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Zweirad-Flair des vergangenen Jahrhunderts

Trend zu Retro-Rennrädern und Singlespeed-Bikes: Warum fahren Hipster auf 70er-Jahre Fahrräder ab?

Retro-Rennräder aus den 70er- und 80er-Jahren des vorigen Jahrhunderts erfreuen sich einer ungeahnten Renaissance. Nicht nur ältere Semester fahren auf die Bikes ihrer Jugend ab, auch junge Leute finden Vintage-Fahrräder oft cooler als hochmoderne Exemplare mit E-Antrieb und hydraulischer Bremse.

Retrowelle: Alte Rennräder liegen voll im Trend. Liebhaber schätzen das Flair hochwertiger Vintage-Bikes wie sie Andreas Kohlmeier vom Fahrradladen „Der Ritzler“ anbietet und repariert. Foto: Jörg Donecker

„Das ist eben Vintage“, sagt Charlotte Pelletier. Sie strahlt. Mit ihren 21 Jahren ist die Studentin deutlich jünger als ihr Fahrrad. Selbiges stammt aus dem 80er-Jahren und aus Italien. Es ist nicht irgendein Fahrrad. Es ist ein Rennrad von Bianchi in der für die Marke charakteristischen Farbe „Celeste“. Das heißt übersetzt zwar „himmlisch“, ist aber eher grün als blau. Mit dem Bianchi-Bike fuhr einst Charlotte Pelletiers Vater. „Es ist das coolste Bike, was ich mir vorstellen kann“, sagt sie. Mit zwei dicken Ketten sichert sie ihren Oldtimer, wenn sie ihn im KIT abstellt.

Alte Rennräder liegen voll im Trend. Fabrikate wie Peugeot oder Motobecane, Koga Miyata, Pinarello oder eben Bianchi sind unter Liebhabern äußerst gefragt. „Da kann ein modernes Pedelec nicht mithalten“, versichert die passionierte Radlerin Charlotte Pelletier. Und meint damit gar nicht mal die mögliche Geschwindigkeit. Schon gar nicht das Thema Komfort. Eher das Flair. „Ich brauche weder einen Elektromotor noch eine Federung“, erklärt sie.

Lieber verlässt sich die junge Dame auf das Minimal-Programm ihres Bianchi: Zwei ultraschmale Reifen mit mehr als sechs Bar Druck, zwei Felgenbremsen, ein Stahlrahmen, eine mechanische Kettenschaltung und ein nicht gerade bequem wirkender Sattel in Bananenform, dazu die zeitgeistige Lackierung – das ist ihr Rennfahrrad.

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