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Segensaktion der Kirchen

Maria und Josef kommen auf dem Lastenrad in die Karlsruher City

In den letzten Tagen vor Weihnachten verteilen die Kirchen in Karlsruhe rund 1.000 Kekse in Sternform in der Innenstadt. Sie möchten mit den Menschen ins Gespräch kommen. Dafür tauscht sogar das evangelische Stadtpfarrer seinen Talar gegen ein Kostüm.

Süßer Segen: Die Citykirchenarbeit bringt den Weihnachtssegen an drei Tagen in die Karlsruher Fußgängerzone. Dafür schlüpft neben Alexander Ruf auch der evangelische Pfarrer Dirk Keller (rechts hinten) in das Josefs-Kostüm. Foto: Peter Sandbiller

Für einige Stunden tauscht Pfarrer Dirk Keller seinen Talar gegen ein Josef-Kostüm. In der Innenstadt verteilt er zusammen mit einer Maria Kekse an die Passanten. Die Fächersegen-Aktion wird getragen von der Ökumenischen Citykirchenarbeit. Sie läuft vom 20. bis 23. Dezember.

„Wir möchten mit den Menschen ins Gespräch kommen und ihnen gesegnete Weihnachtstage wüschen“ erklärt Alexander Ruf, Pastoralreferent der katholischen Kirche, der im Wechsel mit dem evangelischen Citypfarrer Keller den Josef mimt.

„Wir sind gespannt, was und wer uns auf der Kaiserstraße begegnet und wie die Menschen auf uns reagieren werden.“

Drahtesel statt Esel

2019 gab es eine ähnliche Aktion für das Stadtfest. Das Credo ist das gleiche geblieben. „Wir möchten Zuversicht, Hoffnung und Liebe verbreiten.

Eine Nachricht, die in diesen unbeständigen Zeiten umso wichtiger ist“, so Keller. Die Citykirchenarbeit ist seit einigen Jahren ein Kooperationsprojekt der Stadtkirchen und aktuell im Kirchenschaufenster bei St. Stephan anzutreffen. Der Ort wechselt aber regelmäßig.

„Es freut mich sehr, dass die ökumenische Arbeit in Karlsruhe in den vergangenen Jahren Fahrt aufgenommen hat. Wir möchten agiler werden und näher an die Menschen in der Stadt heranrücken“, erklärt Hubert Streckert, Dekan der katholischen Kirche Karlsruhe.

„Dazu gehört auch, dass wir Maria und Josef auf den Weg in die Innenstadt schicken. Vor 2.000 Jahren waren sie mit dem Esel unterwegs, heute nehmen sie den Drahtesel.“

Süßigkeit ist dem Stern über Bethlehem nachempfunden

Ein Unternehmen hat den Kirchen ein Lastenrad zur Verfügung gestellt, denn die Leckereien haben durchaus Gewicht. Bäcker Thomas Schmidt hat mit seinem Team 1.000 Segenskekse gebacken und verpackt.

„Sollten sie knapp werden, können wir jederzeit nachproduzieren“, sagt Schmidt. „Als Teil der neuapostolischen Gemeinde ist es schön, einen Beitrag zur Ökumene zu leisten.“ Bei der Form habe er sich für die eines Schweifsterns entschieden. Er sei dem Stern über Bethlehem nachempfunden.

„Die Citykirche ist eine starke Säule der Ökumene in der Stadt“, betont der evangelische Dekan Thomas Schalla. „Durch diese Aktion soll ein Dialog entstehen, zwischen den Menschen und den christlichen Werten. Deswegen gehen wir in die Welt, ebenso wie Gott Mensch geworden ist und in die Welt ging. Diese frohe Botschaft möchten wir in den Tagen vor dem Weihnachtsfest, das die Geburt Jesu feiert, zu den Bürgern der Stadt bringen.“

Ankommen wird die Botschaft in der Kaiserstraße ihrer süßen Keks-Hülle. Die soll für „Maria und Josef“ aber natürlich nur der Türöffner sein. Ins Gespräch zu kommen, ist der große Wunsch.

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