er das Kreditinstitut, nannte die Kontonummer eines gezielt ausgewählten Opfers und legte einen gefälschten Personalausweis mit dessen Daten, aber einem eigenen Passbild vor.

Zudem trug der Mann wahrscheinlich eine Perücke, um eine optische Ähnlichkeit mit seinem Opfer herzustellen. Er überzeugte die Bank-Mitarbeiter von der Rechtmäßigkeit der Auszahlung und ließ sich 80.000 Euro in bar auszahlen. Das Konto war entsprechend gedeckt.

„Aktenzeichen XY... ungelöst“ zeigt abgebrühten Täter

Der Mann war sich seiner Sache offenbar ziemlich sicher. Er nahm Platz und geduldete sich entsprechend, bis das Geld zur Auszahlung kam. Obwohl die Polizei mit Bildern aus der Überwachungskamera nach dem Täter fahndete, konnte sie ihn bislang nicht dingfest machen.

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Neben Karlsruhe kam er auch in anderen Städten mit seiner ausgeklügelten Masche zum Ziel – etwa in Stuttgart, Heilbronn, Neckarsulm, Ludwigsburg, Freiburg, Düren und Berlin. Zuletzt erbeutete er im Oktober vergangenen Jahres auf die gleiche Weise eine größere Summe Geldes in Freiburg. Seither ist es still geblieben. Geografischer Schwerpunkt der Taten war Baden-Württemberg.

Der Aufwand, den der Betrüger vor Ausführung der Taten getrieben hat, ist beträchtlich. Für jede einzelne von ihnen musste der Mann ausführlich recherchieren und einen entsprechend gefälschten Personalausweis bereithalten. Rätselhaft bleibt, wie der Mann zu den für die Vorbereitung der Taten nötigen Daten kam – bis hin zum Kontostand seiner Opfer und der Kenntnis ihres Aussehens.

Karlsruher Kriminalhauptkommissar wird live im ZDF zugeschaltet

Die Kriminalisten um Toni Neumann haben intensiv ermittelt, es gelang jedoch noch nicht, die Identität des Unbekannten zu klären. Bei der Karlsruher Tat wurde er als etwa 55 Jahre alt und etwa 1,85 Meter groß beschrieben.

Er hat blaue Augen und trug bei Ausführung der Tat eine Brille. Seine mutmaßliche Perücke hatte fingerlanges, grau-weißes Haar, bekleidet war der Mann mit weißem Hemd und blauem Anzug. Der Betrüger trug Mund-Nasen-Maske und Handschuhe. Er hinterließ einen seriösen Eindruck.

Während der XY-Sendung wird Kriminalhauptkommissar Toni Neumann vom Betrugsdezernat des Polizeipräsidiums Karlsruhe live zugeschaltet sein, zur raschen Verarbeitung eventuell eingehender Hinweise sind weitere Ermittler in Bereitschaft.

Sachdienliche Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst Karlsruhe jederzeit unter der Telefon (0721) 66 65 55 7 entgegen. Per E-Mail können Hinweise über karlsruhe.pp@polizei.bwl.de an die Ermittler gerichtet werden.

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