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Sechs Helikopter vorhanden

Vermisstensuche, Verfolgung und Co: In diesen Fällen setzt die Karlsruher Polizei auf Hubschrauber

Gleich zweimal war die Karlsruher Polizei über Ostern mit dem Hubschrauber unterwegs. In Pfinztal suchten sie nach Einbrechern und in Grötzingen einen Vermissten. Aber wann ist der Einsatz aus der Luft wirklich sinnvoll?

In den vergangenen Tagen ist ein Polizeihubschrauber mehrmals über Karlsruhe gekreist – hier ein Symbolfoto. Foto: Boris Roessler picture alliance/dpa

In den vergangenen Tagen ist ein Polizeihubschrauber mehrmals über Karlsruhe gekreist. Über Grötzingen und Neureut war der Helikopter im Einsatz, um Personen zu suchen. Fordert die Polizei in der Fächerstadt einen Hubschrauber an, kommt dieser entweder vom Flughafen Stuttgart oder vom Baden-Airpark in Rheinmünster-Söllingen – je nach Wetterlage und benötigter Ausrüstung.

„Der Schwarzwald stellt eine geografische Grenze dar“, erläutert Armin Förster. Er ist Pressesprecher beim Polizeipräsidium Einsatz in Göppingen, das für die Hubschrauber zuständig ist. „Wenn es dort nebelig ist, kann der Hubschrauber nicht drüber fliegen.“ Der Helikopter aus Söllingen kann dann die Rheinebene abdecken.

Eine Pressesprecherin der Polizei Karlsruhe berichtet: „Aus Söllingen ist der Hubschrauber in zwölf Minuten hier.“ Wie lange der Flug aus Stuttgart dauert, kann Förster nicht sagen. „Die Reisegeschwindigkeit beträgt 250 Kilometer pro Stunde.“

Karlsruhe stehen sechs Helikopter zur Verfügung

Von wo aus der Helikopter nach Karlsruhe startet, hänge auch von der Verfügbarkeit ab, sagt Förster. Insgesamt stehen sechs Hubschrauber zur Verfügung – fünf in Stuttgart und einer in Söllingen. Alle sind vom Typ H145 von Airbus. So brauchen die Piloten nur eine Lizenz.

Der Helikopter vom Standort Baden Airpark ist mit einem modernen Kamerasystem ausgestattet, erklärt Förster. Dieses beinhalte unter anderem eine Infrarot- und eine Wärmebildkamera. Bedient wird das System von dem sogenannten FLIR-Operator. Das ist die Abkürzung des englischen Begriffs „forward looking infrared“ (zu deutsch: vorwärts gerichtetes Infrarotgerät).

„Dann passen noch zwei weitere Polizisten hinten mit rein“, erklärt der Experte. Vorne sitzen Pilot und Co-Pilot. „Das Kamerasystem ist ein hervorragendes Einsatzmittel“, sagt Förster. „Es gelingt uns damit sehr oft, erfolgreich Menschen zu suchen.“ Die Wärmebildkamera erkennt auch in totaler Dunkelheit, wo sich ein Lebewesen aufhält.

Polizisten am Boden lotsen Hubschrauber über Karlsruhe

Vom Hubschrauber aus kann die Position an die Streifenpolizisten am Boden durchgegeben werden. „Die lotsen die Kollegen dann“, beschreibt Förster. Wenn es sich zum Beispiel um Einbrecher handelt, könnten die sich nicht verstecken. Die Wärmebildkamera würde sie aufspüren. „Dann können zum Beispiel Straßen gesperrt werden.“

Denn wenn das SEK angefordert wird, dann pressiert es.
Armin Förster, Pressesprecher beim Polizeipräsidium

Die Suche nach Vermissten und Straftätern ist eine Hauptaufgabe des Polizeihubschraubers. Weiterhin werden SEK-Beamte damit an ihren Einsatzort gebracht. Denn das Spezialeinsatzkommando (SEK) muss mitunter sehr schnell an seinem Einsatzort ankommen. „Je schneller das SEK vor Ort ist, desto besser“, sagt Förster. „Denn wenn das SEK angefordert wird, dann pressiert es.“

Hinzu kommen zwei relativ neue Aufgabenfelder, berichtet der Polizeipressesprecher. Da sei zum einen die Zusammenarbeit mit der Bergwacht. Dafür gebe es an einem Helikopter eine Rettungswinde. Damit können Retter zum Beispiel in Schluchten abgelassen werden und eingeklemmte Wanderer befreien.

Zum anderen wurde nun ein Löschsack ergänzt. Der sei allerdings noch nicht im Einsatz gewesen. „Der Löschsack kann mit Wasser gefüllt werden und die Feuerwehr unterstützen“, erzählt Förster.

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