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Landgraben unter Karlsruhe

Unsichtbarer Bau prägt das Karlsruher Stadtbild

Die Fächerstraßen rund um das Karlsruher Schloss kennen viele. Ähnlich viel Einfluss auf das Stadtbild hat ein Bauwerk, das im Untergrund verborgen liegt. Der sogenannte Landgraben ist das Herzstück der Kanalisation und älter als Karlsruhe selbst.

Bis zu 5,70 Meter im Durchmesser ist das Sandstein-Gewölbe in der Karlsruher Kanalisation hoch. Foto: jodo-foto / Joerg Donecker Karls jodo-foto Karlsruhe

Vor dem längsten und ältesten Bauwerk Karlsruhes ist selbst Friedrich Weinbrenner eingeknickt. Der Architekt entwarf das neue Rathaus mit einem Knick an der Südostseite. Damit weicht es dort dem Landgraben aus, der an der Ecke unter dem Asphalt vorbeifließt. Der rund neun Kilometer lange Kanal aus dem 16. Jahrhundert unterquert die Stadt von Ost nach West. Auch wenn er fast überall völlig unsichtbar ist, hat er bis heute großen Einfluss auf das oberirdische Stadtbild.

Seine Route erklärt den Verlauf von Straßen und den Zuschnitt von Plätzen. Weil oft nur wenige Zentimeter zwischen dem Landgraben-Gewölbe und der Oberfläche liegen, wird das historische Bauwerk regelmäßig zur Herausforderung für Hausbesitzer und Bauherren. Trotzdem ist man bei der Karlsruher Stadtentwässerung mächtig stolz auf den laut dem Amt zweitgrößten gemauerten Abwasserkanal Europas nach Paris.

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