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Was vom 10. bis 12. Dezember los ist

Am Wochenende gibt es auf den Bühnen ernste Konflikte und schwarzen Humor

Sie streiten, singen und lachen: In Bruchsal, Karlsruhe und Pforzheim schlüpfen Künstler dieses Wochenende in die unterschiedlichsten Rollen. Auf dem Spielplan der Bühnen stehen Schauspiele, Opern und mehr. Welche Stücke zu sehen sind.

Abtreibung ja oder nein? In „Frauensache“ entbrennt ein Streit zwischen zwei Ärztinnen und einer Schwangeren. Das Stück mit Marie-Joelle Blazejewski, Swana Rode und Lisa Schlegel (von links) ist im Staatstheater zu sehen. Foto: Thorsten Wulff

Abgesagt, ausverkauft – die beiden Worte stehen derzeit häufig in den Veranstaltungskalendern der Region. Die Corona-Pandemie wirkt sich erneut auf den Kulturbetrieb aus. Einige Theatervorstellungen finden jedoch statt. Auch gibt es für sie zum Teil noch Karten.

Wer dieses Wochenende also etwas unternehmen möchte, hat als Geimpfter oder Genesener mit tagesaktuellem Test durchaus die Möglichkeit. Die Zuschauer müssen eine Maske tragen.

Kunst und Empörung im Stadttheater Bruchsal

Die Badische Landesbühne spielt dieses Wochenende dreimal im Stadttheater in Bruchsal. Vordergründig um „Kunst“ geht es Am Alten Schloss 24 am Freitag, 10. Dezember, um 19.30 Uhr. In Wirklichkeit jedoch kommt es aus ganz anderen Gründen zum Streit zwischen drei Männern. Das Stück um Freundschaft und Gefühle stammt aus der Feder der französischen Dramatikerin Yasmina Reza, der 1994 mit „Kunst“ der internationale Durchbruch gelang.

Schon lange vor ihr war Graham Greene Bestseller-Autor. Seine Agenten-Satire „Unser Mann in Havanna“ bringt am Sonntag, 12. Dezember, 17 Uhr, das vorrevolutionäre Kuba nach Bruchsal. Vier Schauspieler schlüpfen in 30 Rollen.

„Die Empörten“ stehen am Sonntag in Bruchsal auf der Bühne. Foto: Peter Empl

Um 19.30 Uhr geht es am Sonntag, 12. Dezember, mit „Die Empörten“ weiter. Das Stück von Theresia Walser greift ein aktuelles Thema auf. Mit schwarzem Humor rechnet die Autorin mit dem Rechtspopulismus ab.

Weitere Infos und Karten gibt es unter Telefon (07251) 72723 und www.dieblb.de.

Operetten-Premiere im Staatstheater Karlsruhe

Das Ballett, die Kleinkinderkonzerte und das Familienstück sind ausverkauft. Für andere Vorstellungen im Badischen Staatstheater in Karlsruhe, Hermann-Levi-Platz 1, gibt es aber noch Karten – auch für die Premiere der Operette „Gräfin Mariza“ am Samstag, 11. Dezember, um 19 Uhr. Das Beziehungsdrama von Emmerich Kálmán nimmt nach dem Ende des Ersten Weltkriegs in der Donau-Monarchie seinen Lauf. Bekannt sind etliche Melodien der Operette, zum Beispiel „Einmal möcht’ ich wieder tanzen“.

Einen Tag zuvor - am Freitag, 10. Dezember - kommen Musik-Liebhaber ebenso auf ihre Kosten. Chöre aus der Welt der Oper sind ab 20 Uhr im Großen Haus zu hören.

Wen es stattdessen ins Schauspiel zieht: Der „Frauensache“ widmet sich das Staatstheater am Samstag, 11. Dezember, um 19.30 Uhr. Feminismus und neu-konservative Frauenbilder prallen in dem Stück von Lutz Hübner und Sarah Nemitz aufeinander.

Weitere Informationen und Tickets sind erhältlich unter www.staatstheater.karlsruhe.de und Telefon (0721) 933333.

Humor und Psychoanalyse im Theater Pforzheim

Auch im Theater Pforzheim (Am Waisenhausplatz 5) sind Vorstellungen bereits ausverkauft. Für vier Stücke gibt es allerdings noch Karten. Dazu zählt die Oper „Falstaff“ von Giuseppe Verdi, die am Samstag, 11. Dezember, um 19.30 Uhr aufgeführt wird. Männliche Überheblichkeit stößt auf weibliche Raffinesse.

Mit Humor widmet sich auch das „Kleine Eheverbrechen“ dem Verhältnis von Frau und Mann. Das Schauspiel von Eric-Emmanuel Schmitt ist am Samstag, 11. Dezember, um 20 Uhr zu sehen

„Der Trafikant“ betritt am Sonntag, 12. Dezember, um 15 Uhr die Bühne. Das Schauspiel basiert auf dem Roman von Robert Seethaler und erzählt die Geschichte eines jungen Mannes im Umfeld von Psychoanalytiker Sigmund Freud im Wien des Jahres 1938.

„Plötzlich Weihnachten“ ist es am selben Tag um 19 Uhr. Sänger Chris Murray und Pianist Philipp Polzin fischen bei diesem Konzert aus einer Wundertüte weihnachtliche Lieder und Musical-Songs heraus.

Theaterkarten können unter Telefon (07231) 392440 bestellt werden, Infos finden Interessierte online unter www.theater-pforzheim.de.

Speeddating und Weihnachten im Karlsruher Figurentheater

Zauberhaftes Spiel mit Holzfiguren bietet Sebastian Kreutz im neuen Kinderstück des Karlsruher Figurentheaters marotte. Am Anfang steht die Frage „Wie weihnachtelt man?“, die der Hase an die Eule richtet. Foto: Thomas Hänsel

Ein andere Art von Theater wird in der Kaiserallee 11 in Karlsruhe geboten. Puppen regieren dort – ob beim Speeddating oder Basteln von Geschenken. Um ersteres geht es im marotte Figurentheater am Freitag, 10. Dezember, um 20 Uhr.

Das Stück erzählt von sechs Senioren auf der Suche nach einem neuem Liebesglück. Und gebastelt – von verschiedenen Tieren für die Eule – wird in der Kindervorstellung „Wie weihnachtelt man“ (ab vier Jahre) am Samstag, 11. Dezember, um 11 und 16 Uhr.

Weihnachten steht auch bei den weiteren Aufführungen dieses Wochenendes im Mittelpunkt. „Bei Opa“ feiern Kinder ab vier Jahren mit Kalle am Freitag, 10. Dezember, um 10 Uhr sowie am Sonntag, 12. Dezember, um 11 und 16 Uhr. Und für Erwachsene gibt es am Samstag, 11. Dezember, um 20 Uhr Charles Dickens’ „Weihnachtsgeschichte“.

Weitere Details und Tickets im Internet unter www.marotte-figurentheater.de oder unter Telefon (0721) 41555.

Kabarett im Tollhaus in Karlsruhe

„Die Ursache liegt in der Zukunft“, behauptet Jürgen Becker. Wie er zu dieser Meinung kommt, erklärt der Kabarettist am Sonntag, 12. Dezember. Er versucht im Karlsruher Tollhaus, Alter Schlachthof 35, mit Humor die Welt zu retten. Klimawandel und Heizpilz – wie passt das zusammen? Und wie wäre es mit einem genüsslichen Leben voll Komischer Intelligenz? Beginn ist um 19 Uhr.

Infos und Karten gibt es unter www.tollhaus.de und Telefon (0721) 964050.

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