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Pappkartons am Straßenrand

Des einen Schrott, des andern Schatz? Nicht alle Karlsruher freuen sich über „Zu verschenken“-Boxen

Auf den Straßen der Städte liegen allerhand Dinge, die ihren Besitzern überflüssig, aber dann doch nicht ganz wertlos erscheinen. Oder handelt es sich nur um eine bequeme Form der Entsorgung? Und ist das überhaupt erlaubt?

Muss das weg? Immer häufiger stellen Menschen vor ihren Häusern Dinge auf, die sie selbst nicht mehr möchten und von denen sie denken, dass sie Anderen noch nützlich sein können. Edle Spenden oder übler Müll? Das kommt ganz auf den Betrachter an. Foto: Andrea Fabry

Diese Geschichte soll von Dingen erzählen, die die Menschen einer Stadt zu verschenken haben. Sachen, die sie von Herzen geben und im Gegenzug nichts dafür erwarten. Die folgenden Zeilen begeben sich auf die Spuren etlicher Pappkartons oder Plastikboxen, die in Hauseingängen, auf Sicherungskästen oder auch auf Parkbänken zu finden sind. „Zu verschenken“ steht dabei und in den Behältnissen finden sich Sachen, die für ihre ehemaligen Besitzer ganz offensichtlich überflüssig, wohl aber doch nicht ganz wertlos geworden sind.

In der Karlsruher Südstadt sind derartige Kisten eher rar gesät. Die Frau, die gerade vor dem kleinen Trödelladen in der Marienstraße stehen geblieben ist, hat solche Geschenkboxen trotzdem schon mal gesehen. Aber sie nimmt sich nie etwas heraus. „Die Kinder. Die nehmen“, sagt sie und deutet auf die Jungs in ihrem Schlepptau. Die junge Frau käme selbst nicht auf die Idee, Sachen, die noch gut sind, auf die Straße zu stellen. „Ich gebe an Freunde und Familie“, sagt sie.

Interessant. Während man anderswo sein zu verschenkendes Gut also lieber direkt einem Bekannten anvertraut, vermeidet der Aufsteller einer Geschenkebox den persönlichen Kontakt. Warum eigentlich? Ist doch das Schönste am Schenken eigentlich die Freude, die sich in den Augen des Beschenkten spiegelt.

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