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Aus dem Tollhaus Karlsruhe

Virtueller Wahlkampfauftakt der Karlsruher Grünen direkt ins Wohnzimmer

Die Karlsruher Grünen beginnen den Landtagswahlkampf mit einem Livestream aus dem Karlsruher Tollhaus.

Wohnzimmer-Atmosphäre im Tollhaus: Beim Wahkampf-Auftakt der Karlsruher Grünen befragten die Moderatorinnen Elly Reich (links) und Elisa Weintraub (rechts) die beiden Kandidaten Alexander Salomon und Ute Leidig, live übertragen ins Internet. Foto: Jörg Donecker

Das Kontaktverbot der Pandemie lässt auch Veranstaltungen wie einen Wahlkampfauftakt, wo sonst Säle voller Menschen die Reden verfolgen, im Internet über die Bühne gehen. Die Partei Bündnis 90/Die Grünen stellten ihre Landtagskandidaten Ute Leidig für den Osten Karlsruhes und Alexander Salomon für den Westen am Freitagabend per Livestream vor.

Im Tollhaus war vor leeren Stuhlreihen, mit Sesseln, etlichen Grünpflanzen und viel Abstand auf zwei großformatigen Perserteppichen eine Art Wohnzimmer im XXL-Format aufgebaut worden, dass die Kandidaten, flankiert von den beiden Moderatorinnen Elly Reich und Elisa Weintraub, in entspannter Runde ihre politischen Standpunkte klarmachen konnten.

Über eine separate Website hatten Zuschauer zudem die Möglichkeit, Fragen an die Kandidaten zu stellen. In Video- Einspielern kamen mit Grußbotschaften auch der Landesvorsitzende Oliver Hildenbrand und die Karlsruher Fraktionsvorsitzende und Bundestagskandidatin Zoe Mayer zu Wort.

Die Präsentation der individuellen, gut einminütigen Wahlkampfspots der Kandidaten eröffneten jeweils Interviewrunden. Ute Leidig erinnerte kein spezielles Ereignis, das der Auslöser war, sich politisch zu engagieren. Schon im Studium in Trier habe sie sich im Frauenzentrum und der Friedensgruppe engagiert.

Salomons Slogan: „Für die Welt von morgen“

Später in Karlsruhe sei vieles in die falsche Richtung gelaufen. Großprojekte wie das Kohlekraftwerk waren der Anlass nicht nur darüber in der Zeitung zu lesen, sondern „aktiv mitzumischen“. Alexander Salomon erklärte seinen Slogan „Für die Welt von morgen“, dass grüne „Politik für das Jetzt“ speziell zum Kernthema „konsequenter Klimaschutz“ die Welt von morgen bestimmte.

Der zweite Teil ihrer „Kernidentität“ sei „wissenschafts- und faktenbasiert, denn wir denken voraus“, gerade in Karlsruhe mit seinen Hochschulen. „Was liegt den Menschen am Herzen?“ wollte die Moderatorin von Leidig wissen.

„Ein wahnsinnig breites Spektrum“ – über Schule, Müll, Lärm, oder „dem Wald gehts schlecht“ sei vieles vertreten. Sie brächte die Themen bei den Ministerien ein, dass damit gearbeitet wird. Wenn sie sich, wie beim Thema Corona, Zeit nähme, wirklich erklärte und zeigt „ich höre dich“, dann schaffe das ein großes Verständnis für politische Entscheidungen“.

Wie sie als Landtagsabgeordnete für Karlsruhe die Themen nach Stuttgart trügen, dort debattierten, um dann die Ergebnisse wieder „auf Karlsruhe herunterzubrechen“, erfolgte beispielsweise über eine Plattform, die am KIT eingerichtet wurde und sich mit Fragen nach „Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft“ befasst, erklärte Salomon.

Nach einer knappen Stunde waren die wichtigsten Positionen grüner Politik angesprochen und die Kandidaten dem virtuellen Publikum nähergebracht. Klassischer Wahlkampf mit Infotisch in der Fußgängerzone scheint mehr denn je in weite Ferne gerückt zu sein.

Service

Der Link zum Wahlkampfauftakt kann über die Homepage der Karlsruher Grünen abgerufen werden.

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