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200 Meter Schnupperangebot

Welt-Fahrrad-Tag bringt wieder eine Pop-up-Radspur nach Karlsruhe

Wie Karlsruhe Radfahrern mehr bieten kann, demonstriert am Fronleichnamstag erneut ein Aktionsbündnis, das sich vor Ort für mehr Fahrradverkehr einsetzt. Ausgewählt ist ein Wegstück mit bekannten Schattenseiten.

Aktionsfläche: Auf der Westseite der Fritz-Erler-Straße schafft am Feiertag Fronleichnam wieder ein Pop-up-Fahrradstreifen mehr Raum für Radler bis zur Kriegsstraße. Foto: Jörg Donecker

Wie Straßenverkehr funktioniert, wenn Radfahrer eine eigene Spur bekommen und Autos dafür Raum abgeben, lässt sich am Donnerstag, 3. Juni, von 11 bis 15 Uhr in der Karlsruher Innenstadt besichtigen.

Den Feiertag Fronleichnam nutzt ein Bündnis Karlsruher Organisationen, das sich für mehr Fahrradverkehr einsetzt, erneut für eine Aktion.

In der Fritz-Erler-Straße schafft es zwischen Markgrafenstraße und Kriegsstraße einen provisorischen Radfahrstreifen. Die Vereinten Nationen (UN) haben den 3. Juni zum Welt-Fahrradtag erklärt. In Baden-Württemberg beteiligen sich auch Pforzheim, Heidelberg, Freiburg, Mannheim, Stuttgart, Esslingen und Nürtingen.

Nützliche Pop-up-Verlängerung

Das Pop-up-Modell Richtung Süden verlängert die permanent markierte Fahrradspur zwischen dem Beginn der Fußgängerzone in der Kaiserstraße und der Kreuzung von Fritz-Erler- und Markgrafenstraße. Dort beginnt die Cityroute Süd für Radler.

Es handelt sich um wichtige 200 Meter. Bisher werden Radfahrer ab der Ampelanlage durch Fußgängerbereiche auf einen Parallelweg oberhalb des Bordsteins geleitet. Von dort müssen sie vor der Heinrich-Hübsch-Schule am Mendelssohnplatz wieder in die Hauptfahrbahn einschwenken.

Je nach Zielrichtung sind sie dort auf die Aufmerksamkeit rechts abbiegender Autofahrer angewiesen oder gezwungen, zwei Autofahrbahnen schräg zu queren.

Mehrere Strecken sind kritisch

„Wir wollen zeigen, was alles noch möglich ist in unserer Stadt“, erklärt Katrin Hillenbrand, Vorstandsmitglied des Regionalclubs Karlsruhe im Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC).

In einer Umfrage habe sich dieser Abschnitt als besonders geeignet gezeigt. Es soll nicht die letzte Pop-up-Radwegaktion in der Stadt in diesem Jahr sein. „Wir haben viele Rückmeldungen über mangelhafte Strecken“, berichtet Hillenbrand. „Dauerbrenner sind dabei die Hans-Thoma-Straße und die Reinhold-Frank-Straße.“

Im August 2020 hatten Aktive von Fridays for Future, Greenpeace Karlsruhe, ADFC und Verkehrsclub Deutschland (VCD), Critical Mass und Fossil Free fünf verschiedene Pop-up-Radwege geschaffen.

Sie nahmen Autofahrern dazu vorübergehend eine Spur weg in der nördlichen Karlstraße zwischen Europaplatz und Stephanienstraße, in der Hans-Thoma-Straße bei der Staatlichen Kunsthalle, in der Kaiserstraße zwischen Europaplatz und Kaiserplatz, in der Kapellenstraße nahe dem Mendelssohnplatz und auch schon in der südlichen Fritz-Erler-Straße.

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