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Hoher Aufwand zur Desinfizierung

Wasserspiele am Karlsruher Marktplatz sollen weniger anfällig für Störungen werden

Seit Juni vergangenen Jahres sind die Wasserspiele auf dem Karlsruher Marktplatz in Betrieb. Jetzt prüft man im Rathaus, wie die störanfällige Anlage zuverlässiger werden könnte.

Die Wasserspiele auf dem Marktplatz benötigen einiges an Pflege. Die Stadtverwaltung sinnt im Benehmen mit dem Hersteller auf Abhilfe. Foto: Jörg Donecker

Nachdem die Wasserspiele auf dem Karlsruher Marktplatz im Juni vergangenen Jahres in Betrieb gegangen waren, hat die Stadtverwaltung allein 2020 insgesamt 9.700 Euro für Reinigungen und technische Nachbesserungen ausgegeben.

Wie viel Geld die Anlage im laufenden Jahr verschlingt, ist noch ungewiss; derzeit liegen dafür noch keine Rechnungen vor. Das teilt das Rathaus auf eine Anfrage der FDP-Gemeinderatsfraktion mit.

Von 225 Tagen war die Anlage demnach elf Tage lang außer Betrieb. Die vor allem bei Kindern und Familien beliebte Fontänen-Anlage hat 345.000 Euro gekostet.

Keime sind bei Wasserspielen auf dem Karlsruher Marktplatz das Problem

Laut dem Rathaus hat man es mit einer offenbar unerwartet hohen Belastung der Anlage durch Keime zu tun. Sie sind Folge unkontrollierter Einträge in den dortigen Wasserkreislauf durch Menschen und Tiere. Mitunter würden auf dem Fontänenfeld auch Fahrräder gewaschen, teilt die Stadtverwaltung mit.

Sogenannte Sondernutzungen auf dem Marktplatz müssten deshalb einen angemessenen Abstand zu den Wasserspielen einhalten, kündigt das Rathaus an. Der Fahrverkehr über die Anlage müsse zudem reduziert werden.

Gespräche mit Hersteller wegen Anfälligkeit der Karlsruher Wasserspiele

Auf die Frage der Freidemokraten, ob ein Umbau des unterirdischen Rohrsystems anzeigt wäre, um die Anfälligkeit der Anlage zu verringern, verweist das Rathaus auf aktuelle Gespräche zwischen dem Gartenbauamt und der Herstellerfirma.

Dabei solle geklärt werden, ob eine Aufrüstung der Desinfektionstechnik oder die Umstellung auf ein anderes Desinfektionsmittel Abhilfe schaffen könnte. Grundsätzlich müsse im Betrieb der Anlage erst „Erfahrungswissen“ aufgebaut werden, um die passende Dosierung gegen die Keimbelastung zu finden, beschwichtigt das Rathaus.

Beim Betrieb der Anlage wird derzeit das umgewälzte Wasser durch einen Sandfilter geleitet und mit Hilfe einer Wasserstoffperoxid-Lösung desinfiziert. Die Mitarbeiter des Gartenbauamts reinigen zweimal pro Woche die Wasserauffang-Rinne der Anlage sowie die Filterkörbe.

Bei sommerlichen Temperaturen wird das Betriebswasser etwa alle zwei Wochen komplett ausgetauscht. Außerdem spritzen die Experten dann die Vorrats-Zisterne des Systems mit Wasser aus. In der Regel geschieht das morgens, bevor die Anlage mit ihren 31 Fontänen um 10 Uhr angestellt wird.

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