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Flic Flac fällt auch aus

Karlsruhe untersagt wegen Coronavirus Veranstaltungen in geschlossenen Räumen

Karlsruhe untersagt wegen der Coronavirus-Infektionen mit sofortiger Wirkung Veranstaltungen in Kultur, Sport und Freizeit in geschlossenen Räumen – auch solche mit unter 1.000 Teilnehmern. Erlaubt bleiben Events im Freien mit bis zu 50 Teilnehmern.

© Jodo-Foto / Joerg Donecker// 31.07.2019 OB Mentrup, PK Sommerpause, -Copyright - Jodo-Foto / Joerg Donecker Sonnenbergstr.4 D-76228 KARLSRUHE TEL: 0049 (0) 721-9473285 FAX: 0049 (0) 721 4903368 Mobil: 0049 (0) 172 7238737 E-Mail: joerg.donecker@t-online.de Sparkasse Karlsruhe IBAN: DE12 6605 0101 0010 0395 50, BIC: KARSDE66XX Steuernummer 34140/28360 Veroeffentlichung nur gegen Honorar nach MFM zzgl. ges. Mwst. , Belegexemplar und Namensnennung. Es gelten meine AGB. Foto: Donecker

Karlsruhe untersagt wegen der Coronavirus-Infektionen Veranstaltungen in Kultur, Sport und Freizeit in geschlossenen Räumen – auch solche mit unter 1.000 Teilnehmern. Erlaubt bleiben Events im Freien mit bis zu 50 Teilnehmern.

Die städtischen Bibliotheken und die Stadtteilbibliotheken werden geschlossen. Museen machen dicht. Gleiches gilt für Bäder, Saunen, Theater und Kinos. Wochenmärkte finden statt. Auch der Zoo bleibt offen. Weil dieser am Wochenende mit einem Besucheransturm rechnet, bitten die Verantwortlichen dort, vorab online Tickets zu kaufen.

Das Verbot umfasst den Betrieb von Diskotheken, Clubs und Tanzlokalen sowie von Schank- und Speisewirtschaften mit Musikvorführung und Tanz - Schank- und Speisewirtschaften ohne Musikvorführungen und Tanz dürfen offen bleiben. Geschlossen sind Vergnügungsstätten mit Ausnahme von Spielhallen und Wettbüros, Versammlungsstätten sowie Prostitutionsbetriebe.

Verkündet wurde das Maßnahmenpaket am Freitagnachmittag von Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD). Ob es noch am Freitag in Kraft treten wird, konnte der OB nicht sagen. In den nächsten Stunden soll es weitere Präzisierungen folgen. Die Einschränkungen gelten vorerst bis zum 19. April.

Wir wollen das öffentliche Leben nicht komplett plattmachen.
Frank Mentrup, Oberbürgermeister von Karlsruhe

Mentrup betonte: "Wir wollen das öffentliche Leben nicht komplett plattmachen." Mentrup steht im Gespräch mit den Kollegen in der Rheinschiene. Stuttgart war zuvor mit weitreichenderen Maßnahmen vorgeprescht.

Trotz der zugespitzten Situation ruft Mentrup die Bevölkerung dazu auf, soziale Kontakte lebendig zu halten. "Ältere Menschen dürfen gerade in dieser Situation nicht vereinsamen, Schwerkranke müssen auch in Zukunft zu Hause versorgt werden können", betont er. Vor allem weil unklar sei, wie lange die aktuelle Lage andauere, sei ein Abschneiden Einzelner vom gesellschaftlichen Leben kritisch. "Rufen Sie lieber einmal mehr bei Freunden und Verwandten an", so Mentrup.

Kein Besuch in Herzklinik

Bereits am Donnerstag hatte die Helios Klinik für Herzchirurgie Patientenbesuch untersagt. Das Städtische Klinikum beschränkte den Zugang für Externe.

Flic Flac stellt Shows ein

Der aktuell in Karlsruhe gastierende Zirkus Flic Flac hat am Freitag seine Shows eingestellt.  Nach Absprache mit dem Marktamt kann das Unternehmen auf dem Messplatz bleiben.

Je nach Lage versucht Flic Flac die nun ausfallenden Vorstellungen in Karlsruhe in der letzten Aprilwoche nachzuholen.

Finanzamt schließt Tore

Die Zentralen Informations- und Annahmestellen der Finanzämter sind für den allgemeinen Besuchsverkehr bis auf weiteres geschlossen.

Der an diesem Samstag geplante Flohmarkt auf dem Kronenplatz entfällt. Die Kinder- und Jugendhäuser des Stadtjugendausschusses bleiben ab Montag geschlossen. Die Ferienprogramme in den Osterferien werden nicht durchgeführt. Sowohl die katholische als auch die evangelische Kirche bieten weiter Gottesdienste an. Die evangelische Kirche stoppt aber das Gemeindeleben.

Empfehlungen des Landkreises für Städte und Gemeinden

Nachdem die Landesregierung generell Veranstaltungen von über 100 Teilnehmern in Baden-Württemberg untersagt hat, geht der Landkreis Karlsruhe für seine 32 Städte und Gemeinden weiter und empfiehlt den Kommunen eine generelle Absage von Veranstaltungen, sofern sie nicht zwingend erforderlich sind – analog dem Vorgehen der Landeshauptstadt Stuttgart. Die Behörde berücksichtigt dabei die Nähe des Raumes Karlsruhe zum Elsass, welches das Robert-Koch-Institut Mitte der Woche zum Risikogebiet erklärt hat.

Das Gesundheitsamt empfiehlt ebenso, den Betrieb von Clubs und Bars mit Ausnahme von Restaurants zu untersagen und öffentliche Einrichtungen wie Bibliotheken, Museen, Kinos, Freizeiteinrichtungen oder kommunale Begegnungszentren und Museen zu schließen. Ausgenommen sind Wochenmärkte und kleinere Veranstaltungen unter freiem Himmel. Für Alten- und Pflegeheime sowie Krankenhäuser sollte – sofern noch nicht geschehen - ein weitgehendes Besuchsverbot erlassen werden.

Wie wir über die Auswirkungen des Coronavirus berichten

Auf bnn.de berichten wir zurzeit verstärkt über die wichtigsten Entwicklungen rund um Corona in der Region rund um Karlsruhe, Bretten, Pforzheim, Rastatt und Bühl. Jeden Tag schränken Kliniken die Besuchszeiten ein, Schulen schließen, Firmen schicken Mitarbeiter nach Hause. Es ist selbst für unsere Redaktion zeitweise schwierig, den Überblick zu behalten. Deshalb filtern wir für unsere Leser aus der Flut an Informationen, welche der vielen Corona-Meldungen wichtig sind – unter anderem in dieser Übersicht .

Alle Informationen prüfen wir, um keine Falschinformationen zu verbreiten. Viele Menschen, auch in unserer Redaktion, machen sich ohnehin Sorgen. Wir möchten sie informieren und nicht verunsichern.

Zwei unserer Kollegen befassen sich ausschließlich mit dem Thema Corona – als unsere internen Experten. Viele weitere BNN-Redakteure recherchieren täglich zu den Auswirkungen von Covid-19 in den Städten und Gemeinden der Region. Unsere Autoren sprechen mit Entscheidern in den Landratsämtern, Krankenhäusern und in Firmen. Gleichzeitig telefonieren sie (Betroffene treffen wir derzeit nicht persönlich) mit Menschen, die Cafés schließen, Veranstaltungen absagen oder zu Hause bleiben müssen.

So möchten wir dazu beitragen, dass Menschen in der Region sich auf dem aktuellsten Stand halten können, um die richtigen Entscheidungen für ihren Alltag und ihre Gesundheit zu treffen.

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