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Online-Handel zur Weihnachtszeit

Geschenke online bestellen: Das müssen Paket-Empfänger beachten

Viele kaufen Weihnachtsgeschenke online. Bis wann muss man bestellen? Was gibt es zu beachten, damit bei der Zustellung alles glattläuft? Hier die wichtigsten Antworten.

Ein DHL-Mitarbeiter liefert ein Paket aus. Im Vordergrund liegt ein weiteres Paket in seinem Transporter.
Wer bei der Zustellung nicht zu Hause ist, hat Möglichkeiten, doch noch an sein Paket zu kommen. Dazu muss man aber die richtige Vorbereitung getroffen haben. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Weihnachten bedeutet für viele Menschen vor allem eins: Geschenke. Fast die Hälfte aller Präsente wird laut einer Umfrage der Beratungsgesellschaft Ernst&Young mittlerweile online gekauft. Dabei ist man noch mehr als sonst darauf angewiesen, dass bei der Lieferung der Pakete alles glattläuft. Ohne Geschenke drohen an den Feiertagen nämlich lange Gesichter.

Bis wann muss ich bestellen, damit alle Päckchen rechtzeitig unter dem Baum liegen? Bis wann kann ich Weihnachtsgeschenke zurückschicken, wenn sie nicht gefallen haben? Und darf der Zusteller ein Paket einfach vor der Haustür ablegen? Die Redaktion hat Fragen und Antworten rund um das Online-Shopping für Weihnachten zusammengestellt.

Viele Händler geben Bestellfristen für Weihnachten an

Was gibt es bei der Online-Bestellung in diesem Jahr zu beachten?
Da Heiligabend ein Sonntag ist, wird an diesem Tag nichts ausgeliefert. Kunden sollten außerdem darauf achten, welche Zusteller samstags Pakete austeilen. Manchmal fallen bei der Samstagszustellung Zusatzkosten an. Da immer Probleme auftreten können, ist es natürlich sinnvoll, frühzeitig zu bestellen. Viele Online-Händler geben vor Weihnachten Fristen für Bestellungen an, damit Geschenke noch rechtzeitig unter dem Baum liegen.
Bis wann sollte man Geschenke spätestens online bestellen?
Apple nennt in seinem Onlineshop bei allen Artikeln den 21. Dezember als spätesten Bestelltermin. Auf Anfrage teilten Media Markt und Saturn mit, dass Waren per Standard-Bestellung bis zum 21. Dezember um 12 Uhr noch pünktlich zum Fest ankommen. Ware, die aus einem Markt verschickt wird, muss bis 20. Dezember um 12 Uhr bestellt sein. Bei Sperrgut und Großgeräten mit Anschluss- oder Einbauservice laufen die Fristen je nach Ware schon zwischen dem 14. und 19. Dezember ab. Bei Otto wartet man auf lieferbare Artikel ein bis zwei Tage – diese muss man also voraussichtlich bis 21. oder 22. Dezember bestellen. Die genaue Lieferzeit wird beim jeweiligen Artikel angezeigt, heißt es auf der Homepage des Versandhändlers. Gleiches gilt für Amazon. In der Bestellansicht gibt es in den Tagen vor Heiligabend dort einen Hinweis, der anzeigt, wenn ein Artikel voraussichtlich noch bis dahin ankommt.
Ein Mann schließt die Paketklappe einer Packstation der Deutsche Post DHL. Wegen hoher Nachfrage will die Deutsche Post DHL ihr Netz an Packstationen stark ausbauen. (zu dpa "Deutsche Post will Anzahl ihrer Packstationen bis 2023 verdoppeln") +++ dpa-Bildfunk +++
Kunden können eine Packstation auswählen, in der ihr Geschenk bei Abwesenheit abgelegt wird. Dort kann es jederzeit abgeholt werden. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Was, wenn man die Frist verschlafen hat?
Bei den meisten Händlern gibt es gegen Aufpreis auch einen Expressversand, mit dem die Lieferung noch kurzfristiger klappen kann. Wer auch dafür zu spät dran ist, kann es bei Unternehmen mit Filialen über die Methode „Click & Collect“ probieren. Dabei kaufen Kunden einen Artikel online, der Händler reserviert ihn und Kunden können ihn in einer Filiale abholen. Ist der Artikel vorrätig, steht er oft schon einige Stunden später bereit.
Welche Möglichkeiten haben Kunden, wenn sie bei der Paketzustellung nicht zu Hause sind?
Eine Option ist eine Abstellgenehmigung, auch Garagenvertrag genannt. Empfänger können vorher einen Abstellort auf ihrem Grundstück bestimmen, den sie für sicher halten. Dann legt der Zusteller das Paket bei Abwesenheit an diesem Ort ab – etwa in der Garage, auf der Terrasse oder unter dem Carport, wie die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg mitteilt. Der Paketdienst kann den Ablageort aber auch ablehnen, wenn er nicht sicher und etwa von der Straße einzusehen ist. Eine Abstellgenehmigung kann kostenlos erteilt werden, entweder dauerhaft oder einmalig. Geht das Paket dort verloren, haftet durch den Vertrag aber der Kunde selbst. Alternativ kann man auch eine Post-Filiale, einen Partnershop des Postdienstes oder eine Packstation bestimmen, in der eine Sendung abgelegt werden soll.
Was gilt, wenn ein Nachbar ein Paket entgegennimmt?
Dann müssen Zusteller mit einer Karte im Briefkasten darüber informieren, bei welchem Nachbarn sie das Paket abgegeben haben. Der Nachbar muss dafür sorgen, dass es beim eigentlichen Empfänger sicher ankommt. Stellt er das Paket vor der Tür ab und es geht verloren, kann er unter Umständen haftbar gemacht werden. Nachbarn sind aber nicht verpflichtet, Pakete stellvertretend entgegenzunehmen.
Dürfen sich Angestellte Pakete zur Arbeit schicken lassen?
Ja, wenn es die Chefin oder der Chef nicht ausdrücklich verbietet. Arbeitgeber können es aber dann verbieten, wenn es in ihren Augen den Betriebsablauf stört, informiert der Deutsche Gewerkschaftsbund Rechtsschutz. Um Konflikte zu vermeiden, ist es sinnvoll, vorher nachzufragen.

Für Päckchen vor der Haustür braucht es eine Genehmigung

Darf ein Zusteller das Paket einfach vor meiner Haustür ablegen?
Nur, wenn Empfänger eine Abstellgenehmigung vor der Tür erteilt haben, darf ein Zusteller ein Paket dort ablegen. Liegt diese nicht vor, haftet nach Angaben der Verbraucherzentrale bei Verlust der Händler. Ärgerlich ist es für Empfänger trotzdem, da sie dann erneut die Lieferzeit abwarten müssen.
Wie verhalte ich mich richtig, wenn ein Paket offensichtlich beschädigt ankommt?
Am besten nimmt man es erst gar nicht an, sagt die Verbraucherzentrale. Mit der Unterschrift bestätige man nämlich nicht nur, dass man das Paket erhalten habe, sondern auch die ordnungsgemäße Lieferung. Wenn möglich, könne man es alternativ auch in Anwesenheit des Zustellers öffnen und den Inhalt auf Schäden überprüfen. Hier rät die Verbraucherzentrale auch Nachbarn, das Paket abzulehnen. Nur so könne der eigentliche Empfänger entscheiden, ob er das Paket in diesem Zustand annimmt. Das gilt nur, wenn der Schaden schon von außen sichtbar ist. Schäden am Inhalt können noch sieben Tage nach Erhalt reklamiert werden.
Habe ich das Recht auf eine persönliche Zustellung?
Kunden können teilweise darauf bestehen, das Paket persönlich übergeben zu bekommen. Manche Paketzusteller bieten diesen Service unter dem Stichwort „eigenhändig“ an, informiert die Verbraucherzentrale. Einziges Manko: Dafür zahlt man in der Regel deutlich mehr. 
Welche Tipps gibt DHL für eine stressfreie Weihnachtszeit?
Der Paketdienst empfiehlt, so früh wie möglich zu bestellen. Wenn eine Sendung in einer Filiale oder Packstation liegt, sollte man sie so früh wie möglich abholen. So wird der Platz wieder frei für das nächste Paket. Mit einer digitalen Zustell-Info kann man immer verfolgen, wo sich das Paket gerade befindet und wann und wo es zugestellt wird.

Kunden können Weihnachtsgeschenke länger zurückschicken

Welche Fristen muss man einhalten, wenn man Geschenke per Post verschickt?
Soll das Paket bis Heiligabend ankommen, ist der Stichtag bei DHL nach eigenen Angaben Mittwoch, 20. Dezember. DPD und GLS versprechen, Pakete rechtzeitig auszuliefern, die bis zum 20. Dezember um 12 Uhr aufgegeben werden. Hermes-Kunden müssen ihre Pakete schon am Dienstag, 19. Dezember, bis 12 Uhr abschicken. Bei Briefen reicht der 21. Dezember laut Deutscher Post aus. 
Wie lange kann man Geschenke zurückschicken?
Viele Online-Händler verlängern ihre Rückgabefrist für Weihnachten. Bei den meisten fallen darunter alle Artikel mit Rückgabeoption, die im November und Dezember bestellt wurden. Amazon und Otto nehmen diese nach eigenen Angaben etwa bis zum 31. Januar zurück. Zalando gewährt grundsätzlich ein Rückgaberecht von 100 Tagen, was auch über die Weihnachtszeit gilt – also können jetzt bestellte Waren noch bis Mitte März zurückgeschickt werden. Media Markt und Saturn nehmen ab 31. Oktober gekaufte Geschenke nur bis zum 31. Dezember zurück.
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