Skip to main content

Schmuckstück wirft Fragen auf

Versteigerung einer Karlsruher Standuhr in München: War sie ein Geschenk des Kaisers?

Ende des Monats kommt es in München zu einer bemerkenswerten Versteigerung. Unter den Hammer kommt eine prächtige Standuhr, die einst in Karlsruhe gefertigt wurde. War sie ein Geschenk für Großherzog Friedrich? Oder verschenkte Friedrich das edle Stück? Das Auktionshaus und das Badische Landesmuseum sind sich uneins.

Versteigerung: Im Münchener Auktionshaus Hampel kommt demnächst diese markante Standuhr mit Bezug zum Haus Baden unter den Hammer. Über ihre Historie gibt es unterschiedliche Einschätzungen. Foto: Auktionshaus Hampel

Selbst für Antiquitätenkenner ist diese Standuhr ein außergewöhnliches Stück: Das hölzerne Gehäuse, teilweise in Wurzelnuss, ist blattvergoldet, auf dem trapezförmigen Corpus reichen zwei als Halbreliefs gestaltete Putten einem weiteren Putto die Krone. Die Sockelzone der 2,30 Meter hohen Uhr trägt auf güldenem Grund eine sorgsam gestaltete Inschrift: „Luise, Großherzogin von Baden“, heißt es dort, darunter „Friedrich Großherzog von Baden“. Dann folgt das Datum 25. Januar 1883 und darunter der Schriftzug „Fidelitas“.

Wenn das Münchener Auktionshaus Hampel die vorzüglich erhaltene Antiquität bei der bevorstehenden Versteigerung am 24. und 25. September unter den Hammer nimmt, könnte das Interesse erheblich sein. Auch in Karlsruher Sammlerkreisen.

Der Bezug zur einstigen badischen Residenz ist evident: „Entwurf von Professor H. Götz, Ausführung von Hofuhrmacher Franz Pecher & Ziegler & Weber Möbelfabrik in Karlsruhe“ – so steht es im Innern der Uhr auf einem gravierten Messingschild zu lesen.

Weiterlesen? Registrieren!

  • Zugriff auf alle Inhalte von BNN+
  • Kostenlos bis Jahresende, kein automatisches Abo
  • Weniger Werbung
Die BNN ist berechtigt, Ihre E-Mail-Adresse zur Information über eigene und ähnliche Produkte (wie BNN+, ePaper oder Zeitung) zu nutzen. Sie können der Verwendung jederzeit hier widersprechen, ohne dass hierfür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen.
nach oben Zurück zum Seitenanfang